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Review: Manchester X vs. Manchester Xtreme

EGCC_titelWer die Wahl hat, hat die Qual! Zwei Tage nachdem Aerosoft ihre Manchester X Szenerie veröffentlicht hat, legte Gary Summons unter seinem Label UK2000 eine aktuelle Version von Manchester Xtreme nach. Preislich liegen beide Versionen gleichauf. Die Produktbilder disqualifizieren ebenfalls keinen der Kandidaten im Vorfeld. Da hilft nur ein Blick unter die Haube. Unser Rezensent Frank Schmidt hat beide Szenerien verglichen und wer das Rennen schließlich gemacht hat, erfahrt ihr durch….

Manchester

Manchester liegt im Nordwesten Englands und hat etwas über eine halbe Millionen Einwohner. In der jüngeren Geschichte gab es einige wirtschaftliche Turbulenzen, mittlerweile findet die Stadt jedoch neuen Zulauf. Es entstanden einige Bürotürme, die die Skyline in den letzten Jahren markant verändert haben. Daneben gibt es aber immer noch zahlreiche Gebäude im viktorianischen Stil und der rote Backstein ist ein häufig anzutreffender Baustoff im Stadtbild. Neben zahlreichen Parks, hat die Stadt auch eine Menge an Kultur, Theater und Museen zu bieten. Wirtschaftlich steht Manchester nach dem Bruttosozialprodukt an dritter Stelle hinter London und Birmingham. Allerdings sind die früheren Hauptarbeitgeber, die Schwerindustrie und die Textilbranche, mittlerweile vom Dienstleistungssektor abgelöst worden.
Ebenfalls an dritter Stelle liegt Manchester mit seinem Flughafen. Lediglich Londons Flughäfen Heathrow und Gatwick befördern noch mehr Passagiere. Der 1929 eröffnete Flughafen verfügt über drei Terminals und zwei parallele Start- und Landebahnen gleicher Länge, die jedoch in der Länge versetzt zueinander liegen.
Manchester bedient ca. 180 Ziele. Neben zahlreichen inländischen Verbindungen und Zielen in Europa gibt es auch ein paar Langstreckenverbindungen, hauptsächlich nach Nordamerika. Der Airport kommt auf ca. 170.000 Flugbewegungen mit ca. 22 Millionen Passagieren im Jahr.

Kauf und Installation

Sowohl Manchester X von Aerosoft wie auch Manchester Xtreme v2 von UK2000 können über den simMarket bezogen werden. Preislich liegen beide Produkte knapp unter 20 Euro und unterscheiden sich hier nur im Cent-Bereich. Kompatibel sind beide Szenerien mit dem FSX, FSX:SE und Prepar3D v3, während Manchester Xtreme zusätzlich noch mit Prepar3D v2 und v1 sowie dem FS2004 zu betreiben ist. Für meinen Vergleichstest kam Prepar3D v3.4 zum Einsatz unter Verwendung von FTX Global Vector, jedoch ohne die Region EU England.
Da zuerst erschienen, habe ich zunächst Manchester X von Aerosoft installiert. Die Installation läuft bei Aerosoft nach dem gewohnten Schema ab. Die notwendigen Dateien werden im Simulator auch gleich angemeldet und am Ende öffnet sich ein Konfigurator, der Anpassungen an die Szenerie möglich macht. Hier können statische Objekte und 3D-Gras an- bzw. abgestellt werden. Ebenso ist hier die gewünschte Jahreszeit zu wählen, da diese nicht selbständig gewechselt wird. Außerdem ist noch eine Funktion „Disable FTX EGCC“ vorhanden, die Überschneidungen mit FTX EU England vermeiden soll.
Leider fehlt der Hinweis, dass Nutzer von FTX Global Vector die Airport Elevation Corrections (AEC) für EGCC ebenfalls deaktivieren müssen. Dazu ist leider auch im mitgelieferten Handbuch keine Silbe zu lesen, was bei einigen nicht so versierten Betreibern unseres Hobbys schon mal für ein erstes Frusterlebnis sorgen kann, wenn sich bei Betrachtung der neu erworbenen Szenerie eine Kraterlandschaft auftut.
Hier kann die Szenerie von UK2000 einen ersten Pluspunkt einheimsen, denn bei der Installation wird explizit auf dieses Problem hingewiesen. Ebenso wie bei Aerosoft gibt es bei Manchester Xtreme ein Konfigurationstool, um die Szenerie den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen. Allerdings wechseln die Jahreszeiten bei dieser Szenerie automatisch, sodass in diesem Punkt keine Anpassung vorgenommen werden muss.
Beide Produkte besitzen darüber hinaus noch ein PDF-Handbuch sowie eine Chartsammlung (Aerosoft) bzw. einen Hinweis zu einer passenden Quelle im Internet (UK2000).

Erster Eindruck Manchester Xtreme (UK2000)

Der erste Flug nach Manchester erfolgte dann mit der UK2000 Szenerie vom generalüberholten GAP3 Hamburg (EDDH) mit der PMDG 737-800. Das Wetter war eher mäßig und bei Ankunft im Luftraum von Manchester hat es – wir sind schließlich in England und bedienen die Klischees – geregnet.
Die Sichtweite war noch ok, dennoch war die Anflugbefeuerung das erste, was ich von Manchester zu Gesicht bekam. Links und rechts davon sind große Außenparkplätze des Airports erkennbar. Gelandet bin ich auf der Landebahn 23R, anschließend ging es einmal quer über das gesamte Flughafengelände zum Terminal 2 zum Gate 209. Auf dem Weg dorthin kommt man an zahlreichen interessanten Punkten vorbei. Neben einigen statischen Flugzeugen (per Konfigurator auch abschaltbar) passiere ich mehrere große Hangars sowie den Tower des Flughafens. Überall gibt es neben den eigentlichen Gebäuden auch zahlreiche Container, Treppen, Fahrzeuge und ähnliches zu sehen, sodass der Airport einen recht lebendigen Eindruck macht. Unterstützt wird dies durch dynamischen Fahrzeugverkehr, der von Gary Summons selbst entwickelt wurde, jedoch mit AES-Lite von Aerosoft nicht ganz mithalten kann.

 


Bei Erreichen des Gates freue ich mich schließlich über ein funktionierendes Safegate-System, was mir das Einparken erleichtert. Ganz zum Schluss patzt die Szenerie dann doch noch, denn beim Aktivieren des Jetways macht sich nicht der dem Flugzeug am nächstem gelegene Jetway auf den Weg, sondern einer vom Nachbargate.
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Erster Eindruck Manchester X (Aerosoft)

Am nächsten Tag gab es dann einen ersten Anflug auf Manchester X. Ausgangspunkt war diesmal das näher gelegene Dublin, erneut kam eine PMDG 737-800 zum Einsatz. Das Wetter war nochmals schlechter geworden, mehr Bewölkung bei noch weniger Sicht, dafür kein Regen mehr. Bei Annäherung an Manchester traute ich zunächst meinen Augen nicht. Lange bevor ich auch nur ein einziges Detail der Szenerie zu Gesicht bekam, hatte die Szenerie beim Laden bereits einen Großteil des verbliebenen Speichers (VAS) vereinnahmt. Die stets per FSUIPC eingeblendete Restmenge lag bei 367 MB und ich hatte noch nicht einmal das ILS eingefangen. Im weiteren Verlauf des Anflugs wurde zwar noch etwas Speicher wieder freigegeben (Restmenge 490 MB) aber kurz vor dem Aufsetzen war ich wieder bei einer Restmenge von (380 MB). Und ich war gerade einmal eine knappe Stunde unterwegs!
Bei der schlechten Sicht konnte die Szenerie-Umsetzung von Aerosoft nicht so gut punkten wie Manchester Xtreme. Es gibt zwar eine dreidimensional modellierte Anflugbefeuerung, aber leider war diese bei den vorliegenden Sichtbedingungen nicht in Betrieb. Lediglich die Runwaybeleuchtung war aktiv, diese ist allerdings leicht versetzt zur Runway, was ebenfalls ein Manko darstellt. Auch diesmal strebte ich ein Gate an Terminal 2 an und nahm den gleichen Weg dorthin, wie bereits am Vortag. Währenddessen vernahm ich zweimal die „VAS-Bimmel“, die einen drohenden Out-of-Memory-Error (OOM) ankündigte. Schlussendlich kam ich dann doch noch zum Gate 210 mit einem Restspeicher von 326 MB. Auch hier erwarteten mich ein Safegate-System und bewegliche Jetways.

 


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Speicherverbrauch (VAS) im Vergleich

Dieser übermäßige Speicherverbrauch von Manchester X hat mich doch sehr überrascht und ich habe mich gefragt, ob das nur ein Zufall war, oder ob das tatsächlich zu reproduzieren ist. Also habe ich mich entschlossen, einige Tests und Vergleichsflüge durchzuführen. Hierfür habe ich den Flug von Dublin nach Manchester mehrfach wiederholt, immer unter den gleichen Voraussetzungen und mit dem „historischen“ Wetter vom ersten Mal.
Beim Start in Dublin (Aerosoft-Szenerie) mit PMDG 737-800 hatte ich bei allen Flügen zum Zeitpunkt des Take-offs ca. 1,2 GB freien VAS-Speicher. Im Anflug dann das folgende Bild:
Manchester X (Aerosoft): bei 2000 ft (VAS 396 MB), bei 1000 ft (VAS 527 MB), bei 500ft (VAS 490 MB), bei Landung (VAS 400 MB)
Manchester Xtreme (UK2000): bei 2000 ft (VAS 972 MB), bei 1000 ft (VAS 963 MB), bei 500ft (VAS 949 MB), bei Landung (VAS 949 MB)
„Out off the Box“ genehmigt sich die Aerosoft-Szenerie satte 550 bis 600 MB mehr VAS als die Szenerie von UK2000! Unglaublich, aber wahr. Als nächstes habe ich getestet, in wie weit die Einstellungsmöglichkeiten des Konfigurations-Tools in der Lage sind, Manchester X doch noch in eine brauchbare Szenerie zu wandeln. Zunächst einmal habe ich alles deaktiviert, was ging. Anschließend erfolgte der bekannte Testflug.
Manchester X (Aerosoft), „all off“: bei 2000 ft (VAS 917 MB), bei 1000 ft (VAS 874 MB), bei 500ft (VAS 862 MB), bei Landung (VAS 792 MB)
Auch hier liegt die Szenerie im Verbrauch noch immer leicht über Manchester Xtreme, allerdings nun ebenfalls mit einem mehr als komfortablen Puffer zum gefürchteten OOM. Zumindest für kürzere Flüge zwischen 1 und 2,5 Stunden Länge wäre hier noch Luft nach oben, um ein zuvor deaktiviertes Feature wieder zuzuschalten.
Um herauszufinden, welches der deaktivierten Features am meisten VAS frisst, habe ich mich zurück ans Gate gestellt und hier eine Situation ohne Wetter und ohne Flugzeug gespeichert. Diese Situation habe ich anschließend immer wieder geladen und je ein Feature wieder eingeschaltet.
Manchester X (all off) – verbleibender VAS: 2,05 GB
Manchester X (mit Ground Services) – verbleibender VAS: 1,85 GB
Manchester X (mit statischen Autos) – verbleibender VAS: 1,80 GB
Manchester X (mit 3D Menschen) – verbleibender VAS: 2,05 GB
Manchester X (mit 3D Gras) – verbleibender VAS: 1,98 GB
Manchester X (all on) – verbleibender VAS: 1,60 GB
Alle Werte wurden notiert, nachdem die Szenerie zwei Minuten geladen war. Zwischenzeitlich gab es zusätzliche „Verbrauchsspitzen“ von bis zu 150 MB, die jedoch nach kurzer Zeit wieder freigegeben wurden. Kommt jetzt noch ein bisschen Wetter und ein komplexer Airliner dazu, dann schrumpft der verbleibende VAS-Speicher auf unter ein Gigabyte, bevor das Flugzeug den Airport verlässt. Größter Killer sind hier offenbar die statischen Autos, die überall auf dem Gelände platziert wurden. Allein das Abschalten der Autos bringt 250 MB mehr VAS. Wenn man dann noch auf das 3D-Gras verzichtet, kann der Rest anbleiben, wenn es nicht auf Langstrecke gehen soll. Auf das Abschalten der Ground Services würde ich verzichten, da es ansonsten auf dem Airport aussieht wie auf dem Hauptstadtflughafen BER im echten Leben.

Die beiden Umsetzungen im Vergleich

An dieser Stelle lasse ich mal ein paar Bilder sprechen, die ein bisschen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzeigen.

 

 

 

 

Das ist mir aufgefallen

Insgesamt hat die Aerosoft Szenerie die schöneren, detaillierteren Gebäude und stellenweise bessere Texturen als Manchester Xtreme. Hier und da wurde mit transparenten Einblicken in die Terminals und in den Tower gearbeitet, ohne es mit zu viel Details zu übertreiben. Interessanter Weise weichen die Gebäudedimensionen beider Szenerien doch sehr deutlich voneinander ab. Ich kenne den Flughafen nicht im Original, es scheint aber so, als wenn Manchester X die glaubwürdigeren Gebäudegrößen hat. Die Bodentexturen sind ebenfalls ein bisschen besser aufgelöst, wenngleich die Einbindung in die Umgebung bei beiden Szenerien nicht so recht passen mag. Obwohl in der Produktbeschreibung angepriesen, vermisse ich dynamischen Fahrzeugverkehr (AES-Lite) in Manchester X. Ich vermute, hier hat die Endkontrolle versagt und dieser wird in einem Update nachgeliefert.
Bewegte Fahrzeuge hat Manchester Xtreme von Anfang an zu bieten und beide Szenerien verfügen über animierte Jetways (Strg + J) und Safegate-Systeme. Hier gefällt mir wiederum die Umsetzung von Machester X besser. Das Safegate-System ist aus Cockpitsicht besser erkennbar und die Räder des Jetways versinken beim Andocken nicht im Boden. Ordentlich passen tun jedoch beide nicht, was der Einfachheit dieser Methode geschuldet ist. Aber besser so, als gar keine beweglichen Jetways.
Auch wenn es in Sachen Details und Genauigkeit bei UK2000 hier und da etwas hinkt, so hat Gary Summons meines Erachtens das bessere Händchen, wenn es darum geht, durch geschicktes Platzieren von Objekten einem Flughafen Leben einzuhauchen. Insgesamt wirkt Manchester X hier trotz höherer Genauigkeit etwas steriler und sachlicher. Und das liegt nicht (nur) am (noch) fehlenden Bodenverkehr.
Und so hat Manchester X an vielen Stellen zunächst einmal die Nase vorn, kann dann aber in letzter Konsequenz doch nicht überzeugen. Beispiel Anflugbefeuerung – bei Aerosoft dreidimensional gestaltet und sieht besser aus als bei Manchester Xtreme, wo es nur „flache“ Beleuchtung gibt. Dafür funktioniert sie dort aber auch bei schlechter Sicht. Nachts sieht es dann bei Aerosoft wieder hübscher aus, dafür passt die Runwaybeleuchtung (Piste 34R) nicht zum Untergrund, ist irgendwie leicht verdreht. Wieso hat das keiner vorher gesehen? Oder fand man das etwa nicht so schlimm? Letzteres fände ich allerdings fatal.
Und wo wir gerade beim Thema Licht sind: die Nachtbeleuchtung beider Szenerien ist nur Durchschnitt. Hier gibt es bei beiden noch ordentlich Luft nach oben. Da haben andere Designer gezeigt, dass das schon besser geht. Manchester X gibt sich nicht einmal die Mühe, so etwas wie Lichtkegel auf dem Untergrund anzudeuten, bei Manchester Xtreme sind zumindest Ansätze erkennbar.

Das muss man wissen

Manchester X von Aerosoft ist in der Standard-Konfiguration (mit allen Features „aktiv“)  schlichtweg unbrauchbar! Das muss an dieser Stelle mal mit aller Härte gesagt werden. Natürlich kann ich mich als Publisher hinstellen und sagen, dass die Szenerie mit allen Features ganz wunderbar funktioniert, wenn ich sie in einem nackten Simulator installiere und anschließend mit einer Standard-Cessna stundenrund Touch-and-Go-Anflüge schruppe. Aber so funktioniert unser Hobby nun mal in der Regel nicht. Und es liegt in der Verantwortung der Entwickler, dass eine Szenerie nicht nahezu allen verbleibenden VAS-Speicher für sich vereinnahmt. Noch unterliegen wir nun mal dieser Beschränkung. Zum Glück kann man mit Hilfe des Konfigurations-Tools die Szenerie soweit anpassen, dass der Speicherverbrauch auf ein (gerade noch) erträgliches Maß reduziert wird. Im Handbuch steht, dass diese Anpassungen zur Verbesserung der Performance dienen sollen. Liebe Entwickler, Performance ist aber schon lange nicht mehr unser Problem! Die Grafikkarten und CPU’s langweilen sich längst zu Tode, was wir brauchen ist besseres Speichermanagement!
Und dass das alles unter einen Hut zu bringen ist, haben schon genügend Szenerie-Designer bewiesen! Gary Summons ist einer von ihnen. Er hat in diesem Punkt alles richtig gemacht und trotzdem nicht auf 3D-Fahrzeuge oder statische Objekte auf dem Airport verzichtet. Ganz im Gegenteil! Bei Aerosoft hingegen muss ich mich jetzt entscheiden, welchen Speicherkiller ich abschalten möchte, damit ich die Szenerie nutzen kann. Leider hat das Konfigurations-Tool nur die Möglichkeit, gewisse Gruppen zu deaktivieren. Besser wäre es gewesen, lediglich die Menge der statischen Objekte zu begrenzen.

Fazit

Manchester Xtreme von UK2000 ist das solidere Paket von beiden. Hier stimmt von Anfang an alles – installieren und losfliegen! Die Qualität ist ordentlich, ein typischer Gary Summons Airport eben. Wer seine Produkte kennt und mag, wird auch von Manchester Xtreme in der Neuauflage nicht enttäuscht sein. Manchester X von Aerosoft punktet vielerorts mit detailreicheren Gebäuden und Texturen, wirkt insgesamt eine Spur moderner, leistet sich aber an der einen oder anderen Stelle wiederum Ungenauigkeiten, die den guten Eindruck trüben. Durch das Abschalten von Details kann man den VAS-Verbrauch auf ein erträgliches Maß drücken, dadurch verliert sie jedoch die anfängliche Überlegenheit gegenüber Manchester Xtreme. Nach diesem Test müsste ich eigentlich eine der beiden Szenerien wieder von der Platte schmeißen, aber vorerst kann ich mich nicht entscheiden, welche es trifft. Sollte Aerosoft per Update die kleinen Mankos aus der Welt schaffen und den Speicherverbrauch in den Griff bekommen, ohne kompletten Verzicht auf statischen Autos oder Objekte, haben sie die Chance, doch noch an Manchester Xtreme vorbeizuziehen. Mal sehen, ob sie diese Chance wahrnehmen…

Nachtrag (12. März 2017)

Anfang März hat Aerosoft das angekündigte Update nach zahlreichen Verzögerungen nun endlich nachgereicht. Neben zahlreichen Änderungen an der AFCAD-Datei wurden unter anderem noch die Taxi-Sign Positionen korrigiert, die statischen 3D-Menschen entfernt und die Modelle der geparkten Autos durch weniger detaillierte Versionen ersetzt. Dazu kommt ein neuer Addon Manager, der zukünftig auch die Updates der Szenerie steuern soll. Weiterhin ist es aber nur möglich, einzelne Gruppen ein- bzw. auszuschalten (Autos, Flughafen-Fahrzeuge, 3D-Gras) und nicht die Dichte zu beeinflussen. Die überarbeiteten 3D-Autos auf den Parkplätzen sorgen zumindest dafür, dass der VAS-Verbrauch gegenüber der Release-Version zum 200 MB gesunken ist und somit die OOM-Gefahr ein wenig nach hinten rückt. Nach wie vor begnügt sich Manchester Xtreme von UK2000 mit noch einmal 300 MB weniger VAS. Nach dem Update befindet sich Manchester X mit dem VAS-Verbrauch aber in guter Gesellschaft mit anderen Szenerien, die ebenfalls ganz gut hinlangen. Dafür bekommt man ja auch eine Menge Eye-Candy geboten. Damit hat sich Manchester X einen kleinen aber feinen Vorteil bei mir erkämpft, sodass Manchester Xtreme bei mir nur noch zum Einsatz kommt, wenn absolute VAS-Sparsamkeit erforderlich ist, wie beispielsweise bei einem Langstreckenflug.

Informationen

MANCHESTER X MANCHESTER Xtreme
  • ENTWICKLER: I.D.S
  • DISTRIBUTOR: simmarket
  • HOMEPAGE: I.D.S
  • PREIS: 19,94 € im simmarket
  • ENTWICKLER: UK2000
  • DISTRIBUTOR: simmarket
  • HOMEPAGE: UK2000
  • PREIS: 19,69 € im simmarket

Frank Schmidt

 


8 comments to Review: Manchester X vs. Manchester Xtreme

  • Oski

    Mir fällt auf, dass bei den Vergleichsbildern (ab Bild #13) sehr grosse Unterschiede bei den Gebäudehöhen und bei deren Layout festzustellen sind. Lassen sich hier Aussagen machen, welche Modelle stimmiger sind? Kennt das vielleicht jemand aus dem „richtigen Leben“?

    • Markus Burkhard

      Oski, Bild 13 und 14 sind extrem, beim Terminal im Hintergrund. Da ist das Gebäude von UK2000 mehr eine Baracke als ein Terminal… Sollte relativ einfach auf Fotos zu erkennen sein, wenn Flugzeuge davor stehen?

      • Oski

        Ja, da ist es mir zuerst aufgefallen, aber auch der Unterschied bei #15 und #16 scheint mir extrem gross zu sein, vor allem auch die Position des (Apron?) Control Towers. Solche vergleichenden Reviews geben da wirklich einen sehr guten Eindruck über die Unterschiede.

  • Michel See

    Gem Forum hat IDS am Freitag ein Update an Aerosoft geliefert und will nächste Woche noch was nachschieben. Evtl. gibt’s so nächste Woche ein Update von Aerosoft. Ist dann ein kurzer Nachtrag zum Review drinn, was das Update so bringt?

    • Frank

      Auf jeden Fall, Michael! Ich habe es im Forum gelesen und bleibe dran! Gruß, Frank (Review-Autor)

      • Markus Burkhard

        Danke Frank. Ich werde das Gefühl nicht los, dass IDS / Aerosoft den Release vorverlegt haben, um UK2000 zuvorzukommen, auch wenn die Szenerie noch nicht fertig war. Das ist schade, so bin ich gespannt was das Update bringen wird.