Review: Maastricht-Aachen X

Maastricht-Aachen – ein Flughafen, auf den die meisten Drehstuhlpiloten wahrscheinlich nicht gewartet haben. Warum hofft Aerosoft also, dass wir dafür Geld ausgeben sollten? Holger Kistermann hat sich auf die Reise in den Westen gemacht.

Koffer packen für eine Reise an einen ziemlich verlassenen Ort. Ja, das Objekt meiner Rezension ist wirklich nicht gerade der Nabel der Welt und dürfte so manchen Spotter bereits in Verlegenheit gebracht haben, der auf abwechslungsreichen Flugverkehr gehofft hat. Ungefähr so präsentiert sich auch der Flughafen im Flight Simulator. Welchen Grund gibt es also, Maastricht-Aachen X zu rezensieren? Ganz einfach: Weil diese Szenerie symbolisch für eine Reihe weiterer Regionalflughäfen steht und es an ihm abzuklopfen gilt, wie es mit der Qualität dieses und vergleichbarer Produkte aus dem Hause Aerosoft steht.

Kann ich denn überhaupt ein Produkt rezensieren und damit andere dieses Genres über einen Kamm scheren? Ist es nicht vielmehr so, dass die Produkte von unterschiedlichen Designern erstellt werden und “rein zufällig” unter dem Aerosoft-Label veröffentlicht werden? Ja, das ist so. Und ja, das ist auch nicht besonders fair. Nichtsdestotrotz bekommen all diese Produkte den Aerosoft-Stempel aufgedrückt. Aerosoft ist also die Marke, die im Fokus der Kundenwahrnehmung steht und damit ist Aerosoft auch dafür verantwortlich, wie es um die Qualität der Produkte bestellt ist – wollen sie nicht ihren Ruf verlieren.

Doch zurück zum Ausgangspunkt: Die Koffer sind gepackt, doch wie komme ich am geschicktesten nach Maastricht-Aachen? Direktflüge sind eher mau. Germanwings bietet lediglich Flüge nach Berlin-Schönefeld an. Ryanair bietet, genauso wie Transavia, ausschließlich Flüge in die Sonne an. Wer also nach Italien, Spanien, Griechenland oder die Türkei möchte, bitte hier einsteigen. Das Flugangebot schwankt übrigens mit den Ferienzeiten. Gerade jetzt im Winter, ist es also verflucht still: Ciraca fünf Bewegungen am Tag, meistens jedoch Frachtmaschinen. Nein, das ist nichts. Um nach Maastricht-Aachen zu fliegen, braucht es also ein Zugticket oder einen Leihwagen. Da beides im Flight Simulator nicht nachgebildet wird, muss es also ein Charterflug sein. Auf geht’s…!

 

Umfang, Download und Installation

Die Features-Liste liest sich eigentlich so, wie man es von einem modernen Addon erwartetet. Anpassung für den AI Traffic, hochauflösende Luftbildtexturen, 3D-Objekte – sowohl statisch als auch animiert, realistische Vorfeldbeschilderung und – das ist tatsächlich ein Novum bei Aerosoft – 3D-animierte Personen, deren Animation mittels Motion-Capturing programmiert wurde. Das schauen wir uns später an. Die Features-Liste hat aber noch mehr zu bieten, schließlich wird dort tatsächlich der Verzicht auf die Online-Aktivierung als Feature aufgezählt! Vielleicht hat die Marketing-Crew vor lauter Selbstironie einfach nur vergessen, den Smiley dahinter zu setzen. Anders kann ich mir es nicht erklären…

 

Nun gut. Download und Installation mittels Installer klappen gut. Nur ca. 290 MB müssen auf die heimische Festplatte transferiert werden. Bedenkt man, dass davon ein Großteil von der fotorealistischen Bodentextur in Anspruch genommen wird, ist klar, dass der Flughafen selbst wirklich furchtbar klein ist.

 

Maastricht-Aachen im FSX

Anflug auf Maastricht-Aachen. Die Luftnavigationskarten zeigen ein furchtbares Wirrwarr aus ineinander verschmelzenden kontrollierten Lufträumen in unterschiedlichen Höhen. Das ist eine besondere Herausforderung für VFR-Piloten, denn es gibt praktisch keine Himmelsrichtung, aus der man den Flughafen ohne vorherigem Vergegenwärtigen der Luftraumstruktur anfliegen kann. Die Dokumentation beinhaltet übrigens umfangreiches Kartenmaterial, allerdings hauptsächlich für den IFR-Verkehr. Als solcher habe ich es im Simulator einfacher: Ich fliege stur nach Instrumenten und folge brav den Anweisungen der ATC. Die holt mich irgendwann von meinem Airway ab und bittet mich, den Sinkflug zu beginnen. Die Anflugrouten sind ja im Flight Management Computer programmiert, so dass ich gar nicht in die Verlegenheit kommen dürfte, mir über Sicherheitsmindesthöhen, Pflichtmeldepunkte und dergleichen mehr ernsthaft den Kopf zu zerbrechen. Also lieber noch ein Bier ins Cockpit bringen lassen und die Landschaft genießen.


Im Süden grüßen die Ausläufer der Eifel. Bei gutem Wetter reflektiert die virtuelle Sonne in den Stauseen des Hohen Venns, während die Landschaft nach Norden hin bis zum Horizont immer weiter ausläuft. Dazwischen verläuft, bereits von Weitem gut sichtbar, die stark mäandrierende Maas. Ja, so macht der virtuelle Flug Spaß… Benutzer von Luftbildszenerien, also VFR Germany, NL2000 und der erst kürzlich auf simFlight.de vorgestellten Fototapete für Belgien von Waffleflight, fliegen nahtlos den Flughafen im Dreiländereck an, ohne auf Details verzichten zu müssen. Natürlich ist die Szenerie zur NL2000-Szenerie kompatibel.

Der Flughafen wirkt allerdings etwas dröge. Nein, bitte nicht missverstehen, das liegt nicht an den Leistungen von Andras Kozma, sondern vielmehr am realen Vorbild. Es gibt eine recht lange Piste und äußerst zweckmäßig gehaltene Gebäude links und rechts davon. Hier hat kein Stararchitekt versucht, sich selbst zu verwirklichen. Eher war wohl Sparsamkeit das Gebot der Stunde. Was ja auch Sinn macht, denn diese Region ist nunmal nicht der Nabel der Welt!

 

Entsprechend präsentiert sich der Flughafen auch im FSX. Kozma hat es verstanden, den Flughafen so darzustellen, wie ein Flughafen halt aussieht, der vielleicht fünf nennenswerte Bewegungen am Tag hat: Etwas verlassen eben – aber die Bereiche, auf die es ankommt, sind gut in Schuss gehalten. Das spiegelt sich vorallem in den Texturen wieder: Standesgemäß wurden diese entweder mit Fototexturen versehen oder sie wurden mit manuell generierten Texturen überzogen. Überall, wirklich überall, stehen neben den Gebäuden zahlreiche weitere 3D-Objekte herum: Seien es Fahrzeuge, Pushback-Stangen, Wohnwägen und dergleichen mehr. Die Szenerie bietet viel mehr als nur den Flughafen sondern auch die direkte Umgebung. Dementsprechend gibt es zahlreiche Bürogebäude und Lagerhallen mit noch mehr Autos, noch mehr LKWs und anderen Details.

 

“Andere Details” sind beispielsweise auch die animierten 3D-Männchen, die auf der Featuresliste angepriesen wurden. Naja, ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich habe wirklich seeeehr lange suchen müssen, bis ich sie gefunden habe. Ich habe mir eher animiertes Vorfeldpersonal darunter vorgestellt, das zum Flieger eilt, sobald man die Parkbremsen gesetzt hätte. Leider Fehlanzeige. Denn diese Männchen sieht man im Normalfall leider so gut wie gar nicht – schließlich sind sie viel zu spärlich über das Gelände verstreut und sie sind versteckt. So habe ich zwischen zwei Lagerhallen einen Arbeiter entdeckt, der ein unsichtbares Loch grub. Zwei andere Männchen habe ich auf dem Parkplatz finden können, die offensichtlich auf der Suche nach ihren Autos waren – ohne Erfolg übrigens: Es ist keines eingestiegen und weggefahren. Da haben wir bei den Konkurrenzprodukten von Orbx bereits ganz andere Animationen gesehen. Soll ich jetzt sagen “schade, dass Orbx nicht ‘Maastricht-Aachen’ designed hat?”

Vielleicht. Es kommt natürlich auch immer darauf an, welche Maßstäbe man an ein Produkt für knapp 15,- € anlegt. Noch viel mehr kommt es darauf an, worauf man bei einer Szenerie Wert legt: Für mich steht ganz klar die Authentizität im Vordergrund. Transportiert diese Szenerie für mich die Illusion, dass ich wirklich dort wäre? Dass ich tatsächlich im Cockpit sitze und einen flüssigen Anflug auf einen Regionalflugplatz erlebe? Ja, das tut die vorliegende Szenerie zweifelsohne. Und das reicht mir.

Jahreszeittexturen gibt es übrigens nicht. Die braucht es auch nicht – schließlich ist Schnee in dieser Region selten. Dass das Gras im Winter dunkler aussieht als im Sommer hat übrigens nichts mit den Texturen zu tun sondern mit den Farbpaletten, die der FSX für die Jahreszeiten variiert.

Die Nachtbeleuchtung hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Wer Thorsten Loths (sim-wings) Gibraltar X-Szenerie kennt, weiß, wie gut Nachtbeleuchtung im Flight Simulator aussehen kann. Dort wurden die Lichtquellen förmlich in die Texturen gebrannt, so dass jede Lichtquelle ihre helle Fläche und ihren Schatten hat. Dadurch ergibt sich ein verblüffend plastischer Eindruck. Andras Kozma hingegen hat lediglich die Bodentexturen für die dunkle Tageszeit angepasst. Dementsprechend sind zwar Schriftzüge und Fenster etc. an den Gebäuden illuminiert, aber die Fassaden sind ansonsten dunkel – ganz gleich, ob sich dort eine Lichtquelle befindet oder nicht.

 

Noch ein paar Worte zu den Texturen: Es gibt zwei, leider recht große, Stellen, an denen der Designer mit wenig Aufwand ein viel besseres Ergebnis hätte erreichen können. Erstens wäre da die Textur für die Runway zu nennen. Diese besteht nämlich lediglich aus einem hoch aufgelösten Foto (15cm / Pixel). Was auf der einen Seite recht gut aussieht, erweist sich bei näherem Betrachten als Nachteil: Die Markierungen fransen aus und man sieht, dass der Asphalt aus mehreren dunklen Punkten mit unterschiedlicher Helligkeit besteht. Vielleicht hätte man nicht gleich zu einer Standardtextur zurückgreifen müssen, um ein besseres Ergebnis zu erreichen – aber es gibt auch andere Techniken, mit denen man beide Nachteile hätte vermeiden können.

Eine andere Sache ist der Taxiway Whisky. Dem fehlen über eine weite Strecke jegliche Markierungen. Das entspricht nicht dem realen Vorbild. Gerne würde ich wissen, woher die deutlich sichtbaren Abriebspuren kommen. Machen hier die Flugzeuge regelmäßig Vollbremsungen bei deaktiviertem Anti-Skid? Oder wollte der Designer einfach nur ein paar Akzente setzen?

 

Fazit

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Unterm Strich hat das Produkt einen guten Eindruck bei mir hinterlassen. Die Szenerie wirkt authentisch: Hier haben wir es mit einem Regionalflughafen zu tun, der irgendwie organisch gewachsen ist. Dementsprechend gibt es keinen Architekturpreis für das Terminal oder die angrenzenden Gebäude. Die Zeit ist schlichtweg an dem Flughafen vorbeigestrichen: Der Flughafen hatte nie sonderlich gute Zeiten und wird vermutlich auch nie welche haben. Designer Andras Kozma hat es verstanden, genau dieses Flair einzufangen.

Aerosoft zählt als Feature ein “gutes Preis-Leistungs-Verhältnis” auf. Normalerweise gehe ich nicht auf das Pricing im Rahmen einer Rezension ein – schließlich wird ja Keiner gezwungen, Geld für ein Addon auszugeben. Entweder ist es einem das Geld wert oder nicht. Maastricht-Aachen X wird für unter 15,- € verkauft. Ich meine, die Szenerie ist wirklich jeden Cent wert. Vielleicht trägt ja der Preis dazu bei, dass das virtuelle Maastricht-Aachen häufiger frequentiert wird als sein reales Vorbild.

 

Pro Contra
  • Umfangreiches Kartenmaterial
  • Sehr viele versteckte Details
  • Farbgebung der Luftbildtexturen
  • Flair
  • Performance
  • Texturen (Runway, Taxiway W)
  • Nachtbeleuchtung
Informationen Testsystem
  • Intel i7 2600K
  • nVidia GeForce GTX 570
  • 8 GB RAM

 

 

 

 

 

17 Comments
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Danke für die Review! Allerdings gibt es bereits eine schöne Maastricht Szenerie for Free von NL2000. Schade, dass man nicht mehr danach geht, welche Airports es noch gar nicht gibt.

Wie wäre es z.B mit Bergamo!?

Mika

@Mika:

Bergamo gibt es doch (freeware von der ehem. ISD-Group).

Ist zwar nicht mehr wirklich auf dem Stand der Dinge, aber ganz nett.
Eine LIME-Scenery mit Fototapete wär mir aber auch lieber. Man muss sich wirklich wundern, dass immer noch soviele Airports nicht umgesetzt sind…

Genau. Oder Düsseldorf, Dresden, Nürnberg, Saarbrücken, Friedrichshafen (okay, der kommt bald), Rom, Mailand Linate, Bologna,Bari, Verona, Florenz, Marseille, Elba, Malaga, Santiago de Compostela, Bordeaux, Toulouse, Zagreb, Dubrovnik, Graz, Belgrad, Burgas, Sofia, Istanbul, Kairo, Kopenhagen. Alles für den FSX natürlich. Das würde mir erstmal reichen. Aber Maastricht-Aachen war wohl die größere Herausforderung für den Designer. 😉

Für Dusseldorf und einige andere der von Dir genannten Airports gibt`s bereits (z.T. sehr gute) Freeware-Szenerien. Für Florenz gibt es sogar seit Ewigkeiten eine Payware von Aerosoft, Kopenhagen gibt es auch schon. Und, dieses Fettnäpfchen sei mir gestattet, Istanbul und Kairo braucht doch kein Mensch… 😉

…oder auch mal nicht europäisch. Ich finde es sehr schade, daß es quasi überhaupt keine japanischen Airports für den FSX gibt (jedenfalls nicht wirklich fündig geworden, korrigiert mich -bitte ;-)), wenn ich falsch liege).
Tokyo, Osaka, Fukuoka, Hiroshima…
Für den FS2004 gab’s sowas mal von Overland. Aber auch die machen leider keine Updates für ihre Szenerien.

Sowas wäre evtl. für einen weiteren Personenkreis interessanter als ausgerechnet Maastricht…

Hallo Enno,

die Overland-Szenerien beutze ich ohne Einschränkung alle auch im FSX. Die funzen also. (In ein leeres Verzeichnis installieren und dann manuell im FSX anmelden) Natürlich ohne AES und man sieht sehr deutlich, dass diese Szenerien “vor einer halben Ewigkeit” programmiert wurden.

Immanuel

Naja, ich rede vom FSX. Da ist mir nix für Florenz bekannt – oder habe ich was übersehen? Von den restlichen Destonationen ist, bis auf wenige Ausnahmen, auch noch nichts erschienen. 🙁

Huch, irgendwie hat das mit dem AS-Link nicht so wirklich geklappt. Suche mal bei AS nach “Florence X”. Kannst Du sogar als gratis Demo runterladen. Und ja, ich rede auch vom FSX… ;-))

Danke…! Florenz kannte ich noch nicht. Dieses Kopenhagen will ich aber lieber nicht haben. 😉 Aber Aerosoft arbeitet ja auch an Kopenhagen. Hoffentlich wird das besser.

Sorry ist jetzt hier offtopic und betrifft noch mal GSX von FSDT:

Lieber Holger (Simflight),

Du magst ja mit Deinem letzten Kommentar zu o.g. Thema zum Teil Recht haben. 😉

ABER: Ich muß auch zugeben, dass ich bei Oskis ungewohnt barschem Ton auch erstmal schlucken mußte. Okay, dachte ich mir, jeder hat mal`n schlechten Tag. Die freudige FSDT-News hatte ich vorher allerdings schon bei FS-Flightcrew gelesen, das gebe ich offen zu. Daher wußte ich, dass Oski hier ausnahmsweise einmal falsch lag. Das ist ja aber auch erstmal nicht schlimm. 😉 Über die Reaktion ließe sich freilich disskutieren, was ich aber jetzt NICHT will.

Aber was ist denn jetzt los, dass ihr deswegen den Kommentarbereich schließt?! Hallo?! DAS wirkt dann leider aus meiner Sicht ein bisschen wie Zensur und begünstigt nur Spekulationen auf den von Dir genannten “News-Resourcen”-Sites mit den dort allgegenwärtigen “Low-Level-Disskussionen”. 😀

Ich schätze Euch und Eure Arbeit hier und anderswo wirklich sehr; und wo gehobelt wird fallen Späne, ABER: Wie es in den Wald hineinruft… 😉 Uralt – aber immer noch aktuell.

Liebe Grüße und allseits einen schönen und ruhigen Abend,

Immanuel

PS.: Sorry, das mußte ich jetzt einfach noch loswerden.

Hey, ist was ist den nun jetzt wieder in Euch gefahren?
Konnte man in den letzten Wochen registrieren das der Umgangston und die Sachlichkeit, wenn auch nach Ermahnungen und dem Auschluß eines Teilnehmers, deutlich an Qualität zugenommen hatten: so vermisse ich gerade hier wieder diese Tugenden. Merkwürdigerweise wird auf die wirklich tolle(!) Beschreibung der Tristesse dieses Airports von Holger nahe “die Käsköppe” nicht wirklich Stellung genommen. Dafür entsteht eine völlig belanglose Diskussion über bereits umgesetzte (oder nicht) Pay- oder Freeware-Szenerien, off topic. Das wurde doch gerade erst in diesem Forum durch Klaus sehr “ertragreich” diskutiert.

Danke. Und Du hast Recht…! Da kann ich mir selbst an die eigene Nase fassen. Autsch!

Hallo Immanuel,

vielen Dank für Dein Feedback. Du hast Recht: Hier ist es an der völlig falschen Stelle. Aber nun gut, die Kommentare in der anderen Diskussion habe ich geschlossen. Ich möchte sie auch nicht mehr aufmachen und ich kann aufgrund der WordPress-Limitationen Deinen Kommentar nicht dorthin verschieben.

Ich persönlich finde Oskis Kommentar eigentlich nicht sooo barsch. Das mag im Auge des Betrachters liegen – jeder nimmt “Schwingungen” anders war. Mein erster Gedanke war “huch, da hat es ein Leser aber seeeehr genau genommen.” Dann habe ich mir die Pressemitteilung angeschaut, die wir von FS Dreamteam bekommen haben und musste feststellen, dass die Jungs in der Pressemitteilung wichtige Details weggelassen haben.

Ihr könnt nicht von einem Redakteur verlangen, dass er Pressemitteilungen misstraut und stattdessen Addons installiert und die Dokumentationen liest. Das führt zu weit, schließlich werden ja Pressemitteilungen just zu dem Zwecke gemacht, damit sich Redakteure daran orientieren können und einen Text schreiben können. Insofern hätte sich Baba (Realname?) seine Spitzfindigkeit “ging wohl etwas schnell bei Euch…” sparen können. Zumal es sich mir nicht erschließt, was er überhaupt sagen wollte. Wahrscheinlich wollte er einfach nur meckern. Oski hat seinen Kommentar ironisch aufgenommen. Ich stehe ihm diese Ironie zu – denn, wie es in den Wald hinein ruft, schallt es auch wieder raus.

Als ich dann noch den Kommentar von Thomas gelesen habe, war das Fass zum Überlaufen gebracht. Warum sollten wir Redakteure uns den Schuh anziehen, dass wir Leser nicht respektieren würden? Herrschaftszeiten – wo kämen wir denn dahin? Ich sage immer wieder meinem Team: Keiner von uns sollte sich das Recht heraus nehmen, zu behaupten, er habe die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ohne die Leserschaft ist unser Tun sinnlos. Es ist aber klar, dass ich im Gegenzug auch von den Lesern Respekt einfordere und mich in diesem Fall vor meine Redakteure stelle, wenn diese so angegangen werden. Ich bitte daher, meine Entscheidung, den besagten Kommentarverlauf zu sperren, nicht als “Zensur” zu verstehen. Als Verantwortlicher für den Inhalt muss ich mir das Recht herausnehmen, das letzte Wort zu haben, damit diese Diskussion nicht noch weiter kippt.

Ich sehe insbesondere in dem Kommentar von Thomas keinen Aufruf zur Mäßigung oder den Versuch einer Erklärung. Viel mehr ging es nur noch darum, Öl ins Feuer zu gießen. Ich toleriere keine geistige Brandstiftung auf dieser Seite. Insofern war das kein Versuch einer Zensur o.ä. Nebenbei bemerkt: Der Kommentar von Thomas wurde von mir selbst freigeschaltet. Ich hätte ihn auch unkommentiert löschen können, ohne, dass es jemand von Euch gesehen hätte. Ich habe ihn absichtlich freigeschaltet, damit jeder sehen kann, welche – aus meiner Sicht merkwürdigen – Ansichten vertreten werden. Und ich habe ihn sogleich zum Anlass genommen, dem einen Riegel vorzuschieben.

Lieber Immanuel, ganz ehrlich: Vielen Dank für Dein Feedback. Gut, dass Du “das” losgeworden bist.

Lieber Holger,

okido – akzeptiert! 😉 Und es stimmt: Der Inhalt des “Päckchens” das man abschickt stimmt nahezu niemals mit dem Inhalt desselben “Päckchens” beim Empfänger überein. Auch eine ururalte Weisheit. 😀

In diesem Sinne und macht weiter so,

Immanuel

“Ja, das Objekt meiner Rezension ist wirklich nicht gerade der Nabel der Welt und dürfte so manchen Spotter bereits in Verlegenheit gebracht haben, der auf abwechslungsreichen Flugverkehr gehofft hat.”

Was ein Müll!!
MST ist einer der genialsten Cargo-Airports der Region und kann locker mit LGG mithalten, denn er besticht durch seine faszinierenden Locations. Einfach ein toller Arbeit und genial von Aerosoft ihn für den Flusi umzusetzen, denn man kann alle Spottinglocations ganz genau erkennen!