Flusikonferenz: Im Osten nix Neues?

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Am Wochenende fand die 14. „European Flight Simulator Conference“ auf dem Gelände des derzeitigen/zukünftigen(?) Hauptstadtflughafens statt. Nachfolgend ein paar schnelle Eindrücke für alle, die die weite Reise in den Osten nicht antreten wollten oder konnten.

Die Lokalität

Eine Flugsimulatorkonferenz gehört auch auf das Gelände eines Flughafens, insofern war die Lokalität gut gewählt. Hat man sich mit der fehlenden Ausschilderung ab- und den Veranstaltungsort gefunden, warteten in einem älteren Nebengebäude des derzeitigen Flughafens Schönefeld über zwei Etagen zahlreiche Aussteller und Vorträge auf die Enthusiasten. Der Raum war großzügig und übersichtlich.

 

Was gab es zu entdecken?

Für Cockpitbauer gab es zahlreiche Aussteller und das dürfte auch die Gruppe sein, die am meisten von der Konferenz profitiert haben dürfte. Hier kann man endlich einmal Platz nehmen und alle Knöpfe drücken, verschiedene Verarbeitungen prüfen und sich selbst ein Bild von der Hardware machen, für deren Dringlichkeit der Anschaffung man seine Frau bereits seit Monaten bekniet. Auffallend viele Airbuscockpit-Imitate waren zu sehen, Boeing war in der deutlichen Unterzahl.

In der oberen Etage waren durch die Bank Vorträge zu hören. Für jedes Interessensgebiet war etwas dabei.

Ansonsten konnte man zahlreiche Gesichter hinter den sonst virtuellen Marken zuordnen, denn alles Namhafte aus dem deutschsprachigen Raum war da: Aerosoft, das FS Magazin, Flusinews, IVAO, VATSIM, Flugwerk, Pilot’s, der FSC e.V. und auch als internationale Gäste z.B. Just Flight. Die Liste ist nicht vollständig, große Namen aus Übersee konnte die Ausstellung nicht anlocken.

 

Überraschungen?

Die Redaktion und damit auch die Leser sind natürlich immer bestens informiert 😉 Daher gab es zumindest für uns nicht wirklich viel Neues zu entdecken.

Gefreut haben wir uns, Marcel Feldes Porter mal „in Action“ zu sehen und das macht große Vorfreude, sieht wirklich sehr lecker aus. Ein Releasetermin war Marcel aber nicht mal am Buffet des Captain Dinners zu entlocken – so schwer es fällt: warten.

Desweiteren konnte man durch die eindrucksvolle Flugwerk-Szenerie über Österreichs Westen fliegen. Und ein neuer Simulator wurde gezeigt, der aber wirklich sehr, sehr rudimentär war und dessen weitere Entwicklung sicherlich noch dauern wird. Zu gegebener Zeit werden wir berichten.

 

Das Rahmenpogramm

Es wurden Busfahrten zum neuen Teil des BER angeboten, die durch die kompetente Führung sehr informativ gestaltet wurde. Mehrere Stationen luden dazu ein, sich die Beine zu vertreten und z.B. auf den Infotower zu klettern, die Abflughalle zu besichtigen und sogar über das Rollfeld vor den Gates zu laufen. Eine Position und Ansicht des Flughafens die man nach der Eröffnung so schnell nicht wieder bekommen wird.

 

Das Captain’s Dinner

In einem nahe gelegenen Italiener ein wirklich gelungener Abschluss des kurzweiligen Tages. In sehr schönem Ambiente und mit außerordentlich leckerem Buffet konnte man den Tag mit Fachsimpelei ausklingen lassen.

 

Fazit

Ob sich eine weite Anreise wirklich lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Standort Berlin hat sicher den Vorteil, dass man hier die Tage vorher oder nachher noch zu einem Hauptstadtbesuch nutzen kann. Gut informierten Szenekennern bietet sich wenig Neues, aber als Möglichkeit, einmal die realen Gesichter hinter den Forennicknames kennen zu lernen, bietet sich die Flusikonferenz allemal gut an. Cockpitbauer haben hier auf einer Fläche die Möglichkeit, die zahlreiche Hardware zu begutachten und sind somit wahrscheinlich die größten Nutznießer der Veranstaltung.

5 Comments
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Wie weit ist denn die Flugwerk Austria Professional HD West und die Aerosoft Innsbruck Szenerie? Ist bei denen und auch bei Mega Airport Frankfurt ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar?

Mich lüstet es mal wieder nach den Alpen. 🙂

Du warst auch dort, Günter? Schade, meine Anfahrt ging über Bundesplatz, da hätte man sich die Zeit in der S-Bahn durch nettes Palaver ja ein wenig „verkürzen“ können.

Schade, dass wir uns nur kurz gesehen haben, Günter. Aber als Du am Stand vorbei geschaut hast, haben Sascha und ich gerade den Pannenflughafen besichtigt. 😉

War trotzdem nett, mal kurz „Hallo“ sagen zu können.

Yep. „Leider“ waren die Touren mit knapp 2 Stunden wirklich recht lang bemessen. Ich saß von 11 bis 1 im BER-Sightseeing-Bus. Leute, die von 1 bis 3 unterwegs waren, habe ich nicht getroffen, da ich um halb 3 schon wieder los musste…:-(