Rechnung nicht bezahlt: ProjectFLY-Server down

ProjectFLY ist im Moment aus einem simplen Grund nicht erreichbar. Matt Davies muss eine noch ausstehende Server-Rechnung bezahlen. Diese Info nutzt der Entwickler in einem persönlichen Statement gleich zu einem Rundumschlag.

No Money – No Server

Es ist eine lange Wortmeldung, die Matt Davies, bekannter Twitch-Streamer und Erfinder von ProjectFLY, wohl mit viel Herzblut öffentlich auf Facebook niedergeschrieben hat. Darin erklärt der Brite, warum es derzeit zu einem Server-Ausfall bei seinem Flugtracker ProjectFLY kommt. Google habe ihm und seinem Team den Server abgestellt. Der Grund: Eine noch ausstehende Rechnung von 2750 Pfund sei noch nicht beglichen. “Heute morgen bin der Illusion erlegen, dass ich noch bis zum Monatsende Zeit hätte, alle Rechnung zu begleichen”, eröffnet Davies sein Statement. Durch seinen Live-Stream und andere Quellen hätte er bereits die finanziellen Mittel zu einem Drittel gesammelt, so der Live-Streamer. Doch dann die Überraschung: “Vor einer Stunde hat Google unseren Account ausgesetzt”, beteuert Davies und gesteht: “ProjectFLY ist down.” Nach eigener Angabe hätte er in den letzten vier Monaten zwischen 1500 und 2500 Pfund für den ProjectFLY-Service aus eigener Tasche finanziert. “Ich wusste, dass das nicht nachhaltig ist, darum habe ich alle Nutzer von ProjectFLY per Email um Hilfe gebeten”, erklärt Davies. Anscheinend vergeblich.

Rundumschlag an die Community

Doch anstatt es bei dieser ehrlichen und aufrichtigen Meldung zu belassen, nutzt Davies seinen Facebook-Post für einen Rundumschlag an einige ProjectFLY-Benutzer: “Obwohl ich allen, die etwas beigetragen haben, super dankbar bin, wurde mir mit sehr viel Negativität und Gift begegnet. Ich war mit meinen Anstrengungen bis jetzt immer super transparent, aber die Leute schaffen es immer wieder, alles, was ich sage, in den falschen Kontext zu rücken und mehr Öl ins Feuer zu gießen”, klagt Davies. In weiteren scharfen Sätzen kritisiert der Entwickler alle User, die sein Produkt kostenfrei nutzen, ihm allerdings nur mit Kritik begegnen. “Diese Leute, die alles für nichts wollen, die Leute die mich massiv anfeinden aber trotzdem die Projekte nutzen, dich ich erschaffen habe, während sie nichts als böse Gerüchte streuen, [….] die sind einer von vielen Gründen, warum ProjectFLY jetzt in seinem aktuellen Zustand ist.”

ProjectFLY kommt wieder

So viel Bitterkeit auch in Matt Davies Post steckt, so sicher ist sich der britische Entwickler auch, dass sein Projekt schnell wieder online geht. “Wenn ich einen Weg finde [mein Projekt]wieder aufstehen zu lassen, werdet ihr die ersten sein, die es erfahren – wenn ich keinen Weg finde, bleibt ProjectFLY offline bis die 4. Version fertig ist. Dann können wir es nochmal versuchen”, erklärt Davies. “ProjectFLY ist nicht tot. Es wird nie sterben. Es gibt vielleicht kleine Zeiträume, in denen es down ist während ich nach Wegen schaue, es am Leben zu halten” Am Ende gibt sich der Brite kämpferisch: “Wir haben 60.000 Accounts, durchschnittlich sind immer 1.000 am Fliegen. So sehr ich auch die Idioten hasse, die alles versuchen um mein Leben so miserabel wie möglich zu machen – diese Art von Nummer macht unser Hobby großartig.

Quelle: Matt Davies / Facebook

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Was ist denn (oder war) ProjectFly?

Ich persönlich bin kein Nutzer von Project Fly, das ganze Drumherum v.a. auch um Matt selbst habe ich jedoch über die Jahre recht gut mitbekommen.

Ich kann einerseits seine Wut / Enttäuschung über einen Teil der Community nachvollziehen, jedoch sollte er auch auf seine eigene Person achten. Nicht umsonst ist es bereits seit längerem so das u.a. der Chat auf seinem Twitch Kanal zu einer Lachnummer verkommen ist. So sehr man es eventuell noch als Spaß betrachtet, irgendwann werden die kleinen Bemerkungen solang auch nur ein kleiner Fehler unterläuft irgendwann schadhaft. Man muss sich ja nur einmal anschauen, wie viel englischsprachiger Content bzgl Flugsimulation mittlerweile eher schon in Richtung “Meme” / Spaß geht. Matt hat selbst über viele Jahre für eine teilweise toxische Einstellung unter seinen Zuschauern gesorgt, auch wenn ihm das möglicherweise nicht so bewusst sein mag.

Dazu kommen u.a. auch die diversen Sinneswandel, einerseits klingt jeder zweite, längere Beitrag auf Facebook von Matt nach kleinen mentalen Zusammenbrüchen / Erschöpfung, woraufhin er dann groß und breit erstmal sein Rückzug für einige Zeit erklärt. Andererseits kommt dann meist schnell und aus dem nichts wieder neuer FS-Content, als wäre nichts gewesen. In diesem Stil geht es eigentlich schon seit mindestens 2-3 Jahren auf und ab.

Ich will ihm persönlich nichts direkt vorwerfen, er hat für diverse gute, aber auch einige negative Anstöße gesorgt. Er muss selbst wissen wie er die Firma verwaltet.

Mein Rat wäre das er sich selbst die Zeit nehmen sollte um zunächst einmal zu klären was genau aus seinen Entwicklern und dem Potenzial hinter ProjectFly sowie anderen Anwendungen werden soll.

Eins muss man definitiv festhalten, grundsätzlich wäre die gesamte Szene vermutlich nie so populär wie sie heute ist, wenn er damals nicht mit den professionell gemachten Flugvideos auf YouTube begonnen hätte.

wieder online

Was ist denn nun dieses ProjectFly?

Hallo Dan, ich hätte jetzt vermutet, dass du inzwischen Google benutzt hast. ProjectFLY ist ein Programm, mit dem du deine Flüge tracken und vorbereiten kannst. Außerdem erfasst es deine Landerate neben vielen anderen Dingen.

Und dafür braucht man so teure Server? Ich hätte pro Jahr und nicht pro Quartal solche Kosten gerechnet. 1000 parallele User sind jetzt eigentlich nicht das Problem für einen Server.
Egal, nicht mein Problem und nie genutzt.