Erster Eindruck: Drzewiecki Design New York City v2 (FSX/P3D)

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Eben habe ich im Prepar3d v3-Review noch geschrieben, dass Drzewiecki’s New York V1.2 zwar läuft, aber eine Diashow ist – da erscheint relativ überraschend Version 2. Hauptwerbeargument: bessere Performance, bessere Speichernutzung. Da lohnt sich – nach Sascha’s ursprünglichem Review – ein zweiter Blick.

Als im Herbst 2013 Drzewiecki Design die sehr umfangreiche Szenerie für New York vorstellte, sprengte sie alle Grenzen. Mich selbst hat die Speichernutzung damals dazu bewegt, im FSX auf DX10 inkl. Fixer zu setzen, um zumindest den Kennedy Airport – weit weg von Manhattan – anfliegen zu können. Im Sommer 2014 erschienen die von Drzewiecki als passend angepriesenen drei New Yorker Flugplätze, die allerdings entgegen den Erwartungen keine Besserung der Performance gebracht haben. Im Gegenteil war der Anflug auf FSDreamteam’s JFK sogar deutlich performanter. Speicherintensiv war das aber alles, und damit eigentlich nicht praktikabel nutzbar. Schwierig waren auch Rundflüge um Manhattan mit kleinen GA-Maschinen: da erreichte ich um und über Manhattan Bildraten im Bereich von 12 FPS. Drzewiecki’s New York war mithin kaum nutzbar (und litt in Prepar3D ohnehin unter einer Vermischung von Tag- und Nachttexturen).

Was gab es für Alternativen? Aerosoft’s Manhattan X ist grundsätzlich stabiler und performanter, deckt aber leider nur Manhattan ab, und damit fehlt die Szenerie im Bereich des Canarsie-Piers beim Anflug auf JFK und im gesamten Anflug auf LaGuardia’s Runway 04 über Brooklyn, Williamsburg und Queens. Da könnte man sich dann mit Fotoszenerie behelfen, aber ohne Autogen macht das auch wenig her. Die Umsetzung New York´s war im Flugsimulator also bisher eher wenig zufriedenstellend.

Das sollte sich nun ändern, wenn man der Beschreibung glaubt. Schauen wir uns das mal an.

Kauf, Installation, erster Eindruck

Der Kauf für den stattlichen Preis von gut 38 € im simMarket geht schnell von der Hand. Der Download dauert, ob der über 3 Gb, etwas länger als üblich. Bei der Installation gibt wie bisher die Möglichkeit, geringer aufgelöste Texturen und Luftbilder zu installieren – leider kann das später nicht mehr geändert werden. Ich hatte mich zunächst für gering aufgelöste Texturen auf den Häusern entschieden, die Luftbilder aber hoch aufgelöst gelassen.

Für ein paar erste Runden habe ich mich in die A2A Comanche gesetzt und bin ein wenig durch die Szenerie geflogen.

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Gefühlt klappt das nun viel flüssiger als bisher, und das trotz starker Bewölkung. Gefühlt sind auch deutlich mehr Gebäude in Brooklyn modelliert. Manhattan südlich etwa der 80ten Straße ist ohnehin sehr detailliert dargestellt, mit der bekannten Mischung aus einzeln modellierten Gebäuden und weniger stark detaillierten Gebäudegruppen.

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So sieht Lady Liberty und Ellis Island aus.

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Jersey City auf der Westseite des Hudson River. Links im Bild auf der Grünfläche stand früher der Bahnhof, der die Einwanderer ins ganze Land verteilt hat.

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Übergang von Jersey City nach Hoboken. Hier ist eine wichtige Bahnstation des Path Trains, der aus New Jersey nach Manhattan fährt, und ein wichtiger Pendlerbahnhof. Nördlich des Bahnhofs geht die Bebauung von modellierten Gebäuden in relativ verteilt stehende Autogen-Gebäude über.

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Zurück nach Manhattan: Upper West Side mit Riverside Park – leider hat auch hier, nördlich des Central Park, die detaillierte Bebauung aufgehört.

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Übersicht

Was bekommt man nun für sein Geld? Eine Fotoszenerie, aufgelöst mit mindestens 1m pro Pixel. Der abgedeckte Bereich ist rechteckig und reicht von nördlich des Kennedy-Airports bis nach Newark und Teterboro.

Das Kerngebiet mit ausreichender Detaillierung deckt Manhattan bis zur Mitte des Central Park, Jersey City, Brooklyn und Williamsburg ab.

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Hier noch ein paar detailliertere Übersichtsbilder.

Sightseeing

Ellis Island und die Reste des Bahnhofs. Zu Spaziergängen mit dem Avatar lädt diese Szenerie nicht ein, aber aus der Luft funktioniert das doch ganz gut.

Kernkompetenz einer New York-Szenerie: Manhattan. Hier Battery Park City an der Südspitze und das One World Trade Center.

Zwei beliebte Sehenswürdigkeiten in der Lower West Side: Highline Park und die USS Intrepid.

Ostseite von Manhattan: Brooklyn Bride, City Hall und der relativ trostlose South Street Seaport.

Central Park, United Nations, das Metropolitan Museum und Roosevelt Island.

Letztendlich noch ein Blick über Manhattan von der Besucherterasse des Rockefeller Center (im Bildvordergrund) zum Empire State Building.

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Insgesamt ist die Detaillierung ausreichend für einen Flugsimulator und offensichtlich ein vernünftiger Kompromiss. Für Spaziergänge durch New York wird es nicht reichen. Wohlgemerkt: meine Scenery-Complexity-Einstellung ist auf Dense, es gäbe noch zwei weitere Stufen.

Performance – Bildrate und Speicher

Das ist der spannende Teil. Kurz und knapp: ja, es ist besser geworden. Sowohl in FSX als auch in P3D hatte ich auch über dem Häusermeer von Manhattan knappe 20 Frames. Gefühlt ruckelt der FSX mehr, aber anhand der Messungen lässt sich kein wirklicher Unterschied herauslesen.

Hier ein Rundflug über der gesamten Stadt New York (ohne Staten Island) im FSX mit A2A’s Cessna 172.

Und so sieht das in der Performancemessung aus. Beim Start in LaGuardia ist die Performance zunächst noch etwas schwach (15 FPS), aber außerhalb des Flughafengeländes (übrigens Drzewiecki’s New York Airports) erholt sich die Bildrate auf Werte um 20 FPS.

FSX Rundflug Cessna 172

In Prepar3D habe ich zwei Rundflüge gemacht – zunächst mit A2A’s Comanche bei stürmischem, bewölktem Wetter, dann zum Vergleich nochmal ganz ohne Wetter in der Cessna 182.

Die erste Messung zeigt leichte Einbrüche über Roosevelt Island und im Bereich von LaGuardia, ist aber ansonsten relativ stabil im Bereich 20 FPS.

P3D Rundflug Piper Comanche mit Wetter

Ohne Wolken und Wetter ist die Performance jetzt deutlich stabiler im Bereich 20 FPS (aber auch jetzt noch sind kleine Absackern über Roosevelt Island, km 30 bis 35, zu sehen).

P3D Rundflug um Manhattan Cessna182

Eines der Ziele ist also erreicht: endlich ist es möglich, mit akzeptabler Performance im Raum New York über Drzewiecki’s Szenerie – und damit über ein Modell von ganz New York – zu fliegen. Das ging mit Aerosoft’s Manhattan auch schon ganz gut, aber modelliert war dann eben nur Manhattan.

Das zweite große Problem von New York City X war die Speicherausnutzung. Zum Test hierfür habe ich versucht, mit Aerosoft’s A319 aus der exzellenten Freeware-Szenerie für Philadelphia von SunSkyJet nach LaGuardia zu fliegen. Der Anflug auf Runway 04 führt direkt über Brooklyn’s Prospect Park und Williamsburg nach Queens. Manhattan ist dabei stets im Bild. Die Flüge habe ich ohne Wolken, mit Sichtweite 30 Meilen, 10% AI-Traffic und bei Tag durchgeführt.

Ich brauchte drei Versuche, um eine schöne Landung hinzubekommen: beim ersten Versuch – FSDreamteam’s Kennedy Airport war aktiviert – kam der Absturz aus Speichermangel nur wenige Sekunden, nachdem sich am Horizont Manhattan aufgebaut hat. Daraus hatte ich gelernt und für den zweiten Versuch JFK abgeschaltet – damit ging es besser, aber noch nicht gut, denn bei Erreichen von Brooklyn war es dann auch vorbei.

Was dann letztendlich geholfen hat, war die konsequente Verwendung aller Lite-Texturen. Beim Endanflug ging die Bildrate langsam runter, war aber beim Touchdown in LaGuardia noch bei 15 FPS.

P3D A319 nach KLGA 04 mit LiteTexturen

Die Schwäche im Endanflug kann auch durchaus auch an LaGuardia selbst liegen.

Bezüglich Speicherausnutzung also ein gemischtes Fazit: Ja, man kann mit komplexen Addon-Flugzeugen nach New York fliegen, muss aber dennoch Kompromisse eingehen, konkret also auf die hochaufgelösten Texturen der Szenerie verzichten.

Kleine Unschönheiten…

…gibt es auch. Hier zwei Beispiele:

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Sonstiges: Winter, Details

Wintertexturen gibt es tatsächlich für New York. Für diese Bilder habe ich die Scenery Complexity testweise auf Maximum gestellt, aber auch das zaubert keine Flugzeugmodelle auf die USS Intrepid. Bei der Detailverliebtheit hat Aerosoft’s Manhattan also weiterhin die Nase vorn.

Fazit

Drzewiecki Design hat versprochen, mit der neuen Version von New York City X die Speicherprobleme anzupacken und die Performance um 50-100% zu verbessern. Die Performance ist in der Tat um Klassen besser als vorher, aber Speicherprobleme gibt es trotzdem noch – daher sollte man die Szenerie mit den leichten Texturen installieren. Dann immerhin ist ein Anflug auf LaGuardia über Brooklyn möglich, und das lohnt sich.

Großes ‘Aber’: New York City X hat ursprünglich mal knapp 25 € gekostet, war dafür aber im Wesentlichen unfliegbar. Jetzt kostet es knapp 38 €, bietet nicht wirklich viel neuen Inhalt, ist aber benutzbar. Auch wenn der Update-Preis von ca. 15 € sicher vertretbar ist: Heißt dass, wir waren die letzten zwei Jahre zahlende Beta-Tester?

Ob die Szenerie das Geld wert ist, hängt sicher davon ab, was ihr wollt. Ich selbst war die letzten beiden Jahre im Sommer in New York, und zwar in Brooklyn und in Hoboken (New Jersey). Deshalb war mir wichtig, dass diese Gebiete enthalten sind. Wenn das bei euch nicht so ist, reicht vielleicht die ältere Aerosoft-Szenerie aus, die im Übrigen auch mit viel mehr Liebe zum Detail erstellt wurde, z.B. den Hubschrauberlandeplatz am South Street Seaport enthält. Mit einem Update ist auch WTC One enthalten. Die umliegenden Gebiete könnte man dann entweder selbst mit Fotoszenerie ausstatten, oder die kommerzielle MegaScenery Earth nutzen; da sind dann aber auch wieder zwei Staaten erforderlich.

Wer New York City V1.2 schon hat, für den sind die nochmal 15 € sicher gut angelegt, um endlich in der Region vernünftig fliegen zu können.

Wer neu dabei ist, muss sich selbst überlegen, ob die 38 € gerechtfertigt sind. Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung!

Informationen

Pro Contra
  • deutlich verbesserte Performance
  • verbesserte, aber immer noch nicht perfekte Speichereffizienz
  • Hoher Preis
  • Manhattan nur südlich etwa der 80ten Straße detailliert dargestellt.
Informationen Testsystem
  • Intel Core i5 3570K, 4 Ghz
  • GeForce 970, 4 Gb
  • Windows 7×64, 8 Gb Hauptspeicher
  • Intel SSD
  • FSX DX10 mit DX10Fixer 2.7
  • Prepar3D V3.0

Patrick Seiniger

 

 

 

 

 

 

 

 

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Was wohl etwas untergegangen ist (bzw. noch gar nicht groß die Runde gemacht hat): mit der aktuellen Version von New York City v2 steht offenbar auch endlich eine X-Plane Version in den Startlöchern : http://www.drzewiecki-design.net/prodNYCity_XP.htm

Hallo Patrick, tolles Review und für mich persönlich sehr informativ – vielen Dank!

Ist inzwischen auch für XP10 draußen!

http://store.x-plane.org/New-York-City-XP-_p_431.html

Habe mir das für mein XP 10.41 gekauft. Ist ganz hübsch, aber die Performance geht schon arg in den Keller.
Manhattan mit der PC12 von Carenado und Skymaxx pro lässt meinen i7 4,0 mit GTX970 unter 20 Frames gehen.

Zum Vergleich. In EDDF kann ich die Sichtweite auf weit stellen (NYC auf Mittel) und habe mit dem Jar Airbus beim Online-Fliegen um die 40 Frames. Dabei habe ich mir Fotokacheln mit HDmesh v3 gemacht und W2xplane.

Ich bin mir nicht sicher ob die FS Welt tatsächlich solche Addons benötigt, so schön sie auch sind. Wir leben schon an mehreren Stellen der Welt beim Fliegen vom Abschalten, um konfigurieren, AI killen und weiß der Teufel was , um am Ziel anzukommen. Und dabei ist die V3 von P3D nicht ganz so leicht in den OOM zu treiben. Ich befürchte allerdings, darum wird sich keiner von den Entwicklern scheren und statt dessen denken, man könne noch mehr zulangen.
Zudem schrammen wir langsam knapp an der 40 € Grenze vorbei. Selbst wenn ich im Geld schwimmen würde, 30 € bleiben meine Schmerzgrenze für einen Flecken Erde. Wenn wir erst mal anfangen bedenkenlos mehr hinzulegen, sind war bald bei den genannten 40 €. Den Preis bestimmen wir mit unserem Kaufverhalten. Da steckt sicher tolle und viel Arbeit drin, mir persönlich aber ist es das trotzdem nicht wert.

Das Review ist ernüchternd und aufschlussreich zugleich.

Meinst Du damit Stadtszenerien generell? Dann gehöre ich vermutlich nicht zur FS Welt. Denn wenn man real New York mit dem Hubschrauber überflogen hat, ist die Szenerie ein Traum um diese Erinnerungen nachzufliegen. Und schaden tut das Add-on sicher niemanden, oder?

Dein Beispiel mag auf einige Menschen zutreffen, aber auf viele andere bestimmt nicht. Wir haben unsere Produkte z.B. teurer machen müssen, weil zu wenige zugelangt haben. Selbst der bekannte deutsche Publisher setzt sich intensiv für kleine Preise ein. Es funktioniert aber bei der kleinen Community und bei komplexer werdenden Add-ons oft nicht mehr. Ein Urteil über die Entwickler zu fällen finde ich unpassend.

Wenn man sich mal mit Szeneriedesign beschäftigt, kann man nur staunen, wie viel Arbeit in der Umsetzung von New York steckt. Dass nicht jeder 30-40 Euro für ein Add-on bezahlen möchte oder kann, ist für mich nachvollziehbar. Aber bei der Detaillfülle und der immensen Arbeit, ist sie vermutlich noch zu günstig. Bei anderen Produkten zahlen wir viel mehr für viel weniger geleistete Arbeit…und diskutieren nicht darüber. 🙂

Nein Marcel, natürlich nicht generell Stadtszenerien, das steht auch nirgendwo. Ich schrieb “Ich bin mir nicht sicher……”
Ob es nun Ziel sein kann, bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit den FS um zu konfigurieren um dann mit Ach und Krach einigermaßen solche Gebiete zu nutzen, bezweifle ich nur persönlich. Für mich ist das nach wie vor ein Flugsimulator und kein Landschaftssimulator. Deswegen muss man einen vernünftigen Kompromiss finden und den sehe ich bei solchen Szenerien nicht gegeben.

Ich sehe sehr wohl die tolle und intensiver Arbeit, was ich auch schrieb.

Allerdings was den Preis betrifft, war die Entwicklung leider bisher immer so, dass sobald einer die nächste 10er Grenze angepeilt hat, recht rasch alle nachgezogen haben. So ist das eben in der Marktwirtschaft. Das kann aber der Kunde schon etwas durch sein Kaufverhalten beeinflussen, wie im offline Leben auch und es ist auch nicht verwerflich mal daran zu erinnern.

Zur Einführung des Euros hatten wir eine Preisstaffelung von 5,99 DM bis rund 30 DM (in etwa) . Wer von uns verdient eigentlich jetzt das doppelte? Und nach wie vor wird die Entwicklung in der Regel mit freier Software gemacht, sodass die Produktionsmittel eher keinen Einfluss haben. Ich sehe natürlich den Qualitätssprung in den letzten Jahren, zumindest bei vielen Dingen.

Deswegen bestimmt den Preis trotzdem die Nachfrage, also der Kunde selbst mit.

Der Simulator an sich hat einen konstant Preis, obwohl da zweifelsfrei sehr viel Arbeit investiert wurde. Es stellt sich also schon mal die Frage der Verhältnismäßigkeit zwischen Simulator und Addons.

Welche Stadtszenerien sind dann aus Deiner Sicht sinnvoll? 🙂

Als die Add-ons noch 30 DM gekostet haben, hat man eine Szenerie noch aus einigen wenigen Klötzen gebaut. Heute muss die Gittertextur auf dem Mülleimer stimmen. Das ist überhaupt kein Vergleich. Damals habe ich wenige Wochen an einem Add-on gearbeitet, heute sind es meist mehrere Jahre. Auch gab es zur Einführung des Euros schon teurere Add-ons. Du findest heute Add-ons, die 5 Euro kosten, und damals solche, die 50 DM gekostet haben. Das ist kein Argument, dass die Preise gesunken wären, oder?

Zwischen Simulator und Add-ons kann man gar keine Verhältnismässigkeit aufbauen. Oder soll ein Entwickler für gleiche Arbeit bei einem Add-on nur noch den halben Stundenlohn bekommen? Und offen gesagt – über den halben Stundensatz gegenüber einem Entwickler außerhalb der FS Add-on Branche wären viele von uns wohl schon sehr, sehr froh.

Gegenüber anderen Produkten aus dem Alltag haben sich, trotz einem Vielfachen an investierter Zeit, die Produktpreise der Add-ons nur sehr moderat erhöht. Ich sehe da keinen Zusammenhang.

Produktionsmittel haben einen großen Einfluss. Diese sind leicht im 5-stelligen Bereich. Pro Mitarbeiter. Selbst Freeware-Entwickler müssen mitunter Geld in die Hand nehmen, wie z.B. Flightport für die Luftbilder, Kamerausrüstung etc.

Ist nicht böse gemeint. Aber bitte informiere Dich vorher mal ein wenig oder frag nach, bevor Du solche Behauptungen aufstellst.

Ob es verwerflicht ist “daran zu erinnern” ist Ansichtssache. Ich finde es nicht anständig, dem Entwickler der Szenerie etwas zu unterstellen. Und jeder weiß vermutlich selbst sehr gut, was für ihn die Flugsimulation ausmacht. Für den einen ist es die Default R22 in der Außenansicht über dieser New York Szenerie, für den anderen eine PMDG über der Defaultszenerie.

Man könnte auch die Überlegung anstellen, wie sich der andere Stadtszeneriedesigner ein paar Meldungen zuvor fühlen würde, wenn man den Sinn solcher Add-ons in den Kommentaren anzweifelt. Und der muss nicht darum fürchten, dass er genug Verkäufe hat, um die Miete zahlen zu können…

Zunächst mal ist mir jede Stadtszenerie willkommenen, die man nicht nur als einsamer “Geisterflieger” im Simulator bewundern kann, die also dem Gesamtkonzept des Simulators gerecht wird und dies auch nicht nur für Neureiche mit ständiger High End Hardware.

Ob es nun unanständig ist, für Preisbewusstsein einzutreten, ist Ansichtssache. Letztlich wird der Markt die Angelegenheit richten und ich bin mir sicher, je höher der Preis umso geringer die Nutzerzahl, die noch bereit ist, den Preis zu zahlen. Du wirst keine beliebige Höhe durchsetzen können, sondern Dich wohl eher der Nachfrage anpassen müssen.Es liegt in der Natur der Sache eines Unternehmens den höchst möglichen Preis zu erzielen und ist genauso legitim, wie dem entgegen zu wirken, dass es maßvoll bleibt. Ich schreibe ja auch nicht , dass die Anbieter deswegen unanständig sind.

Für rumjammern eines Unternehmers – und nichts anderes ist ein kommerzieller Anbieter- er kann die Miete nicht bezahlen , fehlt mir jegliches Verständnis. Wenn ich mein Hobby nicht mehr bezahlen kann, muss ich verzichten, kann aber nicht die Öffentlichkeit suchen , um für mich Bedauern zu gewinnen.

Und bitte nicht wieder die Antwort: “Bald wird keiner mehr entwickeln, wenn ihr so weiter macht…”

Auch das wird nicht eintreten in der Marktwirtschaft.

Demnach ist also auch New York willkommen. Das sehe ich auch so.

Drzewiecki hat, soweit ich mitbekommen habe, nirgendwo rumgejammert. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Szenerie sich zu dem angemessenen oder sogar zu günstigen Preis sehr gut verkauft. Ich würde es ihnen wünschen. Die Qualität ist jedenfalls sehr,sehr gut und viele FS Nutzer werden das zu schätzen wissen.

Ich finde es nur nicht angebracht, bei einem Mitbewerber eine falsche Entwicklung aufzuzeigen, Argumente aufzuführen, die nicht stimmen und den moralischen Finger zu heben. Nach dem Lesen Deiner letzten drei Absätze ergibt es aber ein stimmiges Bild. 😉

Einfach noch mal das Review verinnerlichen, dann musst Du nicht mehrfach in persönliche Angriffe verfallen, zumal Deine Arbeit davon gar nicht betroffen ist.

Ich habe absolut nichts dagegen, wenn sich ein Sightseeing Flieger das kauft. Ich zweifle auch nicht dran, dass es de Einen oder Anderen das wert ist.

Aber Du schriebst ja selber , dass die Kunden weniger geworden sind. Denk mal drüber nach warum. An der Qualität kann es wohl nicht liegen.

Es gibt aber nicht nur in unserem Hobby die Tendenz mit dem Preis mal vorzupreschen um zu sehen, wo beim Kunden die Schmerzgrenze liegt. Klappts`s ziehen alle Anderen nach. Das ist völlig normal und genauso normal ist, dass der Kunde durch sein Kaufverhalten dagegen steuern kann.

Es ist deswegen auch nicht falsch, dies anzusprechen. Das Review zieht ähnliche Schlüsse (für den konkreten Fall), soweit es den Preis betrifft.

Und richtig, die Stadtszenerien davor sind auch nicht jedermanns Geschmack. Solange sich dessen der Entwickler bewusst ist, macht ihm das aber keinen Stress und dem Nutzer auch nicht, weil er nichts verliert, außer eventuell Zeit.

Ich will noch einmal antworten – obwohl es mir ein wenig unangenehm ist, dass die Diskussion zu einem Dialog geworden ist. 😉

Ich reagiere auf Deine Beiträge, gerade weil meine Arbeit nicht betroffen ist. Ich habe Einblick in den Entwickleralltag und korrigiere gerne, wenn Kollegen oder Konkurrenten in ein falsches Licht gerückt werden.

“Ich befürchte allerdings, darum wird sich keiner von den Entwicklern scheren und statt dessen denken, man könne noch mehr zulangen.”

“Es gibt aber nicht nur in unserem Hobby die Tendenz mit dem Preis mal vorzupreschen um zu sehen, wo beim Kunden die Schmerzgrenze liegt. Klappts`s ziehen alle Anderen”

Das sind beides Unterstellungen. Ich habe mit meinem Wissen in der Branche belegt, dass dies nicht der Fall ist.

“Aber Du schriebst ja selber , dass die Kunden weniger geworden sind. Denk mal drüber nach warum. An der Qualität kann es wohl nicht liegen.”

Am Preis liegt es auch nicht. Die Kunden werden weniger, weil wir überaltern und keinen Nachwuchs bekommen haben – lange Zeit. Im Moment bildet sich anscheinend eine zweite FS Community. Das macht Hoffnung. Und gefühlt wird dort nicht über jeden Euro diskutiert. 🙂

Ich gehe nicht davon aus, dass die Community aufgrund teurer Add-ons schrumpft. Dafür habe ich bisher keine Anzeichen gesehen. Im Gegenteil – ich habe in den letzten Jahren viele Rückmeldungen bekommen, dass Nutzer gerne bereit sind, auch mehr zu bezahlen. Nur möchte ich jene, deren Budget etwas kleiner ist, auch nicht von meinen Produkten ausschließen. Ich habe ein paar Ideen und bin dann sehr gespannt, was Du mir unterstellst, sollten wir diese umsetzen. 😉

Ich habe wirklich versucht, keine persönlichen Angriffe zu fahren. Ich hätte noch deutlicher werden können, habe das aber vermieden und hoffe, es war noch akzeptabel. Deshalb noch einmal: Wie würdest Du Dich fühlen, wenn ich zu Deinen Add-ons einen Kommentar “Ich bin mir nicht sicher ob die FS Welt tatsächlich solche Addons benötigt” und ähnliche Unterstellungen wie oben zitiert geschrieben hätte. Aus meiner Sicht war das eben ein persönlicher Angriff auf einen Kollegen. Da spielt es keine Rolle, ob es um Freeware oder Payware geht. Beide erbringen eine Leistung. Wenn jemand dafür finanziell entlohnt wird bedeutet das nicht, dass er zum Freiwild für Spekulationen und Unterstellungen wird.

Entschuldigung, der Beitrag ist jetzt doch wieder recht lang geworden…zum Glück werden sie ja zunächst gekürzt angezeitgt. 🙂

Kurz noch zu Chriskl: Es geht nicht um einen DM-Euro und Inflationsausgleich. Die Arbeit ist ein Vielfaches geworden. Wenn Dein Arbeitgeber möchte, dass Du in Zukunft 12 Monate für einen Lohn von 4 Wochen arbeiten musst, hast Du ein Problem. 😉

Mir ist es ebenfalls unangenehm, dass hier ein Dialog stattfindet.

Eine Antwort bekommst Du noch.

Wenn zu meinen Addons jemand schreibt, dass er sich nicht sicher ist, ob sowas die FS Welt braucht, bringt mich das nicht um, solange meine Downloads nicht bei Null landen. Ich sehe das auch nicht als Angriff oder Diskriminierung. Es ist halt eine Meinung, die jeder haben darf. Da ich fast immer öffentlich entwickle, bin ich auch an Gegenwind gewöhnt und denke lieber drüber nach, wie ich den durch Änderungen minimieren kann. Fazit, für mich sind Meinungsäußerungen, gleich wie , eher positiver Ansporn. Nachdenken tue ich in jedem Falle drüber, wissend dass ich alle eh nie erreiche.
Wer ihm unangenehme Meinungen in die Ecke “Unterstellung” schiebt sollte mal über sich nachdenken.

Bei Addons, die Schönheit vor Perfomance anbieten , stelle ich immer den Sinn für mich persönlich in Frage. Und dieses Addon ist eines davon. Deswegen lasse ich mich aber nicht in die negative Ecke stellen.

Und zur Preisentwicklung, Tackers oben bei Dir an im Gedächtnis. Wenn wir mehrheitlich bei 40 € sind, melde ich mich dann wieder. Ich befürchte jedenfalls, dass es genauso laufen wird. Möge ich hoffentlich Unrecht haben.

Dieses Mal wirklich nur ganz kurz: Das brauche ich nicht antackern. Das wird irgendwann bei vielen Add-ons der Fall sein. Auch bei meinen. Nur hast Du schon heute mit Deiner Begründung für diese Entwicklung Unrecht.

“Wer von uns verdient eigentlich jetzt das doppelte?”. Gute Frage! Antwort: Niemand. Und dann kommt dazu die Tatsache das man die Hardware auch ständig auf den Stand der Technik aufrüsten müsste um in den Genuss der immer detaillierteren und immer mehr FPS fressenden Szenerien und Flugzeuge zu kommen. Wenn ich hier beispielsweise um die 40 Euro für so eine Szenerie zahle kann ich sie mit meinem Rechner nur zu ca. 20-25 Euro nutzen, vereinfacht ausgedrückt. Also lass ich die Finger davon!
Einen schönen, ruhigen und friedlichen Sonntagabend!

@Marcel
@Simmershome

Ist Euch eigentlich bewusst, dass hier eine Menge an Leuten mitlesen? Ihr sollten dringend mal ein Bierchen oder ein Gläschen Rotwein zusammen trinken. Die Flugsimulation ist ein viel zu schönes Hobby um das man es sich gegenseitig verleidet.

Habt ihr überhaupt noch Zeit zum Fliegen? In Anbetracht der geschrieben Zeilen von Euch kann man da große Zweifel bekommen.

Wir sind schon auf Mail umgestiegen. 🙂 Mir geht es gerade darum, dass viele Leute mitlesen und ein falsches Bild entsteht, dass man nur noch schwer korrigieren kann.

Zum Fliegen komme ich seit Jahren kaum noch. 😉

Hallo Patrick, danke für die tolle Review! Dein Kommentar betreffend VAS hat mich etwas unsicher gemacht. Ich habe aber dann doch zugeschlagen, war ja auch für 50% zu haben.
Ich hatte auf einem Rundflug von KLGA (Demo) um Manhatten nach FSDT KJFK mit PMDG NGX und allen Sliders max ausser LOD, AI 25% überhaupt keine Probleme mit VAS!
Ich habe, wie du erwähntest die Lite Texturen installiert. Vielleicht liegt es wirklich an den New York Airports, dass du Probleme hattest. Ich habe gehört, dass diese nicht so gut damit umgehen.