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Erster Eindruck: Pilot Plus Bristol International (X-Plane 10)

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Nach seinen ersten Werk (Southhampton ) hat Pilot Plus  den Flughafen EGGD – Bristol International in X-Plane umgesetzt. Höchste Zeit also um sich einmal mit der auf Version 3.0 geupdateten vFlyteAir Piper Arrow III einen Blick darauf zu werfen.

Doch bevor wir uns Bristol genauer ansehen, zunächst einmal die Frage: Was hat sich mit dem Update der Piper Archer III geändert?

Von der Optik nicht viel, denn man sieht keine Unterschiede, dafür hört man sie: SASL ist zurück. Dieses Plug-in kann zum einen beliebige Skripte ausführen oder auch Toneffekte besser wiedergeben als die sehr bescheidene X-Plane Soundengine.

So quietscht das Fahrwerk wirklich nur, wenn man zu schnell unterwegs ist, und es wird lautstark nach dem „Landing Gear“ gerufen. Auch die Radios wurden überarbeitet und reagieren jetzt deutlich schneller und genauer. Außerdem soll jetzt ähnlich wie in der Navion B das Ausfahren des Fahrwerks ohne Pneumatikunterstützung funktionieren. Dabei hat man das hervorragende Flugverhalten der Vorgängerversionen beibehalten. Ein kleiner Edelstein unter den X-Plane-Flugzeugen, auch wenn jetzt mit der DHC2 Beaver von SoulMadeSim ein harter Konkurrent erschienen ist

Wenn wir die Arrow III mit der neuen Alabeo C177, bzw Carenado C177 Cardinal II wie sie jetzt heißt, vergleichen wollen, so kann die Arrow III bei den Texturen, den Soundeffekten und auch den Lichteffekten nicht ganz mithalten, außerdem fehlt der vFlyteAir die Unterstützung des Scrollrades, doch wo die C177 gerade mal auf 20-25 fps kommt, geht die Archer III mit 25-30 fps zu Werke. Auch beim Flug- und Fahrverhalten hat sie im Vergleich zur C177 eindeutig die Nase vorn. Außerdem ist sie etwas günstiger als die Alabeo und sie besitzt zumindest einen rudimentären Autopiloten, wo die C177 nichts bieten kann.

Auch die neu erschienene Embraer 110 liegt bei 20-25 fps, wobei dieser Flieger nach den ersten Updates anfängt interessant zu werden. Seit einem Soundupdate kann sie sich akustisch gut in Szene setzen und Dreamfoil ist eifrig damit beschäftigt die zahlreichen Absonderlichkeiten aus den Instrumenten und Effekte auszumerzen, wodurch auch ihr Flugmodell besser zur Geltung kommt.

Allerdings überläßt man die Motorsteuerung komplett X-Plane, so dass wir in diesen Punkt wohl erst mit X-Plane 10.40 eine Verbesserung sehen

Und auch die altbekannte FlyJSim 737-200 liegt bei 20-25 fps. Sowohl am Flughafen, wie auch über der Stadt Bristol selbst.

Der Flughafen Bristol International

Bristol-02

Bristol International liegt 13 km südwestlich vom Stadtkern von Bristol, auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens. Er ist mit 6,3 Millionen Passagieren, die Nummer 9 der britischen Flughäfen und wird von den Fluglinien Easyjet, Ryanair und BMI Regional genutzt. Die einzige Lande/Startbahn hat eine Länge von 2011 Metern.

Installation

Wie üblich gestaltet sich die Installation ausgesprochen einfach. Einfach das Verzeichnis des Flughafens aus der gelieferten Zip-Datei herausholen und in den „Custom Scenery“ Ordner von X-Plane verschieben. Anschließend X-Plane neu starten. Fertig.

Allerdings macht der neue Flughafen auf den ersten Blick nicht besonders viel her. Es gibt keine statische Flugzeuge und es fahren nur hier und da ein paar Treppen oder Gepäckwagen durch die Gegend, oder stehen einfach da.

Lediglich an einigen Parkpositionen stehen ein paar Einweiser, die uns auf die richtige Position einwinken, wenn unser Flugzeug entsprechend ausgestattet ist (wie zum Beispiel die 737 von FlyJSim ).

FJS_732_TwinJet_281

Aber irgendwie ist alles ziemlich leer…

Zum Glück nicht für lange, denn wie üblich hat man mal wieder bei X-Plane.org die statischen Objekte als separate Scenery ausgelagert, so dass man bei Bedarf schnell die statischen Objekte zu- und abschalten kann. Und da gibt es jetzt einiges. Neben statischen Flugzeugen vor allem jede Menge Menschen die zu irgendwelchen Alltagsszenen zusammengestellt sind. Von Passagieren bis hin zu Wartungstrupps ist einiges aufgestellt worden.

Auch hier ist die Installation denkbar einfach: Gepackten Ordner aus der Zip-Datei in die Custom Sceneries verschieben und ein Neustart erledigt den Rest. Wenn man später diese Objekte ausschalten will, muss man lediglich in der scenery_packs.ini Datei im „Custom Scenery“ Ordner den entsprechenden SCENERY_PACKS Eintrag in ein SCENERY_PACKS_DISABLED ändern.

Aus Sicht von FSX Nutzern etwas kompliziert, doch in Wirklichkeit hat es den Vorteil , das inzwischen sehr viele Flughäfen ihre statischen Objekte derartig konfigurieren. Ob Southampton, Dublin, Bristol, Austin oder Heathrow, immer ist es die gleiche Vorgehensweise, egal von welchen Hersteller die Szenerie stammt.

Bristol bei Tag

Es gibt keine Flugsteige, damit erübrigt sich auch jede Frage nach AutoGates. Es ist nun einmal kein echter Hub sondern eher ein Ziel für Regionalflüge, wie nach Dublin, Amsterdam, München oder die Mittelmeerinseln.

Dementsprechend ist auch die Architektur von Bristol eher schlicht gehalten. Dafür hat maqn sich Mühe gegeben das Gelände mit Objekten zu füllen, auch wenn es ohne statische Objekte ausgesprochen unordentlich wirkt, da überall, ohne Sinn und Verstand, Gepäckwagen und Treppen herumstehen. Erst mit den statischen Objekten macht das scheinbare Chaos Sinn.

Auch bei den Texturen hat man sich Mühe gegeben. Die Runways haben hier und da mit Schlaglöchern zu kämpfen, sind aber sonst noch in guten Zustand. Auch die Landbahn ist genutzt, aber nicht extrem abgenutzt. Auf dem Flughafengelände selbst hat man auch überall 3D Objekte und parkende Autos. Der Flughafen wurde auch noch mit einem Gürtel von Fototexturen ausgestattet, wobei die X-Plane Straßen beibehalten wurden, so dass mit Ausnahme der eigentlichen Flughafenzufahrt überall der Verkehr fließt.

Durch diese Mischung verschmilzt auch der Flughafen nahezu übergangslos mit den umgebenden Landclasses der weiteren Umgebung. Wie üblich kommt hierbei das HD Mesh V3 zum Einsatz, wie auch die UK Pro Scenery V0.1.

Dadurch sind sowohl plausible Hügel, wie auch ein glaubhaftes Bristol selbst sicher gestellt.

Bodenprofil

Bodenprofil

Bristol International bei Nacht

In der Nacht kommen in Bristol die zahlreichen Scheinwerfer zum Einsatz, welche die Parkplätze mit den abgestellten Autos, wie auch das Flugfeld beleuchten . Eine Beleuchtung der Rollfelder, wie auch der Landebahn ist natürlich ebenfalls vorhanden. Nicht zuletzt mit den statischen Flugzeugen und dem Bodenverkehr, entsteht dabei wieder eine Lichtstimmung die es in sich hat.

Allerdings hat sie auch ihre Lücken. So gibt es weder aus dem Terminal noch dem Tower oder anderen Gebäuden den geringsten Lichtschein. Denn da kostet die virtuelle Lichtquellentechnik doch zu viel Leistung und man muss auf die altbekannten Nachttexturen zurück greifen.

Dokumentation

Neben einer Anleitung hat Pilot Plus auch gleich ein paar Anflug- und Abflugkarten, sowie das Parkflächenlayout beigelegt, inklusive einem Hinweis, wo diese Angaben wirklich her stammen, damit man bei Bedarf auch gleich direkt nachschlagen kann.

Fazit

Bristol ist nicht unbedingt der Mittelpunkt der Flugsimulatorwelt und auch diese Umsetzung des Airports ist an sich keine Sensation, doch es fällt auf wie viel Mühe Pilot Plus in dieses Projekt gesteckt hat.Lauter kleine Details bei denen man trotzdem nicht die Frameraten aus dem Auge ließ,

Schließlich sind für die eher niedrige Framerate vor allem UK Pro und das HD Mesh verantwortlich. Es dürfte in 10.40 wirklich interessant werden ob man in so einer Umgebung mit erweiterter Sichtweite fliegen kann.

Alles wirkt wie aus einem Guss. Sogar die Anleitung hinterlässt einen sehr professionellen Eindruck. Etwas was einigen anderen X-Plane Paywares fehlt. Doch es sind genau diese kleinen Details die den Unterschied zu sehr guten Freewares ausmachen. Er ist in sich abgeschlossen, daher kann man auch an der relativ geringen Downloadgröße nichts kritisieren. Das ist halt der Vorteil von kleinen Flughäfen, dafür gibt es weinger potentielle Kunden die diesen Flughafen anfliegen. Der Preis von 22.95 $ ist jedoch etwas goch, wenn man bedenkt, dass der um ein vielfaches größere und komplexere KJFK v2 in Dollar sogar billiger ist.

Informationen

Pro Contra
  • Gute Fototexturem
  • Nachtbeleuchtung
  • Statische Flugzeuge
  • Preis
Informationen Testsystem
  • Intel Core i7 950, 3.1 Ghz
  • GeForce 770, 4 Gb VRAM
  • Windows 8.1×64, 18 Gb RAM
  • X-Plane 10.35

Karsten Schubert

Danke für das Review und deine Mühe! Das FSX Pendant von UK2000 gefällt mir den Fotos nach zu urteilen viel viel besser! Wirkt wesentlich lebendiger und authentischer.

Die Achterbahn-Landebahn von Bristol 😀 – kommt in den Flusis leider nicht annähernd so rüber, wie in Echt..

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