Review: FSDT Hawaiian Airports + Honolulu Int. Airport

Das Szenerie-Design-Label FS Dreamteam ist bekannt für die Umsetzungen von Großflughäfen wie Chicago, JFK oder Dallas. Ihr neuestes Werk hingegen ist zwei eher beschaulichen Plätzen auf der Inselgruppe Hawaii gewidmet: Lihue und Hilo. Unser Rezensent Frank Schmidt hat sich dort einmal umgesehen und bei der Gelegenheit auch gleich dem internationalen Flughafen von Honolulu – ebenfalls aus dem Hause FS Dreamteam – einen Besuch abgestattet. Ob sich die weite Reise gelohnt hat, erfahrt ihr im Folgenden…





Review Hawaii (Honolulu, Lihue und Hilo) von FSDT

Hawaii – da fällt einem doch auf Anhieb so einiges ein. Hübsche, braungebrannte Mädchen mit Blumen im Haar, die ankommenden Touristen Blumenketten um den Hals legen zum Beispiel. Oder den Fernsehheld der 80er, Tom Selleck alias Privatdetektiv Thomas Magnum, der mit dem roten Ferrari seines Arbeitgebers die Insel unsicher macht. Und die Sportfraktion denkt zweifellos an den Ironman, der älteste sowie gleichzeitig bekannteste und spektakulärste Wettkampf in dieser Disziplin – ausgetragen auf Hawaii.

Es gibt also viele Gründe, von einem Besuch auf dieser Inselgruppe zu träumen. Obwohl man im Flugsimulator ja eigentlich an jedem Ort in dieser (virtuellen) Welt fliegen kann, ist Hawaii bei den meisten von uns eher kein Thema. Denn wer sich die Lage der Inselgruppe näher betrachtet stellt schnell fest, dass er mit einem Jet mindestens sechs Stunden Flugzeit einrechnen muss, will er ohne Zeitbeschleunigung sein Ziel erreichen.

Dennoch hat Anfang des Jahres die Designschmiede FS Dreamteam den internationalen Flughafen von Honolulu herausgebracht und jüngst zwei weitere Flughäfen der Inselgruppe veröffentlicht – Lihue und Hilo. Letztere sind nur als Bundle unter dem Namen „Hawaii Vol. 1“ erhältlich. Wie bei FS Dreamteam üblich, sind die Airports sowohl für den FS2004 wie auch für den FSX gemacht.

Spätestens damit wird das Angebot auch für Langstreckenmuffel interessant, da nun Shuttleflüge zwischen den Inseln eine gelungene Abwechslung bieten. Also stelle ich euch am Besten gleich alle drei Airports vor.

Installation und Kauf

Der aufmerksame Leser wird jetzt über die Reihenfolge stutzen, aber es funktioniert bei FS Dreamteam tatsächlich so. Zunächst erfolgt der Download der Szenerien direkt von der Homepage der Entwickler. Dort liegen beide Versionen (FS2004 und FSX) als separater Download bereit. Die größte Datei umfasst 76 MB, die kleinste liegt bei 47MB, sodass der Download in kürzester Zeit erledigt werden kann.

Sämtliche Versionen verfügen über ein Installationsprogramm, das die Einbindung in die jeweilige FS-Version automatisch erledigt und die Szenerie auch gleich in der Szeneriebibliothek anmeldet. Anschließend kann man die Szenerien im Demo-Modus für kurze Zeit in Augenschein nehmen. Nach Ablauf der Demo-Zeit verschwinden sämtliche Gebäude und nur das Bodenlayout bleibt zurück. Somit bietet sich schon vor dem Kauf die Möglichkeit, die Szenerie hinsichtlich der Performance und sonstiger Kriterien zu testen. Da die Demo-Zeit mit jedem Neustart des Simulators erneut zur Verfügung steht, ist dies eine faire Möglichkeit, die Szenerie gründlich in Augenschein zu nehmen.

Möchte man die Airports dauerhaft im Simulator haben, wird ein Freischalt-Code benötigt, der auf verschiedene Art und Weise erworben werden kann. Die einfachste Methode ist der Kauf direkt aus dem Flight Simulator heraus. Hierfür öffnet man den Menüpunkt „Addon Manager“, wählt den gewünschten Flughafen und klickt auf „Buy“. Diese Methode setzt die Verwendung einer Kreditkarte voraus. Es geht aber auch anders. Im gleichen Menü findet sich auch die Option „Buy on the Web/PayPal“, die auf den Store von eSellerate verweist, wo der Freischaltcode für den Airport ebenfalls gekauft werden kann. Hier ist es alternativ auch möglich, via PayPal zu bezahlen. Ebenso ist es nur über das Webportal möglich, mehrere Addons gleichzeitig zu kaufen und somit zeitweise angebotene Discount-Coupons einzulösen. Der gemeinsame Kauf von „Honolulu“ und „Hawaii Vol. 1“ spart mit dieser Methode ein paar Euro gegenüber dem Einzelkauf. Hat man den Freischaltcode über die Website erworben, muss der gekaufte Airport über die Option „Register Serial“ im Addon Manager noch manuell eingegeben werden. Beim Kauf direkt aus dem Flight Simulator entfällt dies und der Airport ist sofort einsatzbereit. In beiden Fällen lässt sich der RegKey für spätere Installationen separat über den Addon Manager sichern.

Auf nach Hawaii!

Mein erstes Ziel soll der Honolulu International Airport sein. Er liegt auf der Insel Oahu. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen diesen Flughafen von der amerikanischen Westküste aus anzufliegen. Trotz der großen Distanz bedeutet dies übrigens nicht automatisch, dass hier ein Langstreckenflugzeug zum Einsatz kommt. Ich orientiere mich an einer realen Verbindung von Seattle nach Honolulu, die unter anderem von Alaska Airlines mit einer Boeing 737-800 bedient wird. Unter der Flugnummer 851 legt sie die Strecke von 2675 NM lt. Flugplan in 6 Stunden und 3 Minuten zurück. Für die von mir verwendete 737-800 von iFly gibt es übrigens auch eine passende Lackierung mit einem blumengeschmückten Eskimo auf dem Leitwerk, dem sogenannten „Lei tail“. Da ist man doch schon entsprechend eingestimmt, auch wenn das Wetter in Seattle an diesem Morgen alles andere als freundlich ist.

Ein paar Zahlen und Fakten zu Honolulu Int. (HNL / PHNL)

Während des Fluges hatte ich die Gelegenheit, ein paar Dinge über den Flughafen herauszufinden, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Eröffnet wurde der Airport im März 1927 als John Rodgers Airport, benannt nach dem Marineoffizier im ersten Weltkrieg John Rodgers. Zwanzig Jahre später wurde er umbenannt in Honolulu Airport, die Ergänzung „International“ bekam er 1951. Zu dieser Zeit war es der drittgrößte Airport der USA und 1953 war die knapp 4.000 Meter lange Piste die längste der Welt. Der Flughafen war für viele Pazifik-Passagen ein unverzichtbarer Zwischenstopp.

In späteren Jahren verlor Honolulu ein wenig an Bedeutung, nachdem immer größere und leistungsfähigere Flugzeugtypen eine Zwischenlandung überflüssig machten. Dennoch herrscht auch heute noch reger Betrieb auf dem Airport. Durchschnittlich gibt es ca. 900 Flugbewegungen am Tag. Mehr als die Hälfte davon sind planmäßige Verbindungen. Hawaiian Airlines ist dabei der Platzhirsch in Honolulu, mit weitem Abstand gefolgt von United und Japan Airlines.

Der Flughafen verfügt über drei Terminals, die untereinander mit Shuttlebussen verbunden sind, den sogenannten Wiki Wiki-Bussen, abgeleitet von dem einheimischen Wort für „schnell“.

Das Commuter Terminal (Gates 71-80) bedient die kleineren Airlines mit ihren Flügen zwischen den einzelnen Inseln. Das Interisland Terminal (Gates 49-61) versorgt die Jets von Hawaiian Airlines für die Flüge zwischen den Inseln und einige Festlandverbindungen. Das Main Terminal (Gates 6-34) schließlich dient den Verbindungen zum amerikanischen Festland und den internationalen Zielen. Es steht allen Gesellschaften gleichermaßen zur Verfügung. Es gibt keine festgelegten Gates für bestimmte Fluggesellschaften.

Die Szenerie

Die Landung auf der Reef-Runway hat zur Folge, dass uns ein längerer Weg zum Terminal erwartet. Beim Verlassen der Piste über Taxiway RG haben die Passagiere auf der rechten Seite einen schönen Ausblick auf die Skyline von Honolulu. Dann geht es vorbei an der Seaplane Base und diversen Hangars der General Aviation. Auf Taxiway C rollt man schließlich an dem großen Wartungshangar der Continental Airlines vorbei bis es über Taxiway E zum Main Terminal geht. Gate 16 ist unser und nachdem die Triebwerke abgeschaltet wurden, rückt dank AES-Unterstützung auch gleich die Service-Armada an.

Während die Maschine für den Rückflug präpariert wird, ist endlich Zeit für ein bisschen Sight-Seeing vor Ort. Wie bei FS Dreamteam nicht anders zu erwarten, gibt es auch in Honolulu nichts zu meckern. Die Umsetzung der einzelnen Gebäude ist sehr gelungen, die Texturen sind stimmig. Zahlreiche Fahrzeuge, Paletten, Trucks, Zäune und vieles mehr sorgen für eine lebendige Atmosphäre. Die Botanik ist landestypisch angepasst, ebenso wie die Zuwege zum Flughafen an das Straßennetz von Ultimate Terrain USA. Landseitig ließ man sich auch nicht lumpen und hat der Szenerie zahlreiche Straßen und Rampen spendiert, nicht ohne die entsprechende Beschilderung zu vergessen. Sämtliche Parkplätze und Parkhäuser sind mit dreidimensionalen Fahrzeugen gut befüllt worden. Die Parkhäuser verdienen hier besonderes Lob, so realistisch habe ich dies noch in keiner anderen Szenerie gesehen. Das einzige, was fehlt, ist ein bisschen Bewegung auf dem Airport. Da sieht man mal, wie verwöhnt man doch vom German Airports Team ist! AES lite weckt Begehrlichkeiten am anderen Ende der Welt…

Nix zu meckern?

Trotz der vielen Details hat die Szenerie eine recht hohe und stabile Ablaufgeschwindigkeit, wenn – ja wenn – da nicht öfters diese nervigen Ruckler wären. Lässt man den Blick mit dem Coolie Hat über den Airport schweifen, dann wird die „Kamerafahrt“ des Öfteren kurz unterbrochen. Nach einem kurzen Blick ins FS Dreamteam Forum sehe ich, dass ich nicht allein mit diesem Problem dastehe. Gut, mein Rechner ist jetzt nicht mehr der letzte Schrei, aber im FS2004 rennt eigentlich jede Szenerie wie Teufel. Die Entwickler geben dem FS2004 die Schuld, denn er ist offenbar nicht in der Lage, die großen Textur-Bitmaps entsprechend schnell zu laden und zu verarbeiten. Sie bieten daher einen Patch an, der die Bitmaps kleiner rechnet und das Problem bei leichter Einbuße der Texturqualität aus der Welt schafft. Also schnell den Patch geladen, ausgeführt und siehe da – kein Ruckeln mehr! Meines Erachtens hat die Qualität auch nicht gelitten, daher meine dringende Empfehlung, diesen Patch zu installieren, sollten Ruckler auftauchen. Bei Nichtgefallen kann man durch Neuinstallation der Szenerie ja auch den alten Zustand wieder herstellen. Somit kann ich abschließend sagen: „Nein, es gibt nix zu meckern!“

Weiterflug nach Lihue

Die Verbindung zwischen den einzelnen Inseln von Hawaii wird unter anderem von Hawaiian Airlines angeboten. Die Fluggesellschaft hat hierfür eine Flotte von Boeing 717-200 Maschinen, die für den Shuttlebetrieb zwischen den Inseln eingesetzt wird. Leider habe ich dieses Muster nicht in meinem Hangar, daher fliege ich nach Lihue mit einer MD-82. Für den Maddog von Leonardo gibt es eine passende Livery der Hawaiian Airlines, sodass ich stilgerecht unterwegs sein kann.

Das Flugzeug steht am Interisland Terminal zum Abflug bereit. Über den Taxiway L und A gelangt man schnell zur Piste 08L. Sie ist mit 12.300 ft die längste Bahn der insgesamt 4 Pisten des Airports. Nach dem Start geht es in eine 180°-Kurve zurück auf Kurs 260° zu unserem Kurztripp nach Lihue. Der Flughafen liegt an der Südost-Küste der Insel Kauai. Die Flugzeit beträgt ca. 40 Minuten.

Lihue verfügt über 2 Landebahnen mit 6.500 ft Länge und der Ausrichtung 03/21 und 35/17. Lediglich auf Piste 35 gibt es einen ILS-Approach bzw. LOC-Approach. Alle anderen müssen per VOR/DME oder RNAV-Verfahren angeflogen werden. Der Wind zwingt uns heute zu einem Anflug auf Piste 21, allerdings ist es nahezu wolkenlos, sodass wir einen Visual Approach machen können. Im hinteren Drittel der Piste verlassen wir die Bahn nach rechts in Richtung Terminal. Hier befinden sich insgesamt acht Gates, die über Passagierbrücken verfügen. Es kann aber auch so geparkt werden, dass die Passagiere über Treppen das Flugzeug verlassen können. Letztere Variante ist zur Zeit noch zu bevorzugen, da die Hawaiian Airports noch nicht mit AES versorgt werden und die Passagierbrücken somit nicht andocken können. Dieser Zustand wird sich sicherlich in der Zukunft bald ändern, denn bislang sind noch alle Szenerien von FS Dreamteam mit AES versorgt worden.

Ein paar Zahlen und Fakten zu Lihue (LIH / PHLI)

Viel gibt es nicht zu erfahren über diesen relativ kleinen Airport. Es gibt zahlreiche tägliche Verbindungen zu den anderen Inseln, sowie ein paar direkte Festlandverbindungen der großen amerikanischen Airlines – US Airways, United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines bedienen den Flughafen mit Boeing 757-200 Maschinen, Alaska Airlines und WestJet fliegen jeweils mit Boeing 737-800 Maschinen hierher. Pro Jahr finden hier gut 100.000 Flugbewegungen statt.

Die Szenerie

Der positive Eindruck von Honolulu führt sich in dieser Szenerie fort. Alle wesentlichen Gebäude wurden mit viel Liebe zum Detail erstellt. Die Farbgebung der Texturen wirkt äußerst natürlich und die Auflösung reicht für höchste Ansprüche. Die zahlreichen Fahrzeuge und sonstigen Zusatzausstattungen sorgen für ein natürliches Umfeld. Der photoreale Untergrund passt sich gut in die restliche Umgebung ein. Speziell der Region angepasste Botanik rundet das Bild ab. Selbstverständlich verfügen alle Rollwege und Pisten über dreidimensionale Beleuchtung und korrekte Beschilderung.

Alles perfekt?

Fast – In der ersten Version gab es noch ein Problem mit versinkenden Texturen der Landebahn. Aber auch hier war nach kürzester Zeit im Forum ein Patch verfügbar, der diesen Fehler beheben konnte. Ich denke, die Installationsdatei wurde ebenfalls aktualisiert, sodass nur Käufer der ersten Stunde betroffen waren.

Weiter geht’s nach Hilo

Nach einer Woche Aufenthalt in Lihue starte ich schließlich zur letzten Station der Reise, nach Hilo. Das Wetter hat sich leicht verschlechtert, es ist wolkiger und der Wind hat gedreht. Die Flugvorbereitungen sind schnell erledigt. Wir fliegen von der Insel Kauai zunächst zurück nach Oahu und dann vorbei an Molokai, Lanai, Maui und Kahoolawe nach Hawaii. Im Osten von Hawaii liegt der Hilo International Airport. Wind und Wetter erfordern einen ILS-Approach auf Landebahn 26. Der Flug wird insgesamt knapp eine Stunde dauern.

Hilo besitzt zwei sich kreuzende Landebahnen mit der Ausrichtung 3/21 (5.600 ft) und 8/26 (9.800 ft). Die Piste 26 verfügt darüber hinaus über ein Instrumenten-Landesystem (ILS).

Ein paar Zahlen und Fakten zu Hilo (ITO / PHTO)

Das Terminal befindet sich südlich der Piste 8/26, während am westlichen Ende des Areals im ehemaligen Terminal an der Piste 3/21 heute das Frachtzentrum untergebracht ist. Dieser Teil des Flughafens wird auch zum Teil militärisch genutzt.

Der Apron vor dem Passagierterminal verfügt über zehn Parkpositionen, allerdings können nur acht davon genutzt werden, da die anderen beiden als Stellplatz für bis zu 11 Hubschrauber herhalten müssen. Es sind darüber hinaus sieben Passagierbrücken vorhanden.

Im Jahr 2008 gab es 75.598 Flugbewegungen, bei denen 1.352.808 Passagiere und 22.223 Tonnen Fracht transportiert wurden.

Hilo war übrigens der Ausgangspunkt eines der spektakulärsten Zwischenfälle der Luftfahrtgeschichte. Am 28. April 1988 startete von hier eine Boeing 737 der Aloha Airlines mit dem Ziel Honolulu. Während des Fluges kam es zu einer explosiven Dekompression, bei der ein Großteil des Kabinendaches weggerissen wurde. Eine Stewardess wurde aus der Maschine geschleudert, weitere 65 Passagiere und Crewmitglieder wurden verletzt. Trotz der massiven Beschädigung des Flugzeugs gelang den Piloten eine Notlandung auf dem Kahului Airport auf Maui.

Die Szenerie

Auch hier leistet sich FS Dreamteam keine Schwächen. Die Umsetzung ist vergleichbar mit Lihue und Honolulu. Anstatt mich ständig zu wiederholen, zeige ich lieber noch ein paar Bilder.

Damit wäre meine kleine Hawaii-Rundreise schon am Ende. Die bislang gezeigten Bilder sind aus der Perspektive eines Dickblech-Fliegers entstanden und sind ausschließlich aus dem FS2004. Nachfolgend möchte ich noch ein paar Detailaufnahmen aus dem FSX hinzufügen.

Honolulu im FSX

Lihue im FSX

Hilo im FSX

Was ist anders im FSX?

Ich habe ja bei meinem Hawaii-Flug bemängelt, dass sich auf den Flughäfen nichts bewegt. Dies trifft im FSX nur bedingt zu, denn der FSX bringt bekanntlich animierten Fahrzeugverkehr mit. Und die Entwickler haben zusätzlich einige Animationen hinzugefügt, die im FS2004 technisch nicht möglich sind. Dazu gehören beispielsweise Palmen oder Fahnen, die sich im Wind bewegen. Außerdem sind in den FSX-Versionen der Szenerien auch ein paar Flughafenfahrzeuge unterwegs. In Honolulu ist zudem der Wiki-Wiki-Shuttle-Bus animiert und zieht seinen Bahnen über das Airportgelände. Trotzdem sind diese Animationen insgesamt recht sparsam verteilt und kommen nicht an den tollen Eindruck heran, den AES-light in dieser Disziplin vermittelt.

Im direkten Zusammenhang mit der Fliegerei bieten die hawaiianischen Szenerien im FSX noch animierte Jetways und animierte Hangar-Tore, die sich über die Funktion „YouControl“ öffnen und schließen lassen. Mit der Tastenkombination „Ctrl + F12“ wird ein Dialogfenster aufgerufen und der entsprechende Hangar ausgewählt. Dass die Tore des Hangars vorbildgetreu aufgleiten versteht sich natürlich von selbst. Die Hallen sind übrigens nicht leer sondern verfügen über eine gut ausgestattete Inneneinrichtung.

In Honolulu gibt es zusätzlich zu „YouControl“ noch die Funktion „ParkMe“. Sie wird über die Tastenkombination „Ctrl + Shift + P“ aufgerufen. Über das anschließend erscheinende Menü wird zunächst die Parkposition ausgewählt, an der man sein Flugzeug gerne abstellen möchte. Hat man das entsprechende Gate gewählt, wird das Docking System aktiviert. Es ist dem realen Vorbild von RLG Docking Systems Inc. Nachempfunden. Es erkennt automatisch den verwendeten Flugzeugtyp und lotst den Piloten in die Parkposition. Allzu schlampig sollte man das Einparken mithilfe von ParkMe jedoch nicht angehen, denn der Einparkvorgang wird anschließend vom System analysiert und bewertet. Nur wer ordentlich einparkt, wird mit einem „Very good Parking!“ belohnt.

Dokumentation

Abschließend noch ein paar Worte zur mitgelieferten Dokumentation. Die jeweiligen PDFs sind lesefreundlich im Querformat erstellt worden. Für Honolulu umfasst es 32 Seiten, für die Hawaiian Airports kommen 30 Seiten zusammen. Die Manuals sind komplett in Englisch verfasst. Erklärt werden in Wort und Bild der Installationsvorgang sowie die Funktionsweise der beiden Features ParkMe und YouControl.

Danach folgt jeweils ein kompletter Satz SID und STAR Charts (sofern vorhanden), sowie Kartenmaterial vom Flughafenlayout und der einzelnen Instrumenten-Anflugverfahren. Somit steht einer ordentlichen Flugplanung nichts mehr im Wege.

Fazit

Der Honolulu International Airport ist sicherlich ein interessantes Ziel und in der Umsetzung von FS Dreamteam in jedem Fall ein Leckerbissen. Dennoch wird es viele Simmer abgehalten haben ihn zu kaufen, da der Festland-Flughafen mindestens sechs Flugstunden entfernt von der Inselgruppe liegt.

Natürlich hätte man auch Flughäfen innerhalb der Inselgruppe anfliegen können, aber das Landen auf Standard-Airports macht keinen Spaß. Spätestens mit den Hawaiian Airports Vol. 1 ist das nun vorbei. Die beiden neuen Flughäfen sind zwar deutlich kleiner als Honolulu, können aber sowohl große Jets als auch kleine GA-Flugzeuge gleichermaßen aufnehmen. Das herumpendeln zwischen den drei vorhandenen Airports macht Spaß, da die Flugzeit gering und die Abwechslung groß ist. Besitzer von Ultimate Terrain U.S.A. und einem dazu passenden Mesh können die Insellandschaft noch besser genießen, zumal sich alle Szenerien gut darin einpassen. Die beiden Szenerie-Pakete von FS Dreamteam sind kein „Must-have“ aber zusammen sind sie eine tolle Spielwiese für kurze Feierabendflüge und durchaus empfehlenswert.


PRO CONTRA
  • Je eine Version für FSX und FS2004
  • Akkurate Gebäudeumsetzung
  • Gute und stimmige Texturen für
    Gebäude und Untergrund
  • AES-Unterstützung (bislang nur
    für Honolulu)
  • Gute Performance
  • ParkMe und YouControl (nur FSX)
  • Testmöglichkeit vor dem Kauf
INFORMATION TESTSYSTEM
  • ENTWICKLER: FS Dreamteam
  • DISTRIBUTOR:virtuali s.a.s
  • HOMEPAGE: www.fsdreamteam.com
  • PREIS: je 22,90 €
  • Intel Core2Duo E8500 @ 3,17 GHz
  • 4092 MB RAM
  • Geforce 8800GTS 512 MB
  • Windows 7 Home Premium

Frank Schmidt

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