Review: German Airfields Nr. 3 ›Niedersachsen‹


Einbindung in die VFR Germany NORD

Dass mir die Einbindung in die Umgebung vom Flugplatz Lüneburg bei der Scenery Germany 2 im FS2004 so gut gefallen hat, lag sicherlich an der Tatsache, dass dort auf eine photoreale Bodentextur verzichtet wurde und sich der Flugplatz gut in der Umgebung verstecken konnte.

Aber möglicherweise lässt sich dieser Effekt auch umgekehrt erzielen. Was passiert, wenn man die photorealen Untergründe der Flugplätze mit einer Photoflächen-Szenerie der VFR Germany-Reihe kombiniert? Die German Airfields 3 liegen überwiegend im Gebiet der VFR Germany NORD. Dummerweise ist diese zu dem Zeitpunkt wo ich diese Zeilen schreibe noch nicht erhältlich. Auf Anfrage bei Aerosoft erhielt ich aber eine späte Beta-Version dessen, was in naher Zukunft als VFR Germany NORD den Weg in die Regale finden wird. Somit freue ich mich, bei dieser Rezension bereits ein paar Bilder über das Zusammenspiel beider Szenerien zeigen zu dürfen. Mit Erscheinen dieser Rezension sollte die VFR Germany NORD dann ebenfalls zu kaufen sein.

Also setze ich meinen Ersteindruck zurück und beginne noch einmal von vorne. Ich entschließe mich zu einem kleinen Rundflug und nehme bei der Gelegenheit gleich einen weiteren Bestandteil des Addons unter die Lupe…

Missionen

Wie eingangs erwähnt, sind den German Airfields 3 auch zwei Missionen beigelegt worden, wovon die erste ein Einführungsflug am Flugplatz Lüneburg ist. Ich besteige die Standard-Cessna des FSX und lasse mich unterweisen. Und in der Tat, während eines kurzweiligen Fluges über der Stadt Lüneburg wird schnell klar, dass diese beiden Szenerien ausgezeichnet miteinander harmonieren. Es kommt zwar an den Übergängen der verschiedenen Phototexturen zu Farbabweichungen, sodass auch hier die Grenzen zwischen beiden Szenerien erkennbar bleiben, dennoch wirkt dies wesentlich harmonischer als beim Übergang zur Standard-Szenerie.

Viel zu schnell ist dieser kleine Rundflug zu Ende und ich nähere mich wieder meinem Ausgangspunkt. Sehr nett, dieser Einführungsflug. Schade nur, dass es nicht für jeden einzelnen Platz so eine Mission gibt, die mich über die örtlichen Gegebenheiten informiert.

Positiv eingestimmt, habe ich auch gleich die zweite Mission absolviert, bei der man sich mit einem Helikopter vom Flugplatz Hodenhagen aus auf die Suche nach einem entlaufenen Elefanten aus dem nahe gelegenen Serengetipark begibt. Wer die Missionen des FSX durchgespielt hat, dem dürfte dieses Szenario irgendwie bekannt vorkommen. Bei mir jedenfalls sprang der Funke nicht so recht über, ich fand diese Mission eher langweilig. Eine Mission, die zwei oder mehrere Flugplätze des Paketes miteinander vereint, hätte da eher meinen Geschmack getroffen. Der Kinoflug aus „Inselhüpfen“ sein hier als gutes Beispiel erwähnt.

Die einzelnen Flugplätze

Jeden einzelnen Flugplatz hier bis ins letzte Detail zu besprechen, würde wohl den Rahmen sprengen, dennoch möchte ich zumindest jeden mit einem Bild vorstellen und auf eventuelle Besonderheiten hinweisen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Qualität der einzelnen Flugplätze bewegt sich auf einem gleich bleibend sehr hohen Niveau. Darüber, welcher der Plätze schließlich zum Lieblingsplatz wird, entscheidet wohl eher die persönliche Vorliebe und nicht die Ausführung der Designer.

Starten wir also von Lüneburg ein weiteres Mal und begeben uns in Richtung Süden zunächst nach Uelzen (EDVU).

Der Verkehrslandeplatz Uelzen wurde Anfang der 70er Jahre angelegt. Ursprünglich nur mit einer Grasbahn versehen, wurde 1976 eine 400 Meter lange Asphaltbahn angelegt, die später mehrfach verlängert wurde und heute 800 m x 20 m misst.

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Der Flugplatz ist im FSX gar nicht so leicht zu finden, da es keine markanten Orientierungspunkte in seiner Nähe gibt. Hat man ihn schließlich doch gefunden, wird man mit einer stimmungsvollen Umsetzung belohnt. Auch hier finden sich wie in Lüneburg viele kleine Details, die zeigen, dass Flugplätze meist mehr zu bieten haben außer ein paar Hangars und einem Kontrollturm.

Nicht so beschaulich geht es beim nächsten Kandidaten zu, hier kann man schon von einem richtigen Flughafen sprechen. Die Rede ist von Braunschweig-Wolfsburg (EDVE).

Der Verkehrsflughafen in Braunschweig wurde bereits in den 30er Jahren erbaut und wird heute regelmäßig für Werksflüge der Volkswagen AG genutzt. Andere, regelmäßige Verbindungen gibt es hingegen nicht. Außerdem sind hier die Forschungsflugzeuge des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie der TU Braunschweig stationiert.

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Das markante Hauptgebäude mit der aufgesetzten Tower-Kanzel war schon damals bei den German Airports ein echter Hingucker. Wer die alte Version mochte, wird von der neuen Version im FSX begeistert sein! Mit seiner 1680 Meter langen Bahn lädt dieser Flughafen auch zum Besuch mit einem größeren Fluggerät ein. Die Piste 26 verfügt sogar über ein ILS. Die betreffenden Charts haben jedoch leider nicht den Weg in das Chart-Booklet gefunden.

Von hier geht es in die Nähe von Hannover, genauer gesagt nach Hildesheim (EDVM).

Der Verkehrslandeplatz Hildesheim verfügt über eine 1220 Meter lange Asphaltbahn und ist zugelassen für Flugzeuge bis 5,7 t. Außerdem befinden sich auf dem Gelände die Produktionshallen eines Herstellers für Tragschrauber (Gyrocopter). Eine Ultraleichtflugschule sowie einer der größten Luftsportvereine Deutschlands sind ebenfalls vor Ort.

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Das weitläufige Gelände wirkt sehr zweckmäßig und hat nicht so viel Charme wie die kleineren Plätze, die im Paket enthalten sind. Das ist aber in erster Linie die Schuld des realen Vorbildes, die Umsetzung im Flight Simulator ist ebenfalls erstklassig und bietet keinen Grund zur Beanstandung.

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