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Review: JustSim EDDH Hamburg Airport Helmut Schmidt

EDDH_titelDie russische Design-Schmiede JustSim hat den Markt der Szenerie-Addons in den letzten Monaten gewaltig aufgemischt. Mit der Entscheidung, zunehmend auch europäische Destinationen umzusetzen und dabei in den fremden Revieren von sim-wings, dem GAP-Team und anderen zu fischen, haben sie sich nicht nur Freunde gemacht. Ob ihr neuester Wurf, der Hamburg Airport Helmut Schmidt, überzeugen kann, hat sich unser Rezensent Frank Schmidt näher angesehen…
Als „Hamburger Jung“ ist es natürlich klar, dass ich mir diese Rezension nicht entgehen lasse. Jahrelang musste ich mich bei meinem Heimatflughafen mit einer German Airports Szenerie aus dem Jahre 2009 zufrieden geben. Mit dem Umstieg auf P3D folgte dann die endgültige Ernüchterung, da sich die FSX-Version nur sehr unzureichend im P3D betreiben ließ.

So war die Freude zunächst groß, als Ende 2016 noch ein Update erfolgte, welches den Betrieb dieser Szenerie nun auch im P3D erlaubte und dazu noch ein aktuelles Layout der Parkpositionen beinhaltete. Trotzdem merkt man der GAP-Szenerie an, dass sie schon etliche Jahre auf dem Buckel hat.

Als schließlich die Ankündigung von JustSim folgte, dass sie als nächstes den Hamburg Airport veröffentlichen, war ich mehr als gespannt. Zumal ein Release meist schon recht bald auf die Ankündigung erfolgt. Und tatsächlich, Mitte Februar war es dann soweit!

Wie bei JustSim üblich, erfolgte die Veröffentlichung zunächst ohne SODE-animierte Jetways. Sie wurden dann, wie versprochen, mit dem ersten Update nachgeliefert. Diese Version 1.2 ist auch die Basis für diese Rezension.

Kauf und Installation

Alle Szenerien von JustSim sind über den simMarket zu beziehen. Der Hamburg Airport kostet regulär 23,56 Euro. Noch bis zum 30.03.2017 gibt es im simmarket für JustSim-Produkte 20 Prozent Rabatt, sodass die Szenerie zur Zeit für 18,85 Euro zu haben ist.

Sie ist kompatibel mit dem FSX und P3D. Zum gleichen Preis ist auch eine Version für X-Plane erhältlich. Download und Installation sind schnell erledigt. Zum Einsatz kommt eine Installationsroutine vom simmarket, die durch Eingabe des beim Kauf erhaltenen Codes bei der Installation auf einer Website den endgültigen Freischaltcode erzeugt. Somit ist für die Installation eine aktive Internet-Verbindung notwendig.

Ein Konfigurationsmenü gibt es nicht, dennoch gibt es etwas zu konfigurieren. Benutzer der FTX Germany North Szenerie von Orbx bekommen eine spezielle Photo.bgl-Datei, um den Airport in die Orbx-Flächenszenerie einzubinden. Die standardmäßig installierte Datei hingegen ist mit der Default-Szenerie bzw. FTX openLC Europe kompatibel.

Der Austausch der Datei ist im mitgelieferten 4-seitigen Manual erklärt. Dort finden sich auch die empfohlenen Szenerie-Einstellungen für den Betrieb der Szenerie. Die Anmeldung in der Szenerie.cfg wird bei der Installation automatisch vorgenommen.

Erster Eindruck

Mein erster Anflug erfolgte aus Palma kommend über die NOLG3A STAR. Aufgrund der vorherrschenden Wetterbedingungen sollte auf RWY 15 gelandet werden. Dies bescherte mir einen herrlichen Anflug über Hamburg und den Airport, und schließlich über die Elbe hinweg zu den nördlichen Vororten bis zur Stadt Norderstedt. Von dort geht es im Endanflug über Felder und Wiesen zur Piste 15.

Dieser Anflug zeigt auch gleich die beiden größten Kritikpunkte der Szenerie. Da wären zunächst die Abriebspuren am Aufsetzpunkt der Landebahn. Diese sind viel zu stark ausgeprägt und sehen einfach nur furchtbar aus. Sie sind im Anflug schon meilenweit im Voraus zu sehen und wirken sehr unnatürlich. Das ist an allen Aufsetzzonen mit Ausnahme der Piste 33 der Fall. Hier wurde gänzlich auf Abriebspuren verzichtet. Das ist nachvollziehbar, da diese Piste zur Landung nur sehr selten im Einsatz ist. Zum einen wird versucht zu verhindern, dass über die Stadt angeflogen wird und zum anderen ist diese Piste als einzige nicht mit einem ILS sondern lediglich mit einem LOC DME Approach ausgestattet.

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Der nächste Kritikpunkt ist die Darstellung des Kronstieg-Tunnels. Hier wird die vierspurige Straße unter dem Taxiway und der Landebahn 15 durchgeführt. Trotz der empfohlenen Maximaleinstellungen für Mesh und Texturen wird dieser Tunnel leider nicht fehlerfrei dargestellt. Befindet man sich nicht unmittelbar an den Tunneleingängen (was beim Anflug besser nicht der Fall sein sollte!), ploppen die Tunnelwände an die Oberfläche, sodass links und rechts der Piste ein paar hässliche Wände stehen, die eigentlich unter der Erde sein sollten. Ich hoffe, das wird noch per Update behoben.

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Des Weiteren fällt auf, dass das eigene Flugzeug auf der Piste keinen Schatten wirft. Hinter der Kreuzung mit der Piste 23/05 verlasse ich die Landebahn über A6, Z3 und Z1 zur Parkposition 02C. Das Docking Guidance System an der Parkposition zeigt zwar die richtige Gatenummer, das war’s dann aber auch schon. Bereits in Barcelona war die Funktionalität der Tafeln ein Problem, in Hamburg zeigen sie hingegen gar nichts an. Hier hilft zur Zeit nur, in die Außenansicht zu wechseln, um das Flugzeug korrekt abzustellen. Umso besser funktionieren dagegen die SODE-animierten Jetways, die sich vorbildlich an das Flugzeug schmiegen. GSX übernimmt bei mir hierfür das Kommando und vermeidet dadurch ein Kuddelmuddel mit den Treppenfahrzeugen. Lediglich hinten wird eine zusätzliche Treppe angedockt. Jetzt steht dem Debording nichts mehr im Wege und ich kann mich auf dem Airportgelände ein wenig umsehen.

Der Hamburg Airport Helmut Schmidt

Der Hamburger Flughafen ist der ältestete aktive Flughafen Deutschlands und der fünftgrößte des Landes. Bereits seit 1911 gibt es ihn. Damals noch auf einer grünen Wiese gegründet ist er mittlerweile nahezu gänzlich von der immer größer werdenden Stadt Hamburg umschlossen. Das bereitet immer wieder mal Ärger mit den Anwohnern, die sich über den Betriebslärm beschweren bzw. über die Nichteinhaltung des Nachtflugverbots.

Bis vor kurzem hieß der Airport noch „Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel“ nach dem angrenzenden Hamburger Stadtteil. Zu Ehren des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt erhielt der Flughafen am 10. November 2016 offiziell am 1. Todestag den Namen „Hamburg Airport Helmut Schmidt“. Die Entscheidung darüber wurde in Hamburg überwiegend positiv aufgenommen und von den Bürgern der Stadt unterstützt. Im Terminal 2 wurde dazu noch eine kleine Sonderausstellung über das Leben und Wirken von Helmut Schmidt installiert. Somit reiht sich Hamburg in die Tradition ein, den Flughafen nach einem großen, deutschen Politiker zu benennen.

Nachdem die Überlegung, außerhalb von Hamburg einen neuen Großflughafen zu bauen, endgültig auf Eis gelegt wurde, wird der Hamburger Flughafen durch ständige Um- und Neubauten auf die kommenden Jahre ausgerichtet. Das Passagieraufkommen steigt seit Jahren stetig an und im vergangenen Jahr wurden erstmals 16 Millionen Fluggäste abgefertigt.

Die ständigen Bauarbeiten machen es schwierig, eine aktuelle Version des Hamburger Flughafens für den Sim zu entwickeln. Derzeit gibt es Umbaumaßnahmen auf dem Vorfeld. JustSim hat sich hiervon jedoch nicht abschrecken lassen und den Airport trotzdem in Angriff genommen. Doch nicht nur das, sie haben sogar versprochen, die Änderungen der kommenden 2 Jahre durch regelmäßige, kostenlose Updates nachzureichen. Da sie ihre Updateversprechen in der Vergangenheit stets eingelöst haben, denke ich, dass sie es auch in Hamburg tun werden und sich somit von den Mitbewerbern absetzen, die solche Updates – wenn überhaupt – nur nach längerer Zeit und dann meistens kostenpflichtig nachreichen.

Der aktuelle Stand der Version 1.2

Die derzeit verfügbare Version 1.2 zeigt den aktuellen Zustand in Hamburg. Die Umsetzung im Simulator beschränkt sich auf das reine Flughafengelände und schließt noch ein paar angrenzende Gebäude mit ein, die im direkten Zusammenhang mit den Airport stehen. So ist beispielsweise die neue Cargo-Halle vorhanden, die beim Anflug auf die Landebahn 33 im Final überflogen wird. Mit dem Update auf Version 1.2 wurde auch das Coffee-to-Fly hinzugefügt. Dieser beliebte Spottertreffpunkt liegt hinter der Brücke der Zufahrtsstraße zur Flughafenfeuerwehr. Von hier hat man eine sehr gute Aussicht auf die Landebahn 15/33.

Auf dem Flughafengelände selbst wurden alle Gebäude nachgebildet, die dort vorzufinden sind. Nicht nur aus Vorfeld-Sicht, sondern auch landseitig. Interessant ist jetzt natürlich, ob es einen Unterschied zu der zwar veralteten, aber immerhin noch funktionstüchtigen German-Airports-Szenerie gibt. Um es gleich vorweg zu nehmen, es gibt natürlich Unterschiede. Doch der Reihe nach. Fangen wir mit den Terminals an. Schon die GAP-Version verfügt über ein aktuelles Layout mit Terminal 1 + 2 und der dazwischen liegenden Airport Plaza.

Die Umsetzung von JustSim wirkt insgesamt moderner und verfügt über mehr Detailreichtum. Die Texturierung ist höher und besser aufgelöst, gerade im Bereich der Jetways. Hier wurde mit transparenten Tunneln gearbeitet. Das ist auf Höhe der Zeit und schick gemacht.

Der An- und Abfahrtsbereich vor den Terminals gefällt mir bei JustSim ebenfalls besser. Nicht nur, dass er im Vergleich zu GAP natürlich aktueller ist, die Texturen und Details sind ebenfalls besser bzw. vielfältiger.

Allerdings ist die Qualität der Boden- bzw. Luftbildtexturen eher mittelmäßig und nicht viel anders als bei der GAP-Version. Was mir bei der alten German-Airports-Szenerie nach wie vor besser gefällt sind die Anbindungen an die Umgebungsszenerie. Die Ausarbeitung von Brücken, Über- und Unterführungen ist einfach besser und liebevoller gemacht als bei JustSim, die sich hier einfacher Brückenmodelle bedient haben, die im Anschluss und Ausssehen wie Fremdkörper in der Szenerie wirken. Ebenso hat es JustSim versäumt, die Flughafenumgehungsstraße im Bereich der Landebahn 23 halbseitig mit einer offenen Tunnelkonstruktion zu gestalten, wie es die GAP-Version schon damals korrekt gezeigt hat. Die Problematik im weiteren Verlauf der Straße mit dem Kronstiegtunnel habe ich ja weiter oben bereits beschrieben.

Insgesamt sind die Gebäude der JustSim Szenerie auf einem recht ansprechenden Niveau, was Detailgenauigkeit, Größe, Position und Texturierung angeht. Ungenauigkeiten gibt es höchstens im Detailbereich, die jemandem, der den Airport nicht regelmäßig live zu Gesicht bekommt, wohl nicht auffallen werden.

Sehr gut gefällt mir auch der Bereich der Lufthansa Werft. Der auffällige Zufahrtsbereich von der Straße wurde sehr schön umgesetzt und auch sämtliche Gebäude haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Hier punktet JustSim ebenfalls gegenüber der GAP-Version.

Eher langweilig finde ich hingegen das Geschäftsfliegerzentrum. Auch wenn es sich hierbei um ein recht unscheinbares Nebengebäude des Airports handelt, so ist es doch gerade für GA-Piloten ein wichtiges Detail, was etwas mehr Aufmerksamkeit und Detailliebe verdient hätte. Da gefällt mir die alte German-Airports-Szenerie dann doch wieder besser.

Die Nachtbeleuchtung des Airports finde ich wiederum recht gelungen und auf Höhe der Zeit. Hier gehen ja die Meinungen stets auseinander. Ich finde sie funktionell und passend. Lediglich bei der Anflugbefeuerung auf die Landebahn 15 habe ich das Problem, dass sich diese im Verlauf des Anfluges im Final „ausdimmt“, sodass sie schließlich nicht mehr sichtbar ist. Das ist lustigerweise bei der Landebahn 05/23 nicht der Fall. Ich möchte aber auch nicht ausschließen, dass es sich hierbei um ein Problem mit meiner Grafikkarte bzw. dessen Treiber handeln könnte.

Fazit

Die alte, aber frisch upgedatete German-Airports-Szenerie behalten oder auf die neue JustSim Szenerie wechseln? Für mich ist diese Frage schnell beantwortet. JustSim hat auf der Haben-Seite das aktuellere Layout, die überwiegend moderner und besser umgesetzten Gebäude, funktionierende SODE-Jetways und eine sehr gute Performance.
Die GAP-Version punktet immer noch mit einer hübscheren Umgebungseinbindung und dank AES lite mit reichhaltigem Fahrzeugverkehr inner- und außerhalb des Flughafens.

JustSim leistet sich kleine Schwächen in der Genauigkeit und Schönheit, die aber eher die Randbereiche des Airports betreffen. In der Vergangenheit hatte JustSim aber stets ein offenes Ohr für Kritik, sodass ich mir vorstellen könnte, dass die ein oder andere Schwäche in einem späteren Update noch behoben wird. Größere Ungereimtheiten wie beispielsweise in Barcelona sind in Hamburg zum Glück ausgeblieben.

Abschließend wird die neue JustSim Szenerie meine alte GAP-Version ablösen, allein schon wegen der besseren Performance und dem moderneren Look. Über die kleinen Schwächen kann ich gut hinweg sehen, zumal ja regelmäßige Updates folgen sollen, sodass wir auf stetige Aktualität hoffen können. Wer regelmäßig Hamburg anfliegt, sollte zugreifen. Der derzeitige Angebotspreis von unter 20 Euro erleichtert die Entscheidung. Dieser Preis ist es allemal wert.

Informationen

PRO CONTRA
  • Moderne Umsetzung mit SODE-Jetways
  • Gute Performance
  • Für alle 3 Simulatoren verfügbar
  • Regelmäßige Updates für 2 Jahre
  • Kleinere Unsauberkeiten bei Brücken und Tunneln
  • Funktionsloses Docking Guidance System
  • Hässliche Abriebspuren auf den Runways
INFORMATION TESTSYSTEM
  • ENTWICKLER: JustSim
  • DISTRIBUTOR: simmarket
  • HOMEPAGE: JustSim
  • PREIS: 23,56 € im simmarket
  • Intel i7-4790k @ 4,4 GHz
  • 16GB RAM
  • Geforce GTX970 4096 MB
  • Windows 10

Frank Schmidt

 

Danke für das schöne Review; ich denke die Stärken und Schwächen werden gut wiedergegeben – da kann dann jeder für sich entscheiden, was einem wichtiger ist.

Danke für deine Entscheidungshilfe

Nur um auf Nummer sicher zu gehen: Das ist P3D V3? Die Angabe habe ich irgendwie nirgends gefunden.
Es ist ziemlich interessant wier sich diese von X-Plane inzwischen unterscheidet ( http://www.simflight.de/2017/02/27/x-plane-nachrichten-2/ ) . V4 dürfte da ja auch einen größeren Untersch8ied bedeuten, aucvh wenn es dann die große Frage sein wird wie lange die Designer brauchen sich an die komplett neue Grafikengine zu gewöhnen, falls LM es wagt wirklich PBR zum Einsatz zu bringen.
Einige Artikelschreiber, behaupteten zwar sie würden kein PBR nutzen, doch ich halte dass für einen Fehlschluss. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie eher von einem Deferred Renderer gesprochen haben, doch das hat mit der Frage PBR oder nicht wenig zu tun.

Hallo Karsten,

ja, alle Bilder wurden in Prepar3D V3.4 gemacht. Du hast Recht, das sollte ich das nächste Mal irgendwo erwähnen. 😉

Vielleicht solltest Du noch ein paar Zahlen anfügen, mindestens also V3.4.22.xxx (derzeit), denn V3.4.14.xxx hat nicht wirklich alles gemeinsam mit der jetzt aktuellen Version. Ja, leider der negative Seiteneffekt einer ständigen Entwicklung, das ist man nicht gewohnt 😉

Stimmt, Du hättest mal wirklich richtig groß an jedes Bild PREPAR3D schreiben können! 😉

Danke, sehr informativ!

Ich hätte nur eine Frage, warum sind im High – Definition Zeitalter die Screenshots immer noch 800×600?

Da die Mindestauflösung von P3D 1024×768 beträgt, erfordert die hier gezeigte Verkleinerung jedenfalls zusätzlichen Aufwand des Rezensenten batch-converting hin oder her und die Bildinformation wird gleichzeitig verringert.

Ich hab den Airport zwar schon, aber dennoch sehe ich mir gerne Screenshots an, die den durchschnittlichen Monitor von heute ausfüllen und man sich ein besseres Bild der Szenerie machen kann.

Liegt es am Servertraffic, am Upload des Rezensenten? Würde mich ernsthaft interessieren. 🙂

Moin Commander-AUT!

Ich benutze dieses Format und auch meinen Rahmen mit den schwarzen Balken um mit dem Bildausschnitt „spielen“ zu können. Leider gibt es für P3D kein vernünftiges Tool, um für Screenshots „schnell und einfach“ die Kamerapositionen zu variieren. Daher haben die Bilder meistens den eigenen Flieger im Zentrum. Wenn man jetzt immer das volle Screenshotformat ausnutzt, dann sehen alle Bilder auch immer irgendwie gleich aus. mit dem verkleinern und verschieben kann ich viel bessere und interessantere Bilder schaffen. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass ich auf diese Weise Menüleisten, Frameanzeigen und rote Balken aus den Bildern verschwinden lassen kann. Das sieht einfach besser und professioneller aus.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die kleineren Bilder von mobilen Endgeräten (Handy + Tablets) besser verarbeiten lassen. Ich denke, dass ein Großteil unserer Leser die Reviews und Artikel unterwegs konsumieren und nicht am heimischen PC. In den Anfangszeiten von simflight gab es sogar mal die Vorgabe, nicht mehr als 20 Bilder pro Review zu verwenden. Ich denke, unsere Stärke sind in erster Linie die Texte und die Recherche, nicht aber das Bildmaterial auf der Seite. Screenshots gibt es nach Erscheinen wie Sand am Meer im Netz.

Eine Limitierung seitens simflight gibt es nicht, diese Bildgröße ist allein meine Entscheidung. Mich würde aber auch interessieren, was andere Leser dazu denken und würde meine Arbeitsweise an die Wünsche der Leser anpassen, wenn lieber größere Bilder erwünscht sind. Übrigens, beschneiden und bearbeiten muss ich die Bilder in jedem Fall, da ich beim Fliegen einen 2. Monitor benutze, den ich jedes Mal von den Screenshots „abschneiden“ muss. Mein geliebtes Screenshot-Tool, was das bislang immer automatisch getan hat, versagt leider nach dem Windows 10 Update seinen Dienst.

„Leider gibt es für P3D kein vernünftiges Tool, um für Screenshots „schnell und einfach“ die Kamerapositionen zu variieren.“

Chaseplane?

Und als Screenshot Tool das Microsoft Snipping Tool:
https://mix.office.com/en-us/snip?previewvrg

Ich lese die Beiträge von Simflight meist auf meinem Tablet. Da ist die Auflösung wie in diesem Review ideal. Aber auch auf dem PC stört mich die Größe nicht. 800×600 ist eine Stanardgröße, die auch in einigen Foren gefordert wird. Nicht jeder verwendet die komplette Größe seines Bildschirm (sei es wegen Sidebar oder Fenstermodus). Daher finde ich kleinere Bilder besser als die Alternative, in Bildern scrollen zu müssen, weil sie nicht auf den Bildschirm passen. Und so winzig, dass man nichts erkennen kann, ist 800×600 auch wieder nicht.
Viele Grüße
Uli

Danke für den ausführlichen und schön geschriebenen Bericht!

Nun, ich bin mir nicht sicher, ob die Flightsimmer, die zum Fliegen einen hochwertigen Monitor benutzen, zum Lesen der News auf ein Handy umschwenken.
Ich tue es auf jeden Fall nicht! Und da ich einen 4K Monitor benutze, sehen die kleinen Bildchen bei mir wie Briefmarken aus.
Auch kenne ich keine anderen Newsseiten, die so eine geringe Auflösung verwenden. Zumindest habe ich anderweitig keine Probleme.

Es ist sehr schwierig sich einen Eindruck zu verschaffen bei den kleinen Bildern!

ChasePlane kann ich nur empfehlen für Review-Screenshots, alternativ habe ich vorher einfach immer mit den Tastenkombinationen „Alt+Enter/Alt+Backspace“ etc. die Cockpitansicht im Hubschrauber verändert, sodass sich die Sicht quasi unter der Maschine befand. Geht auch im Versetzungsmodus.

Nimmt die V-Taste für Screenshots in P3D auch den Rest des Bildschirms mit auf? Ich fliege immer im Vollbildmodus, aber sonst wäre das ja noch eine Idee.

Hallo Frank,

danke für die Antwort. Angesichts der Pixeldichte moderner Tablets und Smartphones sollten dem mobilen Konsumenten aber keine echten Nachteile erwachsen.

Für die Reifenspuren (die ich auch nicht besonders gelungen fand) könnt ihr die „tires_rwy.dds“ bearbeiten.
Ich hab das für mich gemacht, weiss aber nicht ob ich das aus Copyright veröffentlichen kann.
Chris

Hallo Chris,
ja davon würde ich erstmal auch Abstand nehmen. Allerdings könntest du im Forum von JS nachfragen. Aber du könntest uns einen Screenshot zeigen…bitte

Vielen Dank für das Review! Dem folgend würde ich auch die Vorteile überwiegend sehen. Interessant waren auch die Infos zum Hamburger Airport, dort bin ich eher selten unterwegs, daher ist sowas immer ganz nett, um trotzdem informiert zu sein.

@Helmut Schmidt im Beginn des Review:

„und dabei in den fremden Revieren von sim-wings, dem GAP-Team und anderen zu fischen, haben sie sich nicht nur Freunde gemacht“

Warum den nicht? Das ist doch schon normal und das machen auch andere Designer. Gute Flugplätze werden doppelt angeboten und andere für die FSimulation wiederum gar nicht.

Wie oft habe ich den schon ein Flugplatz Addon gekauft und schon bald kam eine neue Version von einem anderen Designer. Ganz schlecht wird’s erst, wenn die Freeware besser ist als die Payware.
Man muss einfach damit leben.

Roger

Ich habe mir als Hamburger das Ganze auch gegönnt und war ebenfalls GAP Besitzer.

Dem Review kann ich soweit zustimmen,würde dazu aber gerne noch ein paar Sätze loswerden:

Bei Justsim-Flughäfen gibt es immer diesen einen roten Faden, der sich überall durchzieht. Seien es die Fehler oder auch die Gereimheiten. Widersprechen muss ich allerdings in dem Punkt, dass Alex von Justsim immer aufgeschlossen ist. Erst recht in letzter Zeit zeigt sich überwiegend auf Facebook, dass dieser sehr respektlos mit seinen Kunden umgeht. Er selber rechtfertigt das mit der Sprachbarriere. Wie man das wertet, bleibt ja jedem selbst überlassen.

Die Performance ist leider auch nicht so rosig, insbesondere beim Approach. Ich komme hier selten bis gar nicht über 25fps was bei anderen Flughäfen nicht der Fall ist. Ich schiebe das Ganze mal auf Hamburg selber (OpenLC in Benutzung).

Ansonsten bleibt es für den Preis eine solide und gute Bereicherung. Ich werde seine Produkte weiterhin kaufen. Gestolpert bin ich allerdings über die sehr schlechte Auflösung der Bodentexturen um die Terminals rum. Keine Ahnung ob das Standard ist. Aber dort ist man ja ehr selten 🙂

Also ich kann nur vom Gegenteil berichten, ich hatte aufgrund einer Supportanfrage wegen der Barcelona-Szenerie vor einigen Monaten mit JustSim Kontakt, und man hat dort sehr freundlich mit mir kommuniziert, und versucht das Problem zu beheben.

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