Review: Bredok3D Boeing 737 MAX (MSFS)

Anfang Februar 2021 taucht ein Produkt im Simmarket auf, dessen bloßer Titel schon für Freude sorgt: Der italienische Entwickler Bredok3D präsentiert eine Boeing 737 für den MSFS, noch dazu in der MAX-Variante. Das allein klingt vielversprechend – auch wenn Bredok3D im Angebotstext selbst schon einschränkt, dass ihr Flugzeug keine großartige Systemtiefe liefert. Doch: Macht das Fliegen damit Spaß? Ist der Preis von rund 20 Euro gerechtfertigt? Oder sollte diese MAX besser ein Grounding erhalten? Wir klären auf.

Das Vorbild – ein Dauerbrenner

Die Boeing B737 MAX ist die vierte Generation der 737-Serie, die seit 1967 im Dienst ist. Es ist inzwischen das weltweit meistgebaute Verkehrsflugzeug mit Strahlantrieb und auf der Mittelstrecke der größte Konkurrent der Airbus A320. Die MAX-Varianten verfügen über ein ausgeprägtes Glascockpit-Konzept und über die sogenannten LEAP-Triebwerke, die wesentlich wirtschaftlicher arbeiten sollen, als die bisherigen CFM-Aggregate. Traurige Berühmtheit erlangte das MCAS-Trimmsystem. Fehlfunktionen des MCAS, gepaart mit unzureichender Information der Piloten über diese Technik führten zu zwei Abstürzen mit Totalverlust und insgesamt 346 Toten. Als Reaktion darauf erhielt die MAX ab März 2019 weltweite Flugverbote, die erst Ende 2020 / Anfang 2021 größtenteils wieder aufgehoben wurden.

Ob diese Umstände auch Grund dafür waren, dass die populäre 737 nicht im Fuhrpark des MSFS vertreten ist, ist spekulativ. Klar dürfte aber sein, dass ein Großteil der Sim-Piloten gerne mit dem Muster fliegen würde. Bis Prepar3d-Platzhirsch PMDG “seine” Boeing auf den Microsoft Flightsimulator bringt, wird im Stammwerk in Everett (USA)wohl noch hunderte Male die Sonne auf- und untergehen. Dieses Vakuum will Bredok3D nun füllen – eine (zu) große Aufgabe.

Exportschlager von Boeing – die 737-Familie

Umfang und Installation – umkompliziert

Das zu installierende Paket misst knapp 600 MB beim Download; entpackt benötigt es 1,39 GB auf der Festplatte. Die Installation ist denkbar einfach – schlicht den Ordner ins Community-Verzeichnis des Sim kopieren, fertig. Wichtiger Hinweis allerdings: Nur mit dem Flugmodell “modern” kann die Boeing abheben – das muss in den MSFS-Einstellungen ausgewählt werden. Neben dem eigentlichen Flugzeug liefert Bredok3D eine 17-seitiges, kurzes Manual mit. Es erklärt die wesentlichen Komponenten im Cockpit und bietet eine Schritt-für-Schritt-Startanleitung, mit der man in die Luft kommen sollte. Auch die grundsätzlichen Funktionen des Autopiloten lassen sich nachvollziehen.

Zusätzlicher Bonus: Ein Paintkit, das zudem eine Projektdatei für das kostenlose 3D-Programm “Blender” mit an Bord hat. So soll die Community für zahlreiche Liveries sorgen, was sie unter anderem auf flightsim.to bereits ausgiebig tut. Bitter nötig, denn von Haus aus gibt es nur die Boeing-Haus-Lackierung zur Auswahl. Bredok3D bittet die User um Einsendung der selbst erstellten Designs; die besten würden künftig mit verkauft. Was zunächst wie eine tolle interaktive Käuferbindung wirkt, lässt sich auch als Bequemlichkeit definieren: Andere erzeugen Inhalte, die dann für die eigene Tasche verkauft werden – kann man machen, muss man nicht…

Im Netz bereits verfügbar: Schöne Liveries.

Außenmodell – sieht ordentlich aus

Bevor es losgeht, der obligatorische Walk-around – hierbei gibt es einen genauen Blick auf das Außenmodell der 737 MAX. Und das kann sich durchaus sehen lassen. Die charakteristische Form ist klar erkennbar, die Texturen sind stimmig und greifen gut ineinander. Ruder, Flaps und Slats machen, was sie sollen; auch Fahrwerk und Reifen überzeugen. Besonders gut gefallen die markanten Sägezähne an den Hinterkanten der Triebwerke, die diese im Vergleich mit den vorherigen CFMs der 737 NG leicht als “die Neuen” erkennbar machen. Die einzelnen Schaufeln sind zu erkennen, der Blick ins und durchs Innere ist möglich und die Auslässe der Triebwerke glänzen metallisch, leicht lila – schick!

Wer jetzt allerdings sagt: “Gut gemacht, Bredok3d!” – der sollte wissen: Das Außenmodell ist von einem externen Schöpfer eingekauft. Bei der Auswahl der Quelle hat der Entwickler zwar eine gute Wahl getroffen. Doch wenn man auf die Anpassung des Grundmodell achtet, fangen die ersten Zweifel schon an. Wingflex? Fehlanzeige! Zur Verteidigung: Bredok3D weist in der Verkaufsbeschreibung darauf hin. Dennoch eine verpasste Chance, da dieses Feature inzwischen eigentlich Standard ist. Und Erleuchtung gibt es auch kaum, solange es nicht dunkel wird. Am Tag sind weder die angestellten Nav-Lights und das Taxi-Licht, geschweige denn die Landescheinwerfer wahrzunehmen. Sie werfen zwar Lichtkegel auf den Boden, aber nur in sehr seltsamen Betrachtungswinkel lässt sich erahnen, dass die Lampen aktiv sind. Immerhin: bei Nacht funktioniert es deutlich besser.

Das Cockpit – Frankensteins Monster

Nicht weiter wundern, rein ins Cockpit. Die Vorfreude ist groß – doch was ist bitte das für ein Schlachtfeld?? Zugegeben, das exakte Layout der MAX ist mir unbekannt; ich kenne die 737-800 aber recht gut. Im Vergleich dazu gibt es zwei große Displays je Pilotenplatz. Die sind auch vorhanden, sehen aber ziemlich exakt so aus, wie die in der MSFS-Standard-787. Je länger der Blick über die Instrumente schweift, desto mehr Teile sind wiederzuerkennen. Allerdings nicht vom Original, sondern von anderen Fliegern aus dem Sim. Das FMC der 747, Knöpfe im Overhead sind beim Dreamliner und der Queen of the Skies geklaut.

Von allem ein bisschen: Zusammengesetzte Instrumente

Nachts ganz in Ordnung..

Verwaschene Texturen wie vor zehn Jahren

Ein Vergleich mit Fotos des echten Cockpits verrät: Die EICAS-Buttons über den Screens gibt es so auch nicht. Links neben dem Pilotensitz klemmt ein Ansatz eines EFB. Sobald der Flieger Strom zieht, zeigt es auch etwas an – nämlich eine nicht einmal mittig auf dem Screen angeordnete analoge (!) Rudder-Trim-Anzeige. Vielleicht sollen künftige Updates den Raum nutzen. So aber wirkt es völlig unnütz. Der absolute Gipfel des Grauens aber sind zwei Regler hinter dem Yoke, unter anderem für das Flood Light – diese sind ganz klar vom A320 entwendet. Vom Airbus! Ernsthaft?!?

Airbus-Regler in einer Boeing (!!)

Ein EFB – oder was auch immer

Ganz abgesehen von diesem Teile-Sammelsurium an sich – das Gebilde sieht auch noch furchbar aus. Verwaschene Texturen, unterschiedliche Farben bei benachbarten Elementen. Beschriftungen der Panels sind unscharf und kaum lesbar. Noch unverständlicher: Unterschiedliche Schriftarten bei benachbarten Knöpfen! Plane-Patchwork der schlimmen Sorte. Alles wirkt eher wie Matchbox, als Boeing – ein durchgehender billig-Plastik-Look. Und auch hier ist die Beleuchtung seltsam. Des Nachts leuchtet alles auf den ersten Blick ganz ok, doch bei Tageslicht ist kaum zu erkennen, ob die APU nun wirklich läuft, ob die Stromversorgung korrekt umgelegt ist oder nicht. Das sind elementare Dinge für den Betrieb des Flugzeuges. Wobei – hier offenbar nicht, wie der Testflug zeigen wird.

Sound – war da was?

Zunächst aber noch ein Wort zu den Sounds. Hier setzt sich das Vorgehen des Entwicklers fort. Die Triebwerke surren beim Taxi wie ein Hoover-Staubsauger. Verwunderlich, denn die Akustik ist ebenfalls von der Standard-747 entliehen. Im Flug ist das – von innen wie außen begutachtet – soweit ok. Hat mir dem realen Vorbild zwar so gut wie nichts zu tun, aber damit lässt sich arbeiten.

Umso seltsamer aber, dass diverse Geräusche im Cockpit einfach gar nicht vorhanden sind. So wäre folgender Dialog denkbar: PF: “Flaps five!” ….. “Flaps five, habe ich gesagt!” – FO: “Hab ich doch gemacht… Trimm lieber mal die Kiste aus.” – PF: “Bin doch dabei..”.  Der Hebel für die Klappenstellung bleibt stumm, egal wie oft er betätigt wird. Und wenn etwas wirklich ikonisch für das Fliegen mit einer 737 ist, dann das Surren des sich beim aktivierten Autopiloten ständig regulierende Trimmrad – doch auch das ist nicht einmal in Ansätzen zu hören. Das ist für eine Umsetzung dieses Flugzeugtyps unverzeihlich.

Flug- und System-Check – runter kommen sie alle

Die Enttäuschung nimmt also immer mehr zu. Aber vielleicht stimmt ja ein kurzer Testflug versöhnlich. Er führt vom Boeing-eigenen Flughafen Paine Field (KPAE) nach Portland (KPDX). Also erstmal den Ofen anschmeissen. Als Vielflieger der Zibo-Mod für X-Plane ist der Vorgang bekannt – eigentlich. Batteriehauptschalter ein, Groundpower, IRS… nicht bedienbar. Kurzer Blick ins Handbuch, der noch mehr Verwirrung stiftet. Vor dem Start der APU sollen APU-Bleed UND Engine-Bleed aktiviert werden. Sinn macht das definitiv keinen. Ebensowenig, zuvor noch der APU-Generator zu aktivieren. Kleine Erinnerung: Anders als Airbus-Modelle stellt sich die Boeing bei der Wahl der Stromquelle dumm. Man schaltet manuell das System auf den Generator um, der Strom erzeugt. Und tut dieser das gerade nicht, “säuft” der Flieger eben ab. Bei der Bredok-737 lässt sich munter hin und her schalten. Schade.

Lichtkegel ohne Lichter

Abflug vom Paine Field (KPAE)

Über Seattle

Nach ein wenig sinnfreiem Knöpfe-Drücken surrt die APU; Zeit, das FMC zu programmieren. IRS beziehen geht nur per Eingabe des Flughafen-ICAO-Codes. Ansonsten laufen die Basisprogramme, wie sie bei den Standard-Boeings des MSFS auch funktionieren. Viel Spielraum für Variation gibt es nicht; zudem erschwert die verschwommene Schrift die Eingage. Nach dem Initial Call bei der ATC der nächste Frust-Faktor: Der Squawk-Code lässt sich nicht programmieren. Wer die Sim-eigene ATC nutzt, darf aufatmen, da das System automatisch die vier Ziffern auswählt. Für das Fliegen in Online-Netzwerken wie VATSIM oder IVAO macht so ein fehlendes Feature die Bredok-Boeing leider ungeeignet.

Viele weitere Funktionen sind ebenfalls nicht nutzbar; kein Einstellen der Höhe für den Kabinendruck; kein Bedienen der Packs; keine Emergency-Lights. Anders als bei manch anderem Flieger bewegen sich zwar die Scheibenwischer. Einen Effekt bei Regen haben sie aber nicht. Alles kleine Beispiele für Dinge, die mit etwas mehr Mühe für deutlich größere Begeisterung sorgen könnten.

Beim Sinieren über verpasste Chancen rollt die MAX gemächlich zur Startbahn 16R. Beim Rollen rumpelt sie spürbar über die Piste, was sich aber ganz nett anfühlt. Es gibt sogar ein “V1”-Callout; “Rotate” aber nicht… Zum Glück weis man auch selbst, wann die Nase gezogen wird. Der Steigflug läuft reibungslos und geht gut von der Hand. Ob das auch realistisch ist, kann ich nicht sagen, da ich kein Berufspilot bin.

Der Autopilot macht nicht alles, was man ihm sagt.

Anflug auf Portland (KPDX)

Zeit, den Autopiloten zu aktivieren und zu sehen, was er kann. Vorab verraten: Nicht viel. LNAV und VNAV sind aktiviert. Dennoch schießt die 737 erst über die Höhe, dann auch übers Tempo hinaus. Einmal erneut gedrückt, fängt sich das System aber doch noch. Der kurze 30-minütige Flug sollte eigentlich keine Herausforderung sein. VNAV klappt aber überhaupt nicht, also wird der Sinkflug verspätet selbst eingeleitet. Der Test, ein Direct zum übernächsten Wegpunkt zu fliegen, scheitert ebenfalls kläglich. Noch schlimmer: Der ILS-Endanflug soll eigentlich ab dem ersten Wegpunkt mit einer fast 90-Grad-Kurve nach rechts beginnen. Stattdessen steuert der Flieger kräftig… nach links. Ein Versuch, ihn wieder auf Kurs zu führen, zeigt wenig Wirkung. Nun gut. Also Autopilot aus und von Hand auf die 10L in Portland steuern. Wenigstens wird der Gleitpfad korrekt angezeigt, sodass die Landung gut gelingt. Selbst mit Flaps-35 liegt die MAX noch sanft im Anflug und lässt sich weich zu Boden bringen.

Fazit

Um es kurz nach der Landung auf den Punkt zu bringen: Der Flug hat Spaß gemacht; den Flieger in der beginnenden Dämmerung über den Rockies zu bestaunen, macht definitiv Laune. Besonders eine geglückte Landung lässt mich mit doch zufriedenem Gefühl zurück. Doch dass die Triebwerke trotz Cut-Off noch viel zu lange laufen, erinnert sofort wieder an alle die Unzulänglichkeiten dieses Flugzeugs. Auf längeren Flügen und in unbekanntem Terrain führt der Pseudo-Autopilot schnell auf Abwege.

So hübsch die Außenperspektive ist, es bleibt ein hohes Augenkrebs-Risiko, wann immer man im Cockpit sitzt. Wenn dann wenigstens vieles zu bedienen wäre – was ganz nebenbei bemerkt der Kern jedes Simulations-Spiels ist – ließe sich vielleicht noch über die zusammengewürfelte Hässlichkeit hinwegsehen.

Ganz klar: Die Entwickler von Bredok3D weisen vor dem Kauf auch darauf hin, dass ihr Produkt kein study-level-Flugzeug ist. Dennoch ist diese B737 eine einzige verpasste Chance, die Wartezeit auf Flieger a la PMDG angemessen zu verkürzen. Wenn diese einmal fertig sind, werden sie defintiv deutlich teurer sein, als die rund 20 Euro, die Bredok3D veranschlagt. Momentan aber ist dieser Preis deutlich zu hoch für das, was hier geboten wird. Selbst wenn der Entwickler noch mit Updates nachsteuert, die wohl geplant sind – wenn sich da nicht gehörig etwas tut, darf die Boeing 737 MAX im MSFS gerne noch eine Weile länger gegrounded bleiben.

Informationen

Pro Contra
  • Außenmodell hübsch und solide
  • gutmütiges Fluggefühl
  • Hey, eine 737 für den MSFS!….
  • Grausames Cockpit, visuell wie funktional
  • sehr geringe Systemtiefe
  • unzuverlässiger Autopilot
  • schlechter bzw. teils gar kein Sound
  • kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Testsystem
  • Entwickler: Bredok3D
  • Preis: 22,61 €
  • Kauf: u.a. simMarket 
  • AMD Ryzen 5 1500X Quadcore, 3,5 GHz
  • GeForce GTX 1050 Ti, 4 Gb
  • Windows 10×64, 32 Gb Hauptspeicher
9 Comments
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Danke für die Kaufwarnung! Und danke für das Kaufopfer zum Wohl der Simmergemeinschaft.

Ein Blick auf den Preis zeigt doch gleich welche Käufergruppe hier angesprochen wird: Diejenigen die einfach mal so mit so einen Flieger “rumfliegen” wollen. Und das ist auch völlig in Ordnung so zumal diese Spieler auch die Hauptzielgruppe von MS sind. So gesehen passt der Flieger zum MSFS 2020. Die “Hardcore-Simmer” müssen lernen das der MSFS nicht für sie gebaut wurde, sondern für die breite Masse, Und da zählt erstmal nur die Optik.

“Die “Hardcore-Simmer” müssen lernen das der MSFS nicht für sie gebaut wurde”

Sehr steile Behauptung.

Warum, ist doch durchaus richtig. In 1-2 Jahren, wenn entsprechende Addon-Entwickler (FSLabs,PMDG, …) nachgezogen haben, sieht es sicher anders auch. Aber bis dahin taugt MSFS bzgl. Airliner allenfalls als Screenshot Simulator. Was das hier rezensierte Produkt eindrucksvoll untermauert.

Last edited 7 Monate vor by Michael A.

Danke für das “ehrliche” Review, welches auch mal die doch vorhandenen guten Seiten anspricht. Das Ding wird ja sonst richtig verhetzt.
Es wird ja keiner gezwungen, das Ding zu kaufen.
Für richtige Simulation im 738NG Full-Cockpit (leider ohne Motion)
habe ich ja den P3D und Prosim.
Ich gönne Jenen, die das Ding gekauft haben ihren Spaß,
und für einen 10er im Sale gönne ich es mir vielleicht auch mal, um mir die Bing-Welt anzusehen.
Ansonsten kurve ich im MSFS mit der Cessna im Stil des Uhrenladens rum.
VFR ohne AP und ATC im VR, für das ist er, der MSFS (zur Zeit), – um Spaß zu haben.
Für eine richtige Simulation ist er noch nicht reif. Das kann ja noch werden.
Er wird reifen, der neue Sim, und die Flugzeuge auch (hoffentlich)!

Was auch echt Spaß macht mangels AP und GPS in der C152 klassisch VOR / NDB Navigation zu betreiben. Das ist zwar auch nicht 100% korrekt umgesetzt aber es reicht für ne Stunde Feierabend Flug auf jeden Fall aus

Richtig, VOR und NDB – ich schätze mal dass 70% der Simmer nicht mal wissen, was das ist 🙂

Dazu reicht es bei mir gerade noch. Wo ich aussteige sind RNAV, SID, NPA, FAF…. da bleibe ich doch lieber bei meinen kleinen Cessnas und oute mich mal als Landschaftsflieger mit teilzeitahnung 😉

Ganz ehrlich: Lass Dich nicht verrückt machen. Weder Standard Instrument Departure noch Standard Terminal Arrival Routes sind Magie. VOR erklärt sich innerhalb dieser Begrifflichkeiten auch. Da setzt man sich mal ein, zwei Stunden vor Youtube, schaut sich ein Tutorial an und probiert es danach aus.
Da ist nichts dabei was Schrecken hat. Ein wenig erklärt sich das auch bei der Flugplanung des MSFS. Hast Du das verstanden nochmal etwas Zeit für’s FMS investieren und Du hast danach jede Menge Möglichkeiten den Sim auszureizen. Deshalb: Lass DIch nicht von den sogenannten “Profis” einschüchtern. Das ist alles nicht so wild. Alles fängt mit Standard Krams an, bei kleinen Cessnas, dann die größeren Props und dann die ganz großen. Wenn man das Prinzip verstanden hat, dann kommst Du mit fast jeder neuzeitlichen Kiste klar. Von den großen Fliegern sind Airbusse meines Erachtens am einfachsten zu handhaben. Bei den Boeings musst Du ein paar mehr Knöpfchen drücken, aber auch nichts weltbewegendes.
Diese Cold & Dark Prozeduren, macht man mal, aber bei jedem Start,…..da ist mir meine Lebenszeit zu schade für. Strg. E und es läuft. 😉 Außerdem habe ich noch ein echtes Leben nebenher laufen, auf dem ich mein Hauptaugenmerk richte.
Gruß
Olaf