Sebastian von MobiFlight hat soeben die Veröffentlichung von Version 11 bekannt gegeben. Das beliebte Open-Source-Tool zur Anbindung von Hardware an Flugsimulatoren macht mit diesem Release einen gewaltigen Sprung nach vorne – mit einem komplett neuen Interface, verbesserter Performance und bahnbrechenden Funktionen für das Profil-Management.
MobiFlight ist eine kostenlose Open-Source-Software, die als leistungsstarke Schnittstelle zwischen handelsüblicher Hardware und Flugsimulatoren fungiert. Sie ermöglicht es ambitionierten Flugsimulator-Enthusiasten, ihr eigenes Cockpit zu Hause zu bauen (Homecockpit-Bau), indem sie preiswerte Mikrocontroller, wie beispielsweise Arduino-Boards, zur Ansteuerung von Schaltern, Tastern, LEDs, Servos und komplexeren Anzeigen nutzen. MobiFlight übersetzt dabei die physischen Eingaben der Hardware-Komponenten in Befehle für den Simulator (wie Microsoft Flight Simulator oder X-Plane) und visualisiert umgekehrt Daten aus dem Simulator auf angeschlossenen Displays oder Instrumenten. Dank einer intuitiven Benutzeroberfläche und einer großen Community-Unterstützung können auch Nutzer ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse komplexe Hardware-Setups konfigurieren und so die Immersion beim virtuellen Fliegen massiv steigern.
Hier sind die Highlights des „Biggest Release Ever“:
Ein neues, modernes User Interface
MobiFlight hat ein komplett neues technisches Framework für seine Benutzeroberfläche erhalten. Das Design ist nicht nur moderner und farbenfroher, sondern bietet auch entscheidende Vorteile in der Bedienung:
- Zoom & Responsivität: Nutzer können nun per Tastenkombination (Strg + Mausrad) stufenlos in die Oberfläche hineinzoomen [01:31]. Die Fenster passen sich zudem dynamisch an verschiedene Monitorgrößen an und speichern ihre Position.
- Themes & Sprachen: Endlich gibt es einen nativen Dark Mode [02:05]. Zudem unterstützt das Tool nun Internationalisierung; zum Start sind Deutsch, Englisch und Spanisch verfügbar.
- Übersichtliches Dashboard: Das neue Projekt-Dashboard erlaubt es, Profile schnell zu filtern und direkt zu starten, ohne sich in Details zu verlieren [02:44].
Revolution beim Profil-Management und Sharing
Das Verwalten komplexer Setups wurde grundlegend vereinfacht:
- Filter & Drag-and-Drop: In den Konfigurationslisten können Items nun nach Name, Typ oder Controller gefiltert werden. Das Sortieren per Drag-and-Drop ist intuitiver denn je [05:34].
- Unbegrenzte Tabs (Projekte): Ein Projekt kann nun mehrere Tabs enthalten. Das ermöglicht es, Konfigurationen sauber nach Hardware-Modulen zu trennen.
- Einfaches Teilen: Diese Tabs können einzeln exportiert und geteilt werden. Wer ein Profil von Plattformen wie Flightsim.to herunterlädt, kann dieses nun einfach als neuen Tab in sein bestehendes Setup integrieren [07:21].
„Autobind“: Das Ende der Seriennummern-Konflikte
Eines der größten Ärgernisse früherer Versionen war der „Orphan Serials“-Dialog beim Import fremder Profile. In Version 11 erkennt MobiFlight dank Autobind automatisch, ob ein angeschlossener Controller mit dem im Profil referenzierten Gerät übereinstimmt [08:15]. Falls eine automatische Zuweisung nicht möglich ist, hilft der neue „Controller Binding“-Dialog bei der manuellen Zuordnung.
Erweiterte Hardware-Unterstützung
MobiFlight 11 unterstützt nun nativ eine Vielzahl neuer Hardware, darunter das gesamte Portfolio von Winwing [10:27]. Dank der aktiven Community wurden bereits zahlreiche Profile für diese Geräte erstellt, die sofort einsatzbereit sind.
Stabilität und Zukunft
Hinter den Kulissen wurden hunderte automatisierte Tests implementiert, um sicherzustellen, dass Version 11 stabil läuft und der Übergang von Version 10 reibungslos funktioniert [09:25]. Sebastian betonte, dass er sich mittlerweile zu 100 % dem Projekt widmet und auf die Unterstützung durch Spenden oder Sponsoring angewiesen ist, um MobiFlight weiter voranzutreiben [12:31].
Verfügbarkeit: Das Update auf Version 11 erfolgt automatisch beim Start von MobiFlight. Neueinsteiger können das Tool kostenlos auf der offiziellen Website herunterladen.
