Kleiner Eindruck vom Bushflying Simulator

Leser und Teilzeitkorrespondent Markus hat sich auf der vor knapp einem Monat abgehaltenen FSExpo für uns den Bushflying Simulator angesehen. hier sein kurzer aber bebilderter Bericht und von uns der Dank für die Mühe!

 

 

Die Informationen beruhen auf meinen Erinnerungen und auf Aussagen von den Entwicklern:

Ausgangspunkt war immer ein sehr liebevoll gestalteter Hangar. Hier kann man frei herumlaufen. Man kann das Flugzeug von allen Seiten kontrollieren, Türen und Cowling öffnen, nach dem Motor schauen. Das schafft schon mal viel Immersion.

 

Neben dem Flieger lagen unterschiedliche Objekte, die man in den Flieger verladen kann. Und zwar auch wieder ohne Menü: Einfach in die virtuelle Hand nehmen, zum Flugzeug tragen und durch eine Öffnung im Flugzeug platzieren. Diese Objekte eignen sich auch ganz wunderbar dazu, um das komplexe Schadensmodell auszuprobieren. So hat man immer wieder beobachten können, wie das Flugzeug von experimentierfreudigen Probanden nach und nach zerlegt wurde. Als kleines Beispiel: Wenn man ein Fass auf den Flügel fallen lässt, spielt die Struktur darunter eine wichtige Rolle für den simulierten Schaden: Im Bereich der Flügeltanks ist der Schaden weniger dramatisch, als über der bespannten Struktur weiter außen.

 

Über den Flugplatz zu rollen macht schon eine Menge Spaß. Die Bodenphysik ist deutlich authentischer als wir es von den großen Simulatoren kennen. In einer begrenzten Spielwelt kann man eben das Gelände etwas feiner modellieren und dort auch Äste und Baumstämme verteilen. Bisher war es nie notwendig, den Platz zunächst zu überfliegen und die Bodenbeschaffenheit aus der Luft zu überprüfen. Die Zeiten sind jetzt vorbei. 😉 Auch die Inneneinrichtung des Cockpits reagiert sehr gut auf Vibrationen und Unebenheiten im Gelände.

 

Das Wetter spielt im Berufsalltag eines Buschpiloten eine große Rolle. Und so ist das auch bei diesem Simulator. Und der Wind wird sowohl durch Hänge beeinflusst, als auch durch die Baumspitzen der Wälder.

Wer sich trotz Bodenphysik und Wettersimulation in die Luft wagt, verdient virtuelles Geld. Geld, das man wieder in sein Flugzeug investieren kann: Bessere Avionik, neue Ausrüstung für das Flugzeug, Gimmicks für das Cockpit oder eine neue Lackierung.

Natürlich kann und will der Bush Flight Simulator keinen der etablierten Simulatoren ersetzen. Aber keiner der Etablierten wird kurz oder mittelfristig den Simulanten näher an den Pilotenalltag eines Buschpiloten heranbringen.

Die Entwickler waren sehr sympathisch. Sehr bescheiden waren sie im Bezug auf meine Fragen zur Simulation im Vergleich zum FSX. Und das wäre überhaupt nicht notwendig gewesen. 😉

4 Comments
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Vielen Dank für den Einblick! Klar wird es kein P3D oder XP…aber es sieht für mich vielversprechender aus, als die Dovetail-Versuche…

verkauft sich hoffentlich gut

Ich freu mich drauf. Ich denke es ist der richtige Ansatz, gar nicht erst mit den großen Simulatoren konkurrieren zu wollen sondern sich auf eine ganz bestimmte nische zu konzentrieren, die gerade von diesen nur unzureichend abgedeckt wird.

Danke für den Beitrag; auf diesen neuen Sim freue ich mich wirklich 🙂 .