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Review: A2A Simulations Accu Sim Piper Cherokee PA-28-180 (FSX, P3DV1/V2)

 

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Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt und die Accu-Sim-Erweiterung aus der Küche von A2A Simulations – das sind nicht erst seit gestern die Grundzutaten für ein hochklassiges Simulationserlebnis .

Nach einigem Vorgeplänkel über soziale Netzwerke kam nun die Freigabe für das neueste Produkt, die PA-28-180 aus dem Hause Piper. Unser Reviewer Stefan Benzinger hat sich hingesetzt und den Flieger inklusive des mitgelieferten Accu-Sim-Paketes getestet. Nicht nur für den FSX, sondern erstmals bei simFlight auch in den Plattformen P3D v1 und v2. Für die wurde das Produkt nämlich gleich nativ mitentwickelt. Fühlt Euch also animiert zum

Das Grundkonzept von A2A Simulations

Im Grunde beginnt A2A in der Produktentwicklung immer da, wo die Microsoft Game Studios aufgehört haben. Das bezieht sich auf Bordsysteme ebenso wie auf die Simulation von Motor und Propeller, die Flugphysik und Aerodynamik, klimatische Wechselwirkungen und vieles mehr. Dazu bedient sich A2A einer hauseigenen Entwicklung mit dem Namen Accu Sim. War dieses Modul früher als ‚add-on zum add-on‘ separat kostenpflichtig erhältlich, ist es seit der Cessna 172 Trainer-Version im Lieferumfang standardmässig enthalten.

Was ist Accu Sim eigentlich, und wie funktioniert es?

Accu Sim zerlegt praktisch alle Vorgänge rund um das Fliegen in seine einzelnen Bestandteile, die unter verschiedensten Umgebungsvariablen wie Temperatur, Luftdruck, Höhe etc. betrachtet und in ihrem Ablauf berechnet werden.

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Was passiert zum Beispiel im Motor? Man kann es ja aufdröseln: dem Ansaugen von Umgebungsluft folgt das Herstellen eines stöchiometrischen (zündfähigen) Treibstoff-Luftgemisches, dessen Kompression, Zündung, Expansion und anschließend dessen Ausstoß. Die dabei stattfindenden Prozesse werden je nach Umgebungsvariablen berechnet und das Ergebnis an den Simulator übergeben. Sichtbar werden die Resultate von Accu Sim dann beispielsweise in der zur Verfügung stehenden Leistung, der Abgastemperatur, dem Spritverbrauch, Vibrationen im Cockpit, Farbe und Art des ausgestoßenen Rauches und etlicher Anzeigen mehr.

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Accu Sim nutzt den Flugsimulator quasi als Hülle, welche die Resultate der Accu Sim-Berechnung darstellt.

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Noch ein paar Beispiele davon, was der PC-Pilot als Resultate mitbekommt: Bei fehlerhafter Einstellung der Gemischverstellung hört man deutlich unrunden Motorlauf, man spürt einen Leistungsabfall und kann auch eine Veränderung der Abgase wahrnehmen. Im „Maintenance Hangar“ zeigt ein Kompressionstest den Zustand der einzelnen Zylinder und somit dem Piloten, wie gut dieser sein Schätzchen behandelt hat. Je nach klimatischen Verhältnissen beschlagen die Scheiben im Cockpit und die Aussensicht ist zunehmend beeinträchtigt. Die Cockpittemperatur ändert sich abhängig von der Sonneneinstrahlung oder der Bodenoberfläche (auf Beton an einem heißen Sommertag wird es schnell kochend heiß in der kleinen Kabine). Scheibenbeschlag und Temperatur lassen sich mit vielen Reglern akkurat einstellen. Turbulenzen lassen das Flugzeug nicht nur von einer Titanenfaust  gepackt und durchgeschüttelt werden, sondern sorgen auch für eine Änderung des Motorlaufs und der Flugleistung. Öffnet man ein Fenster, hört man die Zugluft rauschen und nimmt ein verändertes Motorengeräusch war.

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Accu Sim versucht zunächst, auf den beiden zur Verfügung stehenden Kanälen „Sehen“ und „Hören“ unserem Gehirn eine noch rundere Illusion von ‚Fliegen‘ zu vermitteln als der native Simulator. Erzielt wird diese Wirkung beim Benutzer durch eine Kombination aus aerodynamischen, akustischen und optischen Effekten im Ablauf des Programmes. Es geht hier aber keineswegs nur um Effekthascherei. Das ist nur der sichtbare Teil dessen, was Accu Sim bewirkt. Diesen sichtbaren Auswirkungen liegt eine sehr tiefgründige Berechnung verschiedenster physikalischer Vorgänge zugrunde.

Man kann die Arbeit und das Knowhow, das in Accu Sim steckt, eigentlich gar nicht genug würdigen. Das eigentlich Wundersame für mich bleibt, daß das ganze auch noch an einem handelsüblichen PC stattfinden kann. So gleicht also kein Flug wirklich dem anderen. Vor allem in Kombination mit einem guten Wetter-Addon und bei Verwendung einer guten Soundanlage ist die Wirkung von Accu Sim sehr eindrucksvoll.

…und was zeichnet A2A noch aus?

Auch die Auswahl der umgesetzten Flugzeuge zeigt eine klare Linie auf. Flugsimulatoren haben traditionell immer Maschinen der allgemeinen oder der historischen (Militär-)luftfahrt dargestellt. Erst in den letzten Jahren hat sich ein Trend zu hochkomplexen Simulationen von bekannten Airlinern ergeben.

Allen Modellen, die bisher von A2A umgesetzt wurden, ist eines gemeinsam: es handelt sich um Maschinen, die praktisch über keinerlei Automatisierung verfügen. Dank Accu Sim werden alle vorhandenen Zusammenhänge glaubwürdig und herunter bis zum einzelnen Kolbenhub detailliert gerechnet und dargestellt. Der Pilot muss wirklich alle Parameter im Blick haben und entsprechend reagieren. Hier werden Systeme in epischer Breite und Tiefe dargestellt und mit Accu Sim Probleme simuliert, daß die Schwarte kracht! Bei welchem simulierten Flieger verrußen schon die Zündkerzen oder überhitzt der Vergaser – natürlich immer mit den entsprechenden Konsequenzen?

Das Fliegen eines „Warbirds“, also einer historischen Maschine aus dem 2. Weltkrieg, wird so zu einer technologischen Zeitreise. Auf den Spuren des aufkommenden Massentourismus lässt sich mit der Boeing 377 ‚Stratocruiser‘ zu Transatlantikflügen antreten. Und der Erwerb einer GA-Maschine wie der Cessna 172 oder der Piper PA-28 macht den Flusianer sogar zum stolzen Halter eines Kleinflugzeugs.

Das simulierte Fliegen beginnt bei A2A nämlich nicht im Cockpit; und es endet auch nicht mit dem Erreichen der Parkposition. Vielmehr gilt es, eine Vielzahl von „Halterpflichten“ wahrzunehmen. Es gibt wohl kaum einen Autofahrer unter unseren Lesern, der die Familienkutsche einfach vor der Haustür abstellt und einem angestellten Techniker überlässt. Mit den Flugzeugen aus dem Hause A2A ist es ähnlich: man kann nicht nur, man sollte sich vielmehr hingebungsvoll einer detaillierten Vorflugkontrolle widmen.

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Natürlich erst, wenn man die Maschine im virtuellen Hangar entsprechend zurechtkonfiguriert hat, für das richtige Öl und die eventuelle Wartung des Motors gesorgt hat. Entsprechend dem Flugprofil sollten auch passende Reifen aufgezogen werden!

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Viele Komponenten verschleissen früher oder später – je nach Behandlung des Fliegers durch seinen Eigner. Unnötig zu erwähnen, dass dann natürlich während des Fluges unvorhersehbare Ereignisse ihren Lauf nehmen können. Diese werden dann dank Accu Sim geradezu furchterregend ‚echt‘ dargestellt. Und wer denkt, dass man nach einem halben Jahr Abstinenz mal wieder seine alte Cherokee oder C172 aus dem Hangar zerren kann ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, der irrt: die Flugzeuge altern, auch wenn der Rechner aus ist.

In der Zusammenschau ergibt sich so tatsächlich eine Evolution des Simulationserlebnisses. Es setzt natürlich ein Interesse an den abgebildeten Zusammenhängen voraus. Für den eiligen Spieler sind die Produkte aus dem Hause A2A daher nicht gut geeignet. Alle anderen können sich von den Entwickler wirklich getrost auf eine neue Ebene der Flugsimulation heben lassen – ‚up, where we belong‘!

 

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Die Piper PA-28-180 ‚Cherokee‘

„Originals stand the test of time“ – dieser Werbeslogan von Levi’s aus den Neunzigern trifft auch auf die Familie der Piper PA-28 „Cherokee“ zu. In verschiedenen Versionen wurde das Muster seit seinem Erstflug 1960 über 51.000 mal gebaut und findet sich auch heute noch als „Archer III“ im Produktportfolio der Piper Aircraft Company. Viele Flugschulen nutzen den zuverlässigen und wartungsarmen Aluminium-Tiefdecker, ebenso Luftsportvereine, Charterunternehmen und nicht zuletzt auch viele Privatpiloten. In Lufthansa-Cockpits dürfte kaum ein Pilot sitzen, den sein Weg vom Fußgänger zum Berufspiloten nicht auch in ein Piper-Cockpit geführt hätte. Die ab-initio-Ausbildung in Goodyear begann schließlich lange Jahre auf der PA-28.

Verfügbarkeit, Lizenzmodelle, Installation, Dokumentation

Nachdem spätestens seit dem Release von P3D in der Version 2 wieder Bewegung in die Simulatoren-Landschaft gekommen ist, wird es jetzt etwas unübersichtlich. Und leider auch etwas teurer, will man die Piper in beiden Simulatoren nutzen.

Angeboten werden zunächst eine reine FSX-Version für € 45,08 sowie eine Kombi FSX und P3D1/2 in der ‚academic‘ Version für € 61,20 (DAS IST DIE BILLIGSTE KOMBINATION). Wer den FSX hat und P3D1/2 mit einer ‚professional‘-Lizenz betreibt, zahlt für das Bündel € 86,43. Wer NUR den P3D1/2 betreibt, zahlt je nach Lizenz € 45,08 für ‚academic‘, 69,83 für ‚professional‘ und satte € 174,60 für die ‚commercial‘-Lizenz. Der Download ist separat erforderlich und umfasst für den FSX 330 MB, für den P3Dv1/2 358 MB.

(Die Preise sind die heute gültigen Angaben im simmarket. Durch Wechselkursschwankungen können Änderungen möglich sein, insbesondere auf der amerikanischen Herstellerseite von A2A)

Das Handbuch kann man schon vor dem Kauf herunterladen, es hat 67 MB. Auf 104 ansprechend gestalteten Seiten findet sich alles Wesentliche zum Muster selbst, dem Accu Sim-Paket, Leistungstabellen, Checklisten inklusive der Notverfahren und weiterführende Links. Nach meinem Standpunkt machen es sich hier die Autoren aber etwas zu einfach. Zu so wichtigen Instrumentengruppen wie dem Autopiloten oder der Radioanlage einschließlich diverser ‚Spezialitäten‘ pauschal per Link auf die Originalhandbücher mit vielen Dutzend Seiten zu verweisen, finde ich etwas ungut. Hier wären wenigstens ein paar einführende Worte angemessen gewesen.

Insgesamt ist das Handbuch aber sehr gut lesbar und hochinformativ: Dickes Lob und großer Pluspunkt dafür!

Augenscheinliches – Außenmodell, VC, Kabine, Animationen und Effekte

Wie oben schon gezeigt, lädt das Aussenmodell zu einer ausgedehnten Inspektion ein. Die sieben mitgelieferten Lackierungen zeigen Exemplare aus verschiedenen Teilen der Welt. Durch die weite Verbreitung des Piper dürfte es dank vieler Repainter bald zu einer schier unüberschaubaren Flut an Lackierungen kommen.

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Das VC und die Kabine sind sehr gut gelungen. Die Instrumente wirken plastisch, sind butterweich animiert und gut ablesbar. Vor allem im P3D mit seiner dank DX11 besseren Grafik kommt die Qualität des VC schön zur Geltung. Seht selbst!

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Bei Animationen und Effekten findet sich ein stimmiges Bild: es wird alles dargestellt, was nötig ist. Dies gilt vor allem in Hinblick auf das Accu Sim-Konzept. Klassischen ‚eye-candy‘, also nutzlosen Schnickschnack, der nur auf die Leistung geht, sucht man hingegen vergeblich. Trotzdem hätte ich persönlich den Blick unter die geöffnete Cowling schön gefunden.

Unter die Haube gekuckt – Technik und Systeme

Auch hier findet sich eine komplette Umsetzung, die ebenfalls Accu Sim geschuldet ist. Detail dazu habe ich oben ja schon erläutert, so dass ich mich hier kurz fasse. Bei einer Kolben-Einmot ohne Turbolader oder Druckkabine ist die Zahl der Systeme natürlich trotzdem begrenzt, so daß nach kurzem Blick ins Handbuch und mit etwas gesundem Menschenverstand eine Bedienbarkeit gegeben ist. Man soll die Zahl möglicher Fallstricke und Irrtümer aber tunlichst nicht unterschätzen!

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Die Navigation kann je nach Gusto betrieben werden: es gibt die Option einer reinen Radionavigation mit VOR1/2, ILS und NDB. Eine aufrufbare Landkarte hilft ebenfalls sehr beim ‚mitfranzen‘. Wer will, verschafft sich per Klick ein zusätzliches ‚handheld‘-GPS Garmin 295 oder ein größeres Garmin 400, das im Panel verbaut ist. Der Funktionsumfang entspricht jeweils leider nur dem FS-Default-GPS.

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Empfehlenswert ist die Integration der Reality XP  GNS 430/530-Geräte. Dafür hat A2A bereits die Möglichkeiten im VC geschaffen. Diese zusätzliche Investition in Payware ist überlegenswert, denn dann erhält die Piper zeitgemässe Navigationseinrichtungen bis hin zur Möglichkeit von WAAS-Anflügen. Leider, leider ist auch die RXP-Datenbank nicht aktualisierbar – dafür kann aber A2A nichts.

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Der Autopilot hingegen erfordert ein gewisses Umdenken, denn es ist nicht der gewohnte Bendix/King-Kollege aus den Standardfliegern, sondern ein S-TEC 30. Ebenso hat die Piper einige ‚Spezialitäten‘ bei den Navigationsinstrumenten verbaut, die zunächst verwirren. Sie weichen nämlich von der FS-typischen Grundausstattung erheblich ab. Ein gründliches Studium der Original-Handbücher ist spätestens dann unvermeidbar, will man die Maschine nach IFR-Standard fliegen.

Handwerkliches – Konfiguration, Bedienbarkeit und Flugeigenschaften

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Die Maschine lässt sich direkt aus der Sitzung heraus über pop-up-Fenster komplett konfigurieren. Optische Veränderungen werden sofort sichtbar. Es gibt einen Belademanager und man kann die Maschine im Hangar besuchen und warten; letzteres freilich nur, wenn man am bereits Boden steht.

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Durch die hohe Qualität des visuellen Modells ist das VC gut bedienbar. Man kann auch alle Einstellungen über ein pop-up-Menü per Klick erledigen.

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Die Flugeigenschaften sind generell gutmütig. Die Maschine liegt ruhig in der Luft und lässt sich durch alle Standardverfahren sicher bewegen. Durch Accu Sim werden die Sinne weitaus mehr wie in vielen GA-Flugzeugen angesprochen. So lässt sich das Gemisch wirklich nach Gehör abmagern. Das Ansprechen auf Steuereingaben variiert mit der Fluggeschwindigkeit. Unterschiedliche Beladungen schlagen sich ebenso spürbar in den Flugeigenschaften nieder wie die Witterung.

 

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Betrieb in den unterschiedlichen Plattformen

Nach meinen bisherigen Erfahrungen finden sich produktseitig keine spürbaren Unterschiede in den verschiedenen Plattformen. Das RXP-GNS 430/530-System steht als Payware für P3D aktuell (noch?) nicht zur Verfügung, so dass diese Option der Nachrüstung derzeit den FSX-Nutzern vorbehalten bleibt.

Deutliche Unterschiede ergeben sich bei der Grafik. Hier punktet P3D v2 deutlich. Das Spiel von Licht und Schatten im Cockpit beim Durchfliegen einer Kurve ist schon wirklich sehenswert. Das 3D-Modell von A2A kommt hier richtig toll zur Geltung. Seht selbst – die folgenden Aufnahmen sind aus dem P3D v2.2:

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A2Areview_innen1

A2Areview_innen2

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Ansonsten gibt es keinen nennenswerten Unterschied. Wer mit dem FSX fliegt, wird ebenso seine Freude haben wie der Umsteiger, der das derzeit beste GA-Flugzeug für P3D nutzen möchte.

Zusammenfassung

Wenn selbst bekennende GA-Muffel plötzlich wieder mit Begeisterung Platzrunden schrubben, bis der Arzt kommt, hat der Designer wohl alles richtig gemacht. Hier ist es genau so: der Flieger macht einen Heidenspaß! Und eben genau nicht, weil er vielleicht simpel aufgebaut wäre und überschaubar erscheint. Sondern weil hier ein absolut rundes, anspruchsvolles Gesamtpaket geboten wird, das den Betrieb einer Maschine in der Allgemeinen Luftfahrt glaubhaft abbildet und so Flugspaß für lange Zeit garantiert ist.

Wir bei simFlight.de waren uns schnell einig: dieses Produkt ist herausragend! Deshalb verleihen wir dem Entwicklerstudio A2A Simulations für die Piper PA-28-180 ‚Cherokee‘ mit Accu Sim den Editor’s Choice Award!

SimFlight Award

Auf einen Blick

Stärken Schwächen
  • herausragendes Flugmodell
  • komplexe Accu Sim-Technologie
  • Konfigurationsmöglichkeit in der Sitzung
  • umfangreiche Dokumentation
  • sehr guter Support
  • nahezu fehlerfreier Release
  • gute Performance in allen Simulatoren
  • kleine Lücken im Handbuch – nur Linkliste bei Navigation und Autopilot
Informationen Testsystem
  • Intel Core i5, 3.4 Ghz
  • nVidia GTX 470, 1 Gb
  • Windows 7×64, 8 Gb Hauptspeicher
  • 32″ Monitor

Stefan Benzinger

 


ChrisS
5. Juni 2014 08:05

Super Review, danke Stefan.

Habe mir der A2A Cessna172 analoge Erfahrungen im P3Dv2 gemacht. Springt der Motor bei der Piper eigentlich auch so schlecht an (bei der A2A C172 m.E. unrealistisch schlecht, eine richtige Cessna habe ich immer problemlos zum Laufen gebracht)?

Chris

Oski
5. Juni 2014 08:46

Eigentlich nicht. Ich habe damit nie Probleme gehabt. Nur nicht zuviel primen, sonst ersäuft er sehr leicht – grad wie im richtigen Leben 🙂 2 Strokes bei normalen Temperaturen in unseren Breiten reicht vollkommen.

Welsch
6. Juni 2014 16:56

Wie startest du denn die Cessna? Da sie einen Einspritzer-Motor hat, ist das Startverfahren natürlich auch anders als bei der Piper. Und seit dem neusten Core-Update (v2.0) ist es auch sehr leicht, zuviel Primer zu geben und den Motor absaufen zu lassen.

Kaltstart, Außentemperaturen so zw. 10-20°C

Für die Cessna mach ich es so:
– Kurz primen (Mixture ganz zu, Pumpe an, Mixture full rich, 1-2 Sekunden warten, dann sofort Mixture wieder zu, Pumpe aus)
– Throttle 20% auf
– Mixture komplett zu
– Starter betätigen (damit stehen die Magnetos auch auf „beide“)
– Sobald der Motor „kommt“, Mixture auf full rich, Starter loslassen
– Throttle zurücknehmen, um die Drehzahl knapp unter 1000 zu halten
– Mixture 50%-70% raus, um der Zündkerzenverrußung vorzubeugen, evtl. Drehzahl leicht nachjustieren)

Für die Piper hat sich bisher folgendes bewährt:
– 2 Hübe Primer
– Benzinpumpe an
– Magnetos beide
– Throttle 20% auf
– Mixture full rich
– Starterknopf betätigen (wenn der Motor nicht richtig kommen will, kann man auch nochmal nen Hub Primer geben, während der Starter läuft)
– Throttle zurück um eine Drehzahl zw. 800 und 1000 zu erreichen
– Abmagern (etwas weniger als bei der Cessna, aber 50% oder etwas mehr ging bis jetzt immer)

Chris
5. Juni 2014 10:28

Ebenfalls meine Erfahrung. Zuviel Primen und der Motor springt nie an. Meiner läuft auch erst an, wenn ich etwas Gas gebe während dem Startvorgang, in der absoluten Nullstellung beim Gas startet der Motor bei mir nicht. Im Forum wird zudem darauf hingewiesen, dass es möglich ist, dass A) die Sicherung des Startes rausploppt (obwohl nicht so modelliert?) oder B) die Batterie zu schnell leer ist und der Start deshalb nicht mehr klappt. Die Detailfülle ist schon gewaltig und macht Spass. Aber der Einfluss von Accu-Sim auf die aerodynamischen Bewegungen sind meiner Meinung nach immer noch zu sanft, meist liegt der Flieger genau so ruhig in der Luft wie ein FSX-Standardflieger. Da hab ich mir etwas mehr erhofft. Muss wohl mal in richtig schlechtes Wetter fliegen…

Oski
5. Juni 2014 10:58

Nun ja, gemäss Checkliste sollte man die Throttle 1/8 – 1/4 in. öffnen – es darf auch ein bisschen mehr sein. Einen Flugzeugmotor im Leerlauf starten zu wollen, ist keine gute Idee 🙂 Wir sind halt von unseren kennfeld-gesteuerten Einspritzmotoren der heutigen Autos sehr verwöhnt 😀

Das mit der Aerodynamik habe ich jetzt nicht verstanden. In ruhiger Luft liegt praktisch JEDES Flugzeug ruhig – AccuSim hin- oder her. Wir können ja nicht ein künstliches AccuSim-Wackeln einführen, nur damit die Leute merken, dass her AccuSim am Werk ist 😉 Die AccuSim Aerodynamik hat mehr damit zu tun, wie sich das Flugzeug im Grenzbereich verhält. Da weicht es dann schon etwas vom Default-Flieger ab 🙂

Chris
5. Juni 2014 13:35

Das mit der Aerodynamik kann ich auch nicht richtig beschreiben. Es ist einfach so, dass ich im Vergleich zur realen Fliegerei im FSX immer das Gefühl habe, mein Flieger bewege sich auf Schienen. Die A2A Piper ist da schon deutlich besser, man merkt schon, dass da was eingreift, aber immer noch zu wenig. Mehr als ein leichter Schwenker oder ein seichtes Neigen ist da nicht, während es in der Realität mitunter recht holprig werden kann je nach Wetterlage. Im FSX hab ich diese „Turbulenzen“ noch nie richtig hingekriegt, ausser eben bei extrem schlechtem Wetter, wo aber in der Realität wiederum niemand in die Luft gehen würde mit einem GA Flieger…

Mark
5. Juni 2014 11:09

Steuert Eure Cessna auch so schlecht am Boden? Ich finde das Taxiverhalten schon sehr träge….aber vielleicht mach ich das auch was falsch 😉

Rodney
5. Juni 2014 14:24

Hallo Mark,
Nein, du machst sicher nichts falsch. Laut A2A und diverser Aussagen im Netz steuert sich die echte Cessna genauso. Gelenkt wird übrigens auch mit Zuhilfenahme der Differentialbremsen.

TN
5. Juni 2014 20:33

Yep. Der Wendekreis der Cessna bringt einen vollgepackten 10-Tonnen Laster in Verlegenheit.

Frank
5. Juni 2014 11:55

Sehr schöne Review, Stefan!

Einen kleinen Fehler gibt es noch im P3D v2, der allerdings LM und nicht A2A anzulasten ist: Die rote Beacon Leuchte funktioniert in der Außenansicht nicht, genau wie schon bei der C172 Trainer. LM ist darüber informiert und wird das lt. A2A wohl hoffentlich in einem späteren Update fixen.

Frank

Rodney
5. Juni 2014 14:13

Hallo Frank,
Das Problem mit dem Beacon kannst du ganz einfach lösen:
Das Flugzeug muß neu geladen werden. Einfach dem Befehl „Reload User Object“ eine beliebige Taste zuordnen (findest du in den Settings/Controls/Buttons and Keys).

Frank
5. Juni 2014 15:52

Cool, das wusste ich nicht. Das werde ich nachher gleich mal testen… Danke!

Gruß
Frank

Patrick F
5. Juni 2014 18:00

Ein dolles Ding !!! Klasse ! Danke schön dafür !!!

Swen
7. Juni 2014 10:50

Tolles Review, danke dafür. Ich finde es leider immer wieder schade, dass solche Sachen wie GNS430/GNS500 von anderen Akteuren vernachlässigt wird. Was wäre das, mit aktuellen GNS430 zu fliegen? Das ist doch eigentlich der Stand der heutigen Dinge oder?

Bis auf ein Flieger, haben alle unsere Vereinsflugzeuge ein GNS430 drin.

Weiß schon jemand, ob A2A auch mal einen modernen „Plastikflieger“ umsetzt?

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