Review: Drzewiecki Design Seattle (FSX/P3D)

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Seattle liegt wunderschön gelegen zwischen schneebedeckten Gipfeln, grünen Wäldern und blauer Küste. Die moderene Stadt im Bundesstaat Washington ist bekannt durch Unternehmen wie Microsoft, Amazon und Starbucks, vor allem aber durch die Flugzeuge aus den umliegenden Boeingwerken. The Jet City wurde nun von den Entwicklern aus dem Hause Drzewiecki Design, getrennt in Flughäfen- und Stadtszenerie umgesetzt. Unser Rezensent Tom Götz hat begeisterte Eindrücke gesammelt: Lest mehr!

Der pazifische Nordwesten ist während Herbst und Winter ein recht ungemütlicher Ort. Schnee fällt zwischen den Olympic Mountains und der Kaskaden-Kette nur wenig, dafür ist es nass-kalt und eigentlich immer sehr wolkenverhangen. Der Sommer ist zwar durchaus freundlich und warm, auf einen spontanen Wetterumschwung sollte man aber immer gefasst sein. “Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach zehn Minuten ab.”, habe ich bei meinen Besuchen bei Verwandten nahe Seattle des Öfteren zu hören bekommen.

Trotzdem ist die Gegend unglaublisch schön und einladend. Sie wartet mit beeindruckenden Landschaften auf und präsentiert sich von allen Seiten mit tiefgrünen Wäldern, schroffen Bergketten und strahlenden Küstenlinien. Für mich gehört Washington zu den schönsten Gegenden in den Vereinigten Staaten und ich habe lange auf eine passende Umsetzung des “hippen” Seattle gewartet. Orbx hat sich der wunderschönen Landschaft ja bereits mit “Pacific Northwest” angenommen und wird im nächsten Jahr eine Neuauflage der beliebten Flächenszenerie präsentieren. Die Entwickler von Drzewicki Design sind eher bekannt für ihre Umsetzung von Städten, Skylines und urbanen Räumen. Nach den Veröffentlichungen von amerikanischen Großstädten wie Miami, New York und Washington D.C. ist man auf der Suche nach einem neuen Ziel an der Westküste des Landes fündig geworden. Seattle hat nun eine adäquate Umsetzung, aus namhaftem Haus für FSX und Prepar3D bekommen!

Das freche und fortschrittliche Seattle gilt in den Verinigten Staaten als junge und moderne Stadt. Schon seit langer Zeit geht man in der “Emerald City” neue Wege und ist modernen Technoligien aufgeschlossen. 1962 wurde die Weltausstellung am Pudget Sound ausgerichtet. Sie stand im Zeichnen der damals absolut revolutionären Raumfahrt und so entstand das heutige Wahrzeichen der Stadt, die knapp 185 Meter hohe Space Needle auf dem damaligen Expogelände. Während zu früheren Zeiten auch Metall- und Holzindustrie ein wichtiger Faktor für die Stadt waren, ist heute besonders die IT-Branche ein Kernelemt des modernen Seattle. Branchengrößen wie Microsoft und Amazon lenken ihr globales Geschäft aus der Stadt im pazifischen Nordwesten der USA. Und dann ist da selbstverständlich noch die Luftfahrt. Wir alle kennen Seattle natürlich voranglich aus dem einen Grund: Boeing. 1915 begann Wilhem Eduard Böing, Sohn eines deutschen Auswanderers, hier mit dem Bau von Flugzeugen. Bis heute werden die branchenführenden Flugzeuge der 7-er Baureihen in den Büros bei Seattle entwickelt und in den umliegenden Fabriken gebaut. (Bis auf die 787-10… die ist sozusagen eine verstoßene Tochter)

Drzewiecki´s Seattle

Die Umsetzung von Seattle aus dem Hause Drzewiecki Design umfasst neben der Kernstadt und dem Hafen auch eine weitläufige Abdeckung des Umlands. Von der Stadt Everett (Ja, es gibt dort nicht nur einen Flughafen 😉 ) über Redmont, Bellevue, Renton und SeaTac, bis nach Federal Way reicht die Szenerie. Das macht den rein flächenmäßigen Umfang von Seattle X beeindruckend groß und ermöglicht auf diese Weise eine feine Einbettung der Skyline der Stadt. Leider gehört das mir sehr bekannte Tacoma im Süden gerade so nicht zum Bereich dazu. Schade.

Als separates Produkt werden zudem alle Flughäfen, die sich im Abdeckungsgebiet befinden angeboten. Der internationale Flughafen Seattle-Tacoma ist noch nicht dabei, wird aber im nächsten Jahr als Version 1.1 nachgeliefert. Das Update wird zwar kostenpflichtig sein und circa 10€ kosten, dafür, so versprechen die Hersteller aber, wird der Flughafen im zukünftigen Ausbaustand umgesetzt. Bereits jetzt kann man mit den “Seattle Airports” die Werksflughäfen von Boeing anfliegen. Paine Field im Norden, hier befindet sich das volumenmäßig größte Gebäude der Welt, in dem Boeing 747, 767, 777 und 787 gebaut werden, Renton, dort werden die Flugzeuge der Boeing 737-Reihe montiert und Boeing Field nahe der Hafenanlagen von Seattle, hier findet die Boeing 737 Auslieferung statt. Außerdem ist der GA-Flugplatz Auburn im Süden des Gebiets bedacht und umgesetzt worden.

Drzewiecki Design verspricht Kompatibilität zu allen namhaften Addons, die mit der Szenerie in Kontakt treten können. So ist Taxi2Gates Umsetzung vom Flughafen Seattle-Tacoma passend integriert worden und auch die Grenzen zu FTX Global, North America oder Pacific Northwest wurden feinsäuberlich angepasst und kaschiert.

Kauf und Installation

Seattle City X gibt es im simMarket für 26,18€. Zusätzlich ist das “Airport-Pack” Seattle Airports X für 29,75€ verfügbar. Seit Veröffentlichung wurden die beiden Installer schon etwas optimiert und sind nun etwas kleiner als zu Beginn. Knapp fünf bzw. drei Gigabyte müssen aber immer noch gestemmt werden, um Seattle auf den heimischen Schreibtisch zu bekommen. Wenn das erst einmal geschafft ist, geht der Rest fast wie von selbst. Die beiden Produkte können mit einem Installer in FSX, FSX:SE und alle Prepar3D-Versionen installiert werden. Ein erneutes Herunterladen bei einem Wechsel der Plattform ist also nicht zwangsläufig notwendig. Bevor die Szenerien in den Simulator eingebettet werden, hat man die Möglichkeit einige Optionen auszuwählen. So kann die Stadt mit weniger detailreichen Texturen installiert werden um Speicherplatz zu sparen. Außerdem kann optional der Mount Rainier mit überarbeitetem Mesh ausgestattet werden. Die Flughäfen lassen sich allsamt unabhängig voneinader auswählen und installieren. Dabei können statische Flugzeuge, Inneneinrichtungen und andere Details ein- oder ausgeschaltet werden.

Ein Erster Eindruck

Um einen Überblick über das Gebiet und die Szenerie(n) zu bekommen habe ich mich nach der Installation mit dem Boeing 777-300ER Prototypen in die Luft geschwungen und Seattle (bei zunächst nicht ganz optimalem Wetter) erkundet. Ich lasse an dieser Stelle einmal die Bilder für sich sprechen:

Downtown Seattle

Nach dem kleinen “Ausflug” zu Beginn bietet es sich nun an mit einer näheren Betrachtung der Umsetzung im Zentrum der Szenerie zu beginnen. Seattle verfügt über eine hübsche Skyline am Pudged Sound, die von Drzewiecki Design in ihrer vollen Charakteristik umgesetzt wurde. Die Space Needle steht etwas abseits der großen Häuserkomplexe auf dem ehemaligen Expogelände. Das ist auch in der Realität so und hat nichts mit fehlenden Gebäuden zu tun. Der Gesamteindruck der Stadt kommt super an und wird dem realen Vorbild vollkommen gereicht.

Das Entwickler-Team schafft es einen vollständigen Eindruck der Stadt zu vermitteln indem große Gebäude und Komplexe fein säuberlich ausgearbeitet werden, während nebensächliche Details und kleine Objekte komplett ausgelassen werden. Laternen, Geländer, Amplen oder sonstige Kleinigkeiten sucht man in Seattle vergebens. Auch gibt es zwischen den Hochhäsuern keinerlei Vegetation. Wirft man einen Blick direkt in die Straßen wirkt die Szenerie auf diese Weise doch recht trübe, der Eindruck zerschlägt sich jedoch schlagartig wenn man den Fokus auf die Stadt als Gesamtkomplex wirft. Besonders aus der Luft (und das macht in einem Flugsimulator ja Sinn) geht das Konzept voll auf und Seattle entfalltet sich atemberaubend Komplex mit zahlreichen Gebäuden und Hochhäusern. Die Umsetzung ist den Entwicklern hervoragend gelungen. Gerade die bewusste Differenzierung zwischen “wichtig für Gesamtbild” und “zu vernachlässigen” muss lobenswert erwähnt werden und ermöglicht den beeindruckenden Aufbau der Stadt.

Die Space Needle wurde als Wahrzeichen der Stadt mit besonderer Sorgfalt umgesetzt. Sie ist in all ihrer Komplexität und Feingliedrigkeit dargestellt und mit zahlreichen Details versehen worden. Sowohl Trägerstruktur, Zierelemente, Aussichtsterrasse und Fundamentaufbau des Turms sind vorbildgerecht umgesetzt und abgebildet. Hier ist ein Vorzeigeobjekt der Modelierarbeit aus dem Hause Drzewiecki entstanden. Hut ab, das ist klasse geworden!

Der Innenraum des Aussichtsturms ist zudem für unseren Avatar zugänglich. Von der Besucherplattform aus kann man einen Blick auf die Stadt werfen und sich im Restaurantberreich frei bewegen. Die Aufzüge am Schaft des Turms sind animiert und machen munter ihren Weg von oben nach unten. Das sieht man aus dem Flugzeug im Anflug auf SeaTac natürlich nicht, ist aber dennoch ein nettes Detail, das hier von den Entwicklern implementiert wurde.

Am Fuß der Space Needle sind die Überbleibsel der Expo zu bewundern. Einige Gebäude mit besonderen architektonischen Finessen und bunten Farben zeugen hier noch von der einistigen Weltaustellung. Schade, dass die Monorail nicht ebenfalls umgesetzt wurde. Leider fehlt nicht nur die aufgeständerte Trasse, die Innenstadt und Expo bis heute verbindet, auch die Endstation in direkter Nachbarschaft zur Spaceneedle ist nur sehr sehr sporadisch umgesetzt und kann im besten Fall mit ausreichend Vorwissen identifiziert werden.

In der Nähe des Geländes finden sich einige Autogengebäude auf einem Parkplatz wieder. Eine kleine Nachlässigkeit, die aber aus einiger Distanz schon gar nicht mehr auffällt und das Gesamtbild überhaupt nicht stört.

Das benachbarte Football-Feld ist allerdings ein gutes Beispiel für die Teils sehr grob aufgelösten Texturen, die von Drzewiecki Design verwendet werden. Auch diese Tatsache ist aus der Distanz nicht weiter tragisch, die Qualität der Bodentexturen fällt aber dennoch in mehreren Bereichen deutlich ab. Im Vergleich zu hochdetailierten Gebäuden und Modellen ist das ein bisschen Schade.

Mit letzteren kann Drzewiecki Design dafür aber umso mehr punkten. Und letztendlich machen die Gebäude und Objekte bei einer solchen Szenerie ja auch den Ausschlag aus. Seattle macht einfach einen überragenden Gesamteindruck. Das ist auch auf der Wasserseite so. Die schön ausgearbeiteten Wolkenkratzer ergänzen sich mit den detaillierten Modellen von Fähren, Kais, dem Aquarium und dem animierten Riesenrad.

Seattle liegt eigentlich ein paar Meter über dem Wasserspiegel. Direkt an der Promenade des Pudget Sound geht es steil bergauf, weshalb die gesamte Innenstadt ein wenig über den Uferanlagen thront. Die Entwickler von Drzewiecki Design haben das mit einem entsprechenden Höhenmodell umgesetzt. Das gefällt mir sehr gut und zeigt die genaue Arbeit des Teams.

An Drzewieckis New York stört mich immer der Bruch zwischen Addon und Standardszenerie auf mittlerer Höhe des Central Parks. Das macht den Gesamteindruck der Stadt kaputt und wirkt einfach unpassend. In Seattle ist das (natürlich auch aufgrund der kleineren Ausmaße der Innenstadt und weitläufigen Umsetzung des Umlands) viel viel besser gelungen. Die Stadt wirkt total natürlich und präsentiert sich als urbaner Raum, nicht nur als kleine Fläche.

Suburbs & Industriegebiete

Seattle ist selbstverständlich von typischen amerikanischen Vorstadtsiedlungen umgeben. Besonders im Norden der Stadt erstrecken sich weitläufige Wohngebiete im klassischen Schachbrettmuster. Die Entwickler haben die Struktur des Umlandes gut getroffen und in die schöne Landschaft zwischen Wasser, Bergen und Seen eingebetet. Besonders gut finde ich, dass auch das Profil der Gegend berücksichtigt wurde und viele Hügel, Einschnitte und in Küstennähe steile Kanten umgesetzt wurden. Wie auch in der Innenstadt sucht man besondere Details vergebens, Segelyachten in den Häfen oder modelierte Parkplätze finden man hier nicht, dafür stimmt aber der Gesamteindruck. Auch die Übergänge zu FTX North America sind gut gelungen und fallen nicht schlagartig ins Auge. Die Suburbs von Seattle machen einen klasse Eindruck im Anflug auf SeaTac oder Everett und erzeugen zusammen mit den Silhouetten der fernen Hochhäuser wirkliches Großstadt-Flair.

Nahe des Hafens haben die Entwickler auch die beiden großen Sportstadien der Stadt umgesetzt. CenturyLink Field und Safeco-Field sind mit ihrer individuellen Architektur und ihren komplexen Trägerstruklturen umgesetzt worden.

Details in Innenraum sucht man auch hier vergebens. Die Zuschauerränge sind nicht mehr als ein bunter Fleckenteppich, dafür machen die beiden Anlagen aus der Luft aber einen guten Eindruck. Hier kommt es eben besonders auf den Wiedererkennungswert der beiden bekannten Stadien an. Und der ist groß. Zudem sind beide Plätze auch passend in die Umgebung eingebettet. Im Anflug auf Boeing Field oder Sea-Tacs 16er kommt man immer an den Sportstätten vorbei und kann sich dank Drzewiecki Design an einer adäquaten Umsetzung erfreuen.

Südlich der Stadt liegen die Hafenanlagen von Seattle. Hier gibt es ein großes Containerterminal, Werften und Logistikzentren. Ich muss hier noch einmal die geschickte und performancesparende Arbeit von Drzewiecki Design betonen: Während in anderen Bereichen auf verhältnismäßig kleine Teile wie Container oder Laternen komplett verzichtet wird, werden eben diese Elemente im Hafen großzügig verteilt. Weil sie eben an dieser Stelle für das Gesamtbild erforderlich sind. Der Hafen ist voll mit den bunten Boxen, Kräne wurden akkurat modelliert und platziert und Züge stehen mit geladenen Containern im Rangierbahnhof bereit. Einzig und allein das ein oder andere statische Containerschiff könnte am Kai liegen. Das fehlt mir an dieser Stelle.

Der tolle Eindruck der Szenerie entsteht auch dadurch, dass Drzewiecki Design es versteht, verschiedene Gebiete stilistisch fein voneinader zu unterscheiden. So gibt es im Raum um Seattle Suburbs, Gewerbegebiete und Industriegebiete, die alle ihren eigenen Charakter wiederspiegeln. Ich erkenne besonders die verworrenen Bereiche zwischen Wohngebieten und Industrieparks, sowie den Bereichen um die Stadien wieder. Der Charakter von Seattle kommt wunderbar rüber und lässt die Stadt auch im Simulator zu etwas lebhaftem, plastischem und besonderem werden. Eben nicht nur eine der vielen City Scapes.

Weiteres Umland

Je weiter man sich von Downtown Seattle entfernt, desto weniger stark bebaut wird die Landschaft. Immer mehr Grünflächen und auch Seen findet man zwischen den Siedlungsgebieten. Von den Entwicklern wurde die abwechslungsreiche Struktur dementprechend aufgefangen und umgesetzt. Auch das bereits mehrfach erwähnte Höhenmodell ist entsprechend der realen Landschaft angepasst. Weiter im Süden befindet sich die Stadt SeaTac, benannt nach dem dortigen Flughafen. Seattle-Tacoma ist Drehkreuz von Alaska Airlines und Focus City für Delta Airlines. Außerden ist er total überfüllt. Drzewiecki Design wird bald eine eigene Version mit den geplanten Asubaustufen herausbringen, die die Situation am Flughafen entlasten sollen. Bis dahin habe ich habe die Version von Taxi2Gate installiert. Sie integriert sich gut in Drzewieckis Szenerie und setzt sich nur wenig vom restlichen Umland ab. Tolle Sache, dass die Entwickler hier auch Rücksicht auf andere nehmen!

Die Grenze zwischen Drzewiecki und FTX ist ebenfalls überlegt umgesetzt worden. Wie bereits früher erwähnt, fallen die Übergänge nur wenig auf. Sie sind an geschickten Stellen, wie Flussläufen oder Hängen gesetzt und kaschieren damit den Umbruch zwischen Stadtszenerie und Flächenszenerie. Das kommt gut rüber!

Mount Rainier

Optional kann man ein angepasstes Höhenmodell für den Mount Rainier installieren. Der über 4.000 Meter hohe Berg dominiert das Bild von Seattle und den umliegenden Gemeinden und wird meist nur “The Mountain” genannt. Er ist deutlich höher als die umliegende Kaskadenkette und bei gutem Wetter auch aus der Innenstadt von Seattle zu sehen.

Das überarbeitete Mesh ist gut und spiegelt das beliebte Hintergrundmotiv für Boeingflugzeuge originalgetreu wieder. Es ist ein deutliches Upgrade zum Standardberg des Simulators. Wer mag kann auch das Hotel “Paradise Inn” im Nationalpark des Bergs suchen. Es ist von den Machern umgesetzt worden und ein nettes kleines Easteregg der Entwickler.

Die Flughäfen

Das war also Seattle von Drzewiecki Design. Nun haben die Entwickler aber zusätzlich auch das Packet “Seattle Airports” umgesetzt. Neben den großen Flughäfen Paine Field und Boeing Field, die neben den Boeingwerken auch von kommerziellen Linien angeflogen werden und zudem eine große Rolle im GA-Verkehr spielen, beinhaltetet das Packet zudem Renton, einen kleinen Werksflugplatz von Boeing und das GA-Feld Auburn im Süden.

Paine Field

Der Flughafen Paine Field in der Stadt Everett, nördlich von Seattle ist uns allen als Hauptproduktionsstätte von Boeing ein Begriff. An sich verfügt er über drei Landebahnen, von denen die östliche Parallelbahn allerdings nur für den allgemeinen Luftverkehr verfügbar ist und die ebenfalls sehr kleine Querwindbahn derzeit als Abstellfläche genutzt wird. Somit verbleibt die gut 2700 Meter lange Bahn 16R/34L als Lebensader der Flugzeugwerke.

Boeing fertigt hier verschiedene Flugzeugfamilien, von 747 bis 787, mit Fertigungsraten von mehreren Exemplaren pro Monat. Entsprechend voll ist das Vorfeld mit Maschinen, die gerade aus der Assembly-Line gerollt sind, oder bald an den Kunden abgegeben werden sollen. Ich hatte schon befürchtet, dass sich die Entwickler bei einer derartigen Masse an Flugzeugen auf eine handvoll Bemalungen festlegen würden und das Flughafenbild somit ein wenig monoton werden würde – aber nix da! Drzewiecki Design wartet mit einer beeindruckenden Vielfalt an Flugzeugen und Bemalungen auf. Da findet man British Airways, ANA, Emirates, LOT oder Hainen Airlines, KLM, American, United und viele weitere. Auch toll: die Prototypen der neuen 777X Generation stehen bereits auf dem Vorfeld. So ist die Szenerie über mehrere Jahre aktuell und hat einen modernen Touch.

Das Boeingwerk in Everett ist das volumenmäßig größte Gebäude der Welt. Es beheimatet derzeit die Endfertigungslinien von Boeing 747, 767, 777 und 787 und ist im Simulator für unseren Avatar offen.

Um es vorweg zu nehmen: Nein, ganz korrekt ist der Aufbau der Fabrik von Drzewiecki Design nicht umgesetzt worden. Auch sind die Positionen der jeweiligen Fertigungsstraßen nicht richtig. Trotzdem haben die Macher viel Arbeit in das Innenleben der Fabrik investiert und die Flugzeugherstellung in der kompletten Halle nit Gerüsten, Rohbauten, Einzelteilen, kleinen Figuren, Kränen und Treppen aufwendig abgebildet. Das ist interessant von innen anzusehen, macht aber auch von außen einen tollen Eindruck, weil man nicht nur auf eine Fototapete schaut, sondern in das plastische Innenleben der Fabrik blickt.

Auch der restliche Flughafenbereich ist imposant gelungen. Viele detailierte Gebäudemodelle, feine Strukturen und passende Bodentexturen schaffen ein realistisches Abbild des Werksflughafens. Auf den Parkplätzen stehen Massen von Autos und die Baustelle für das neue Terminal des Flughafens ist mit entsprechenden Geräten bestückt. Das neue Auslieferungszentrum von Boeing ist ebenfalls mit dem Avatar erkundbar und außerdem mit SODE-Jetways ausgestattet. Eine Übersicht über die verfügbaren Parkpositionen findet man in der Dokumentation der Airports. Hier gibt es zu jedem Flughafen eine Ground-Chart mit den entsprechenden Informationen.

Beeindruckend ist auch die Anzahl an statischen Objekten auf dem Vorfeld. Hier findet man zahlreiche Treppen, Generatoren, Hebebühnen und allerlei Werkzeug und Fahrzeuge. Auf Abstellflächen steht noch mehr Kram für den Alltagagebrauch herum und auch die Flugzeuge selbst sind mit passenden Details bestückt. Das bringt Leben und Atmosphäre! Auch einige kleine Menschen stehen an den Maschinen.

Die statischen Flugzeugmodelle sind übrigens super gelungen. Man findet Boeing 787 verschiedener Baureihen, Boeing 777 verschiedener Baureihen, Boeing 747 und Boeing 737, eine AN124, eine B-52 und vielerlei private Kleinflugzeuge. Einziger Schnitzer ist das Modell der 747. Es ist nicht sehr genau und überzeugt nicht wirklich. Eigentlich sollten dort -8 Frachter stehen, aber zur Modellreihe 8 passen weder die Tragflächen, noch die Triebwerke der Modelle. Schade; dafür überzeugen die restlichen Modelle aber voll und ganz!

Auf der geschlossenen Parallelbahn sind in Realität die “Terrible Teens” abgestellt. Frühe 787, die den Leistungsvorgaben nicht entsprechen und nicht von den Kunden abgenommen wurden. Warum bei Drzewiecki Design die neue -10 dort steht, die nichtmals in Everett gebaut wird, ist ein kleines Rätsel – aber auch eine vollkommen zu vernachlässigende Kleinigkeit, die die Szenerie in keiner Weise stört.

3D-Gras gibt es in Everett übrigens nicht. Die Bodentexturen sind generell von etwas geringerer Qualität als der Rest der Szenerie, genügen aber den Ansprüchen. Linien, Markierungen und Farbenspiel auf Taxi- und Runways sind sehr gut und scharf umgesetzt. Da gibt es nichts zu meckern.

Boeing Field

Hier hat alles begonnen. King County International Airport, auch Boeing Field genannt, ist der Geburtsort des globalen Unternehmens und immer noch wichtiger Bestandteil der Produktions- und Auslieferungsprozesse. Üblicherweise befindet sich hier die Testbasis für neue Flugzeugmuster in der Erprobungs- und Zertifizierungsphase, außerdem ist das Auslieferungszentrum für die Boeing 737 vor Ort untergebracht. Auf dem Gelände der ersten Boeingfabrik befindet sich das Museum of Flight, ein großes Museum mit vielen beeindruckenden Exponaten.

Wie auch in Everett überzeugt Boeing Field, kurz BFI, mit schönen Modellen und vielen Details. Treppen, Barraken, Hebebühnen und kleine Menschen bevölkern das Gelände und schaffen eine belebte Atmosphäre. Das ist super gelungen!

Anders als in Everett ist die Flugzeugvielfalt in BFI ein wenig eintöniger. Hauptsächlich findet man hier Maschinen von United, American und Delta, sowie Ryanar und der Air Force. Dafür, und das muss man den Entwickler erneut ganz hoch anrechnen, gibt es verschiedenste Ausführungen der 737-Modelle. Nicht nur in der Länge unterscheiden sich die Maschinen, auch verschiedene Wingletformen wurden verteilt und die P-8 Poseidon wurde mit ihren individuellen Unterscheidungsmerkmalen umgesetzt.

Die Gebäude wurden auch hier wieder fein modelliert. Besonders der Tower ist ein schönes Beispiel für die gute Arbeit der Entwickler. Auch Details wie der Boeingschriftzug oder das Innenleben des Auslieferungszentrums sind feinsäuberlich dargestellt worden. Am Rande des Flugfelds gibt es Bahnanlagen auf denen einige statische Züge stehen. Eigentlich warten hier immer Güterwagen mit 737-Rümpfen auf die Überführung nach Renton. Die vermisse ich hier noch.

Am südlichen Rand von Boeing-Field liegt das Museum of Flight. Das rote Holzhaus ist die sogennante Red Barn, Boeings erste Produktionsstätte. Drumherum ist das moderne Museum mit Exponaten aus der Geschichte der Luftfahrt entstanden. Hier stehen Concorde, Supper Constellation und “City of Everett”, die allererste Boeing 747. Eigentlich ist unter dem “Planeport” der großen Halle auf der anderen Straßenseite auch die alte Air Force One ausgestellt. Ihren Platz nimmt ein Duplikat der Air Canada L-1049 ein, die an sich vor dem Museum steht.

Boeing Field ist ebenso detailverliebt umgesetzt, wie auch Everett. Es macht einen klasse Eindruck und hält viele Kleinigkeiten bereit, die man auf dem Flugplatz erkunden kann. BFI eignet sich super für einige Touch and Gos, wie ich sie im Ersten Eindruck absolviert habe. Dabei fliegt man entlang der Skyline von Seattle und hat einen super Blick auf die Stadt. Zudem wird der Flughafen auch von UPS bedient und ist Teststätte für die militärischen P-8 und KC46.

Renton

Renton liegt nicht weit entfernt von Boeing Field. Hier werden sämtliche Boeing 737-Reihen gebaut und anschließend nach BFI überstellt. Zu Frühzeiten der Boeing 747 ist ein Prototyp der Queen auf der kurzen Landebahn aufgrund eines Gear-Collapse verunglückt. Mittlerweile sind hier keine Großraummaschinen mehr unterwegs. Zu den Boeing 737 Flügen gesellen sich lediglich einige Privatpiloten dazu.

Auch in Renton sind reichlich statische Objekte verteilt. Das Bild ist das gleiche wie in Everett und BFI. Die Rampen lassen nichts zu wünschen übrig, allerdings fällt die Detailarbeit direkt am Berghang wo sich ein Wohngebiet anschließt, ab. Dafür gibt es wieder Unmengen an Autos, Flugzeugen und Geräten die auf dem Flugplatz verteilt sind. Auch hier wird ein lebhaftes und geschäftiges Bild einer modernen Produktionsstätte erzeugt.

Als weiteres Beispiel für die beeindruckende Modellierarbeit der Entwickler habe ich einmal den folgenden Hangar abgelichtet. Die detailierte Ausarbeitung von Strukturen und Rohren ist wirklich gut gelungen.

Das Innenleben der Fabrik ist auch in Renton umgesetzt worden. Diese Hallen kenne ich nicht aus eigener Erfahrung und kann deswegen nicht sagen, ob sie korrekt wiedergegeben sind oder sich einige kleine Ungereihmtheiten wie in Everett eingeschlichen haben. Insgesamt macht die Fabrik aber einen passenden Eindruck mit einer Mischung aus passenden Modellen und ausgelassenen Details um die Performance zu schonen. Außerhalb der Halle stehen einige fertige 737 und viele Objekte.

Alle drei Boeing-Plätze sind auf hohem Niveau umgesetzt. Hier und da sind Details ausgelassen und an einigen Stellen sind die groben Bodentexturen etwas störend, alles in allem machen die Flughäfen aber einen super Eindruck und müssen sich nicht verstecken.

Auburn

Natürlich soll auch der kleine Flugplatz Auburn nicht zu kurz kommen. Er ist ebenfalls mit vielen Flugzeugmodellen und einigen Details ausgestattet und hat zudem einige Details im Umfeld erhalten. Hier findet man zum Beispiel die angesprochenen Waggons mit 737-Rümpfen.

Auburn ist wirklich nur ein kleines Flugfeld für den GA-Verkehr. Es eignet sich aber für diverse Abstecher, zum Beispiel zum nahen Mount Rainier, oder in Kombination mit Pacific Nortwest auch zu einem Streckenflug in das weitere Umland.

Nachtdarstellung

Nachts glitzert die Innenstadt mit ihren vielen Lichtern im Wasser des Sunds. Riesenrad und Kreuzfahrtschiff sind bunt beleuchtet und bringen somit ein wenig Farbe in die Szenerie. Der gesamte Bereich pendelt sich in einem super Gleichgewicht aus vielen Lichtern und Dunkelheit ein.

Auch die umliegenden Regionen sehen gut aus und warten mit passenden Kontrasten zwischen hell-ausgeleuchteten Industriegebieten und eher gedämpft erhellten Wohngebueten auf. Auf großen Flächen, wie im Hafengebiet machen die groben Bodentexturen der Nachtdarstellung ein wenig zu schaffen. Insgesamt überzeugt aber die Gestalltung von unterschiedlichen Lichtintensitäten. So sind Schnellstraßen als helle Adern zwischen dunkleren Wohngebieten mit vielen kleinen Lichterchen dargestellt und die Stadt setzt sich mit ihren differenziert ausgeleuchteten Hochhäusern noch einmal zusätzlich ab.

Leider gehört die Nachtdarstellung der Flughäfen zu den sehr sehr wenigen Minuspunkten der Flughafen-Szenerie. Sie wirkt sehr künstlich und unnatürlich. Dynamic Lightning ist nicht vorhanden. Die weißen Rümpfe der Flugzeuge und helle Gebäude im Dunkel der Nacht sind zu präsent und stechen aus den schwarzen Flächen hervor. Das ist nicht schön gelungen und leider gibt es auch wenig an der Umsetzung zu beschönigen.

Die Beleuchtung von Startbahnen und Rollwegen ist gut gelungen und weithin sichtbar. Auch die Performance stimmt nachts auf den Flughäfen. Die Übergänge zwischen Flughafengelände und Stadtszenerie sind jedoch sehr abbrupt und unpassend. Eine stimmige Nachtdarstellung hätte ich von dem Produkt schon erwartet.

Jahreszeiten

Richtige Jahreszeiten haben die Entwickler von Drzewiecki Design nicht implementiert. Das ist aber auch gar nicht so falsch. Das Klima in Seattle ist sehr gemäßigt, hauptsächlich nass, so dass sich im Verlauf der Monate nur wenig in der Region tut. Viele Nadelbäume sorgen außerdem dafür, dass es eigentlich das ganze Jahr über auch reichlich Grün gibt. Für den Januar haben die Entwickler dennoch Schneetexturen implementiert, die Seattle in helles Weiß tauchen. Auch um weiterhin einen passenden Anschluss an FTX zu ermöglichen. Bei genauer Betrachtung ist mir der Schnee an manchen Stellen etwas sehr unscharf geworden. Wie bereits mehrfach angesprochen, gehören die Bodentexturen zu den kleinen Schwächen der Szenerie. Gerade im Stadtbereich und auf den Flughäfen wirkt der Schnee auf diese Weise eher wie ein dreckiger Teppich. Aber dennoch: Das Gesamtbild passt. Gerade weil durch die fleckige Texturierung nicht der Effekt einer dicken, geschlossenen Schneedecke rüber kommt. Die gibt es in Seattle ohnehin nicht, Stadt und Flughäfen zeigen sich leicht freigetaut mit ein wenig Schnee.

Sehr gut gefällt zudem mir der Eiseffekt in der Bucht von Seattle. Die Uferregionen machen den Anschein als wären sie leicht angefroren. Das ergänzt die kalte Schneestimmung super und schaut toll aus.

Performance

Jetzt kommt der spannende Punkt. Kann man eine Szenerie von solcher Größe, mit detaillierten Flughäfen und im performancelastigen Raum von Seattle überhaupt ohne Diaprojektor betreiben?

JA! Man kann!

Das ist vermutlich sogar das beeindruckendste an Drzewickis neuen Produkten, denn Seattle läuft in Kombination mit AI-Verkehr, Flughäfen, Stadt und typischem Pacific-Northwest-Wetter ausnahmslos flüssig auf meinem System. Inklusive dickem Puffer! Gefühlt (leider kann ich das System an dieser Stelle nicht belegen) läuft die gesamte Region mit Seattle City X sogar besser als zuvor mit der Default City Scape. Ich habe in keiner einzigen Situation mit Performanceeinschnitten zu kämpfen und konnte sogar zusätzlich Wasserreflexionen einschalten. Im Vergleich zu New York läuft Seattle bei mir mit etwas 50 – 70 Prozent mehr Frames. Es ist ungefähr vergleichbar mit der Ablaufgeschwindigkeit in Innsbruck mit installierter Orbx-Szenerie oder Denver von FlightBeam.

Fazit

Seattle von Drzewiecki Design ist eine echte Wucht! Die Stadt brilliert mit beeindruckender Skyline, stimmiger Atmosphäre, weitläufigem Umland und spitzenmäßiger Performance. Abwechslungsreich gestaltete Stadtteile und passend modellierte Geländprofile vermitteln das Bild des echten Seattles. Eine Umsetzung einer Großstadt, die ihres gleichen sucht. Für mich gehört diese Szenerie in die Top Fünf des Jahres 2017!

Ergänzend zu Stadt gibt es die Flughäfen der Region, die mit ihrer aufwendigen Ausgestaltung, Detaillierung und Modellierung die geschäftigen Produktionsstätten des Herstellers Boeing abbilden. Sie stehen der Stadt kaum nach und ergänzen die Region ohne merkliche Performanceabstriche. Leider stimmt die Nachtdarstellung der Airports überhaupt nicht mit der sonst so starken Umsetzung der Flughäfen überein. Dennoch: auch für die Flughäfen gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Beide Szenerien kombiniert sind zwar fast sechzig Euro schwer, bringen auf den heimischen Rechner aber eine fabelhafte Welt, bei der man sich fragt, ob man für einen kurzen Feierabendflug überhaupt noch den Rest des Simulators benötigt. Über der wunderbar umgesetzten urbanen Region von Seattle lassen sich Maschinen von der Cessna bis zur großen Boeing 747 steuern. Dank der Anzahl von vier (bald fünf) Flughäfen im Packet, bietet es sich an, von Flughafen zu Flughafen zu fliegen, Touch and Gos zu üben oder einfach nur die atemberaubend umgesetzte Skyline von Seattle bei Sonnenuntergang zu genießen. Eine kleine Welt für sich, die im Schatten des Mount Rainier von Drzewiecki Design zum Leuchten gebracht wurde.

Informationen

Pro Contra
  • Alle Sims in einem Paket
  • Überragende Umsetzung der Stadt
  • Lebhafte Darstellung der Flughäfen
  • stimmiges Gesamtbild
  • realistische Atmosphäre
  • riesiges Gesamtpacket
  • Optionales Mesh für Mount Rainer
  • erstklassige Performance
  • Etwas unscharfe Bodentexturen
  • Schwache Nachtdarstellung der Flughäfen
Informationen Testsystem
  • Entwickler: Drzewiecki Design
  • Versionen: FSX/P3D
  • Preis : Stadt: 26,18€              Flughäfen: 29,75€
  • Kauf:  simMarket Stadt         simMarket Flughäfen
  • Größe: Stadt: 4,73 Gigabyte Flughäfen: 2,42 Gigabyte

 

  • Intel I7-4790K @ 4,7 Ghz
  • Geforce GTX 1080
  • Windows 10  64Bit
  • Prepar3D 4.1

 

 Tom Domenic Götz

Benachrichtigungen:
Kai

Hallo
Lange haben wir darauf gewartet! Ein Kompliment an Deinen “Mega Bericht” und die tollen Bilder für eine “Mega City”. Und wer hätte es besser machen können als DD 😉 ???

Stimme Dir zu, dass die Nachttexturen leider nicht so gut umgesetzt wurden…. aber trotzdem ein Meisterwerk zum fairen Preis 🙂

Kai

Fabian G

Für mich war die Frage der Performance eine der interessantesten, da Seattle auf meinem System eine der schlimmsten FPS Killerregionen überhaupt war. Deshalb hatte ich mich eigentlich schon schweren Herzens gegen einen Kauf dieser fantastisch aussehenden Szenerie entschieden. Dein Review gibt mir jetzt aber zu denken, werde wohl beim nächsten Sale zugreifen. Vielen Dank für deine Mühe!

Lowpull

DANKE für dieses unglaublich umfangreiche Review … alleine schon die Anzahl der Screenshots … HAMMER !!
Muss ich mir kommendes Wochenende dann nochmal in Ruhe durchlesen !
Das sieht alles TOP aus … wäre für mich die perfekte Ergänzung zu “Orbx PNW” … aber da muss bei mir erst ein neuer PC her.
Auch wenn es scheinbar sehr FPS-schonend programmiert wurde.
Ein gutes + gesundes 2018 für Dich !
Gruß, Lowpull !

Sebi

Ein Hoch auf 64 Bit, das kann man bei solchen Szenerien nicht oft genug erwähnen 🙂

klaus

Danke für diese Review, und in dieser Ausführlichkeit obendrein hoch verdient für diese neue DD Szenerie.

Habe mittlerweile SeattleCity X & Airports selbst auf meiner Platte und kann mich dem Urteil des Rezensenten nur anschliessen; ausser, dass ich – für meinen Geschmack – an der Nachtdarstellung nichts zu bemängeln habe.

Was ich aber bemängeln möchte, und ich mich schon des längeren frage (wie zBsp. auch bei DD New YorK):
Warum servieren uns bei all dieser fantastischen Szeneriedarstellung/Performance die Designer von DD nicht endlich auch eine ansprechende Soundkulisse (ähnlich wie bei der USCities Reiehe von Sasha Norman)? —> mit ein paar wenigen, stimmigen Soundfiles, wäre dies getan und würde das Erkundungs-/Szenerieerlebnis noch einmal DEUTLICH aufwerten.

Ausserdem wären die beigefügten Manuals noch verbesserungswürdig: wie zBsp. deutlich bessere Dokumentation/Bebilderung über die dargestellten POI’s (einschliesslich Koordinaten, sodass man mit Avatar/Fluggerät dort leichter hin findet). Für Anfänger auch wichtig: wie kommt man zBsp. auf die Spaceneedle um sich dort im Avatarmodus umschauen zu können? (–> Hinweis auf Versetzungsmodus/Slew oder – brachial wie ich’s mache – mit Heli darauf landen)….kann ja schliesslich nicht erwarten dass nur alte P3D Hasen dieses Addon erwerben.

Die Performance hat sich gegenüber DD New York noch mal deutlich verbessert (was echt überrascht) und ich kann all jenen, welche wie ich P3D v4 auf einem mitterweile alten System (5 Jahre alt, damals aber top) betreiben, sich Seattle ohne grossen Sorgen trotzdem zu besorgen; bei VERNÜNFTIGEN Einstellungen könnt ihr dieses Addon sicher mit guter Ablaufgeschwindigkeit betreiben, ohne allzu grosse Abstriche in den Einstellungen/Darstellung.

Auch die Liebe zu den Details überraschte mich immer wieder: so fand ich zBsp. in Boing Field in der hintersten Ecke des Flughafens zwei Container/einen Truck von DHL auf dem Parkplatz vor, was man sonst im normalen Flugbetrieb ziemlich sicher nicht wahrnehmen würde.

Oder, anderes Beispiel: Im Fertingungswerk von Everet kann man jede Leiter/Stufe mit dem Avatar erklimmen, um so von oben einen besseren Überblick zu bekommen (Fabriksound Files wären hier echt toll). IM Gebäaude haben sie zBsp. auch jene Maschine – einschliesslich Boeing – dargestellt, welche die Belastungsfestigkeit der Flügel testet (so wie ich es einmal in einer Doku über Everet gesehen habe)….wirklich verblüffend und derer Bespiele gäbe es noch genug.

Ein letzter, guter Tip: Vielleicht haben ja einige von Euch noch das alte AS Addon ” African Airstrip Adventures”: dort gibt es ein animiertes/fahrbares Quad von Franz Luftfahrt, welches sich wunderbar eignet um weiträumige Flughafengelände zu erkunden, vor allem wenn der Avatar Modus zu langsam ist.

Dieses Quad funktioniert in P3Dv4 TADELLOS (bis auf das Tacho Gauge, braucht man aber sowieso nicht), sogar einschliesslich kernigem zweitakt Motorsound (welcher bei Beschleunigung auch hoch dreht).

Euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2018 🙂