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Review: Haute Normandie von France VFR

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Es ist das erste Mal, dass wir eine Szenerie mit dem „Editor’s Choice“ von simFlight.de würdigen. Warum die Haute Normandie VFR-Flächenszenerie von France VFR so gut abgeschnitten hat, weiß Holger Kistermann zu berichten. Kommt mit auf eine Rundreise in den Norden Frankreichs!

 

Wir leben auf einem schönen Planeten. Genauer: Wir leben auf einem schönen Kontinent, der viele abwechslungsreiche Landschaften zu bieten hat. Frankreich beherbergt einige sehenswerte Szenerien unter der Tricolore – majestätische Alpengipfel, mediterrane Strände, Vulkane  in der Auvergne und eben die sturmumtoste Atlantik-Küste. Letztere war bereits Gegenstand unserer Rezension der Bretagne-Szenerie aus dem Hause France VFR.

Die Normandie hat viel zu bieten. Sie wurde jetzt ebenfalls von France VFR umgesetzt – um genau zu sein, das Département Haute-Normandie, das im Norden an das Département Île de France mit der Hauptstadt Paris anschließt. Im Westen gibt es das „andere“ Normandie-Département, die Basse-Normandie, und im Osten die Picardie. Im Norden liegt der Englische Kanal, der Übergang vom Atlantik in die Nordsee.

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Die Haute-Normandie hat viele schöne Flecken, womit wir wieder bei den Schönheiten Frankreichs wären. Und dabei gilt die Faustregel „je weiter nördlich, desto abwechslungsreicher“. Denn im Süden ist die Landschaft bestenfalls von sanften Hügeln geprägt. Im Norden hingegen wird die Szenerie tatsächlich malerisch, um nicht zu sagen „dramatisch“. Die Landschaft bricht abrupt ab und endet im Meer: Die Steilküste ist ein riesiger Kreidefelsen, an dem im Herbst der Seenebel aufsteigt und sich oft tagelang über das historische Land legt. Im Winter geht es oft stürmisch zur Sache, Frühjahr und Sommer sind eigentlich ideal für ausgedehnte VFR-Flüge. Und um die geht es schließlich wieder einmal in dieser Szenerie.

 

Umfang, Download und Installation

Die Szenerie besteht aus hochaufgelösten Luftbildtexturen: Die Auflösung beträgt zwischen 0,85 Meter bis zu einem Meter pro Pixel. Hinzu kommt ein hochaufgelöstes Mesh mit nur 4,75 Metern Abstand zwischen den Messpunkten. Diese Auflösung ist auch unabdingbar, um die schroffe Küstenlinie richtig im FSX darzustellen. Herzstück dieser Szenerie ist aber das Autogen, das der Normandie im FSX zu einem außergewöhnlichen Aussehen verhilft. Dazu später mehr. Verschiedene Sehenswürdigkeiten sind ebenso im Umfang erhalten sowie signifikante VFR-Merkmale wie bspw. Windräder.

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Die meisten der in der Szenerie gelegenen Flugplätze und Flughäfen haben übrigens eine Aufwertung gegenüber dem Standard erhalten. Das heißt, sie sind teils deutlich detaillierter als die Default-Flugplätze und sie verfügen über ein realistisches Layout. „Hochglanz“-Flugplätze sind es natürlich nicht geworden – das kann man von dem Produkt auch gar nicht erwarten, aber sie sind es definitiv wert, jetzt auch angeflogen zu werden.

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Vor der Installation steht der Download. Die Szenerie ist immerhin fünf Gigabyte groß und entsprechend lange dauert der Download. In meinem Fall einen ganzen Nachmittag. Aufgrund der Größe ist der Download übrigens in drei Teile aufgeteilt. Die Installation erfolgt nach Eingabe des Keys problemlos. Abschließend wird noch ein Handbuch in englischer und französischer Sprache installiert, das Informationen zur optimalen Konfiguration des FSX enthält.

 

Was unterscheidet diese Szenerie von anderen Fotoszenerien?

Luftbildszenerien sind im Grunde genommen uralt – es gibt sie bereits seit dem FS5. Damals wurde der Standard-Startflughafen, Meigs Field, mit fotorealistischem Untergrund dargestellt. Später folgten für verschiedene Teile der USA Fotoszenerien, die aber meistens auf Satellitenbildern basierten. Es hat lange Zeit gedauert, bis Fotoszenerien für Europa vorhanden waren. Das war im FS2002 der Fall. Dann ging es etwas schneller, bis die nächste Stufe in der Szenerieentwicklung erklommen war: Die Kombination von Luftbildern mit Autogen. Das Ergebnis waren perfekte Szenerien, mit denen tatsächlich VFR-Navigation wie im Lehrbuch möglich war. France VFR war bei dieser jüngeren Entwicklung vom Anfang an dabei.

Gut, dass France VFR sich nicht mit den verfügbaren Szeneriedesign-Technologien zufrieden gegeben hat! Vielleicht waren sie mit den erzielten Ergebnissen unzufrieden oder es war schlicht Faulheit. Es geht ums Autogen: Traditionell werden Autogen-Objekte, wie Vegetation oder Gebäude, mit dem Autogen-Annotator, den Microsoft im Software-Development-Kit für den FS2004 erstmals zur Verfügung gestellt hat, per Hand auf den Luftbildtexturen platziert. Für kleinflächige Szenerien ist es kein Problem, sondern nur Fleißarbeit. Bei großen Szenerien wird aus der Fleißarbeit ein richtig großes Unterfangen. Bei extrem großflächigen Szenerien ist das praktisch gar nicht mehr per Hand zu bewältigen. Zumal der FSX viel höher aufgelöste Luftbildtexturen und viel mehr Autogen-Objekte pro Zelle erlaubt.

Aerosoft hat mit der Entwicklung der VFR Germany-Reihe für den FSX einen Weg gefunden, das Autogen mit einem Programm automatisch zu positionieren. Wie genau das Programm funktioniert, weiß ich nicht. Aber das Ergebnis ist meistens stimmig. Mailsoft hat meines Wissens diese Technologie auch bei der Erstellung der Switzerland Professional X-Szenerie verwendet.

France VFR hat jetzt ein eigenes Programm entwickelt, mit dem die Autogenobjekte auf den Luftbildtexturen automatisch positioniert werden können. Sie nennen die Technologie „3D Automation“ – und das Ergebnis ist nicht bloß „stimmig“ wie bei Aerosoft, sondern schlichtweg genial!

Ja ich weiß – mit der Verwendung von Superlativen sollte man in Produktrezensionen sehr sparsam umgehen. Schließlich bedeuten solche Aussagen, dass es nicht sogar noch besser gehen könnte. Aber in diesem Falle stimmt das wirklich. Praktisch überall, wo auf der Luftbildtextur ein Haus oder ein Baum steht, wird auch in der Szenerie ein solches 3D-Objekt dargestellt! Natürlich werden Perfektionisten jetzt nach Fehlern suchen. Und ja, sie werden auch wirklich ein paar Ausnahmen finden, wo das nicht der Fall ist. Aber die Relation zwischen „Perfekt“ und „da fehlt ein Bäumchen“ ist absolut vernachlässigbar. Doch davon haben wir stets geträumt: Eine Szenerie mit hoch aufgelösten und qualitativ hochwertigen Luftbildtexturen in Kombination mit extrem genau platziertem Autogen in hoher Dichte. Jetzt haben wir das – juhu!

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Wer sich ein klein wenig mit der Materie auskennt, wird jetzt wahrscheinlich die Stirn in Falten legen und sich wundern, wie das geht. Schließlich sind Gebäude in Wirklichkeit nicht so quadratisch, wie es beim Microsoftschen Autogen der Fall ist. Mal haben die  Gebäude eine Hufeisenform, einen verwinkelten Innenhof oder sie sind mit Gängen verbunden. Natürlich könnte man auf das Abbild eines Gebäudes auf der Luftbildtextur einfach ein Standard-Häuschen setzen, doch damit kann man keine architektonischen Herausforderungen meistern. Die Entwickler von France VFR haben es aber trotzdem geschafft. Irgendwie. Wie, weiß ich nicht, aber ich bin voller Lob und Anerkennung!

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Das ist es also, was diese Szenerie von anderen dieses Genres unterscheidet: Hoch aufgelöste Texturen mit einer authentischen Kolorierung und ein fantastisches Autogen. Damit entsteht eine extrem dichte Atmosphäre, die einem beinahe in die Illusion versetzt, tatsächlich dort zu sein.

Doch damit bin ich noch nicht am Ende. France VFR hat dieses Produkt als Sichtflugszenerie für den Tag konzipiert. Wer dieses Szeneriekonzept kennt, weiß, dass nur Tagestexturen für eine Jahreszeit enthalten sind. Soweit, so gut. Überraschenderweise hat die hohe Autogen-Dichte aber auch Vorteile in der Nacht. Unten stehende Screenshots zeigen Le Havre bei Nacht: Insbesondere Hubschrauber-Piloten werden sich über die Nachtflugtauglichkeit dieses Produkts freuen können!

Viele Leserinnen und Leser verbinden nicht zu Unrecht „dichtes Autogen“ automatisch mit „niedriger Performance“. Das ist auch richtig, jedoch bietet die vorliegende Szenerie trotzdem nicht weniger Performance als Szenerien ihres Genres, die nur über eine geringere Autogen-Dichte verfügen. Natürlich gilt auch hier: Je dichter die Bebauung oder die Bepflanzung, desto mehr Rechenlast für den Proezessor. Demzufolge ist die Performance in der Stadt etwas geringer als über landwirtschaftlichen Flächen.

 

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Ein Flug durch die Szenerie

Als Ausgangspunkt habe ich mir den Mittelpunkt dieser Szenerie ausgewählt, den Flughafen von Caen, der Hauptstadt des Départements Haute-Normandie. Von dort aus ging es in mehreren Etappen in Form einer liegenden Acht über die Szenerie. Zunächst nach Südosten in Richtung Paris: Das Département Île de France mit der französchischen Hauptstadt im Zentrum grenzt hier an die Szenerie an. Bis Paris ist es also gar nicht mehr weit. Dann ging es auf Nordkurs in Richtung Küste.

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Die Szenerie wechselt hier ständig zwischen Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Größere Städte gibt es schlichtweg nicht. Dafür aber alle Nase lang verschlafene Dörfchen, die zwischen den sanften Hügeln liegen. Die Szenerie ist sogar ein wenig eintönig, um nicht zu sagen langweilig. Doch dafür kann France VFR natürlich nichts. Die Navigation nach Sicht, also explizit nur mit Landkarten, wird hier zu einer echten Herausforderung. Es gibt nicht einmal markante Straßen, an denen man sich orientieren könnte. Dafür aber tausende Sträßchen, die alle in vielen Kurven kreuz und quer durch die Szenerie verlaufen.

Die Seine ist die einzige markante – und glücklicherweise – weithin sichtbare Auffanglinie auf diesen Streckenabschnitt. Weil das Gefälle hier bis zum Meer nicht mehr nennenswert ist, mäandriert sie großzügig. Viele Dörfer säumen ihr Ufer und man kann sich förmlich vorstellen, wie schön es wäre, mit einem Glas Bordeaux dort auf der Promenade zu sitzen.

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Je weiter man nach Norden fliegt, desto eintöniger wird es dann wieder. Wer ein gutes Wetter-Addon sein Eigen nennt, wird merken, wie jetzt langsam Horizont und Himmel anfangen, miteinander zu verschmelzen. Die Luft wird feuchter, die Sichtweite nimmt etwas ab und auch der Boden wurde sprichwörtlich weniger: Ich folge dem Flusslauf der Somme, die sich bei Abbeville in einer großen Mündung im Englischen Kanal ergießt.

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Ab Mitte des Zweiten Weltkriegs waren hier übrigens die „Abbeville Boys“ stationiert, wie sie von den alliierten Bomberpiloten ehrfürchtig genannt wurden. Das Jagdgeschwader 26 bemalte ihre Focke-Wulff- und Messerschmitt-Maschinen mit auffallenden gelben Nasen und machten Jagd auf die Bomberformationen, die aus England über den Kanal flogen. 2.700 Abschüsse gingen während dieses düsteren Kapitels der deutschen Geschichte auf ihr Konto. France VFR hat den Flugplatz, den es übrigens heute noch gibt, praktisch nicht berücksichtigt, obwohl ansonsten recht viele Flugplätze und Flughäfen eine deutliche Aufwertung gegenüber dem Microsoft-Standard erhalten haben.

An der Küste angekommen, sehe ich östlich von mir deutlich die Szeneriegrenze. Also, nach links gedreht und auf 1.000 Fuß gesunken. Jetzt geht es der dramatischen Steilküste entlang bis nach Mers-Le-Treport, einem kleinen Flugplatz mit asphaltierter Piste.

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Nun tausche ich die Katana gegen die geringfügig schnellere Cessna 172 ein. Mit ihr geht es der Steilküste entlang weiter bis nach Dieppe und anschließend gen Süden über Caen, wo ich die erste Hälfte der liegenden Acht vervollständige, bis nach Saint-Martin-Bernay am südlichen Rand der Szenerie. Es ist verblüffend, wie toll  eine langweilige Industriestadt im FSX aussehen kann, wenn man fähige Designer an die Umsetzung setzt!

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Ab Bernay geht es wieder in Richtung Küste, dieses Mal allerdings mit der Tecnam P-92. Das nächste Ziel heißt „Le Havre“. Und Le Havre ist dermaßen gut umgesetzt worden, dass ich über den Flug dorthin gar keine Worte verliere. Le Havre präsentiert sich nämlich im besten Abendlicht. In dem weitläufigen Hafen liegen viele Frachter. Große Kräne, riesige Lagerhallen und Öltanks bestimmen das Bild. Dahinter liegt die Stadt, die mit tausenden 3D-Gebäuden dicht bebaut wurde. Hier und dort stehen inmitten des Häusermeers Kirchen oder kleine Türmchen – typische Sehenswürdigkeiten halt, die man am besten mit dem Hubschrauber erkundet. Selbst eine Cessna wäre noch viel zu schnell – man würde so viele liebenswerte Details einfach übersehen!

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Auf dem Flughafen von Le Havre sattele ich um auf P-51 Mustang. Eine wunderbare Entscheidung, wenn man ein wenig abseits der in der Flugschule gelernten Regeln über Minima und Luftraumstrukturen unterwegs sein möchte. Erste Erkenntnis: Es macht Spaß, im schnellen Tiefflug abwechselnd über Steilküste und Felder wieder in Richtung Dieppe unterwegs zu sein. Zweite Erkenntnis: Auch in größerer Höhe sieht die Szenerie immer noch atemberaubend aus! Dritte Erkenntis: Das Bedauern, das ich mich bereits auf meinem letzten Leg der Reise durch die Haute-Normandie befinde und die Landung in Rouen in zwanzig Minuten schon bevorsteht.

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Fazit

France VFR konnte mich schon immer mit gut gemachten Szenerien begeistern. Gerne erinnere ich mich an meine ersten Berührungen mit Szenerien aus diesem Hause zurück. 2002 rezensierte ich die Belle Île-Szenerie, die damals sensationell war und auch nach heutigen Maßstäben sicherlich immerhin noch „gut“ wäre. Jetzt, zehn Jahre später, haben es die Designer geschafft, eine Szenerie zu entwickeln, die alles bereits Dagewesene in den Schatten stellt, wobei ich sie mit Szenerien ihres Genres vergleiche. Mit den Szenerien von Orbx würde ich sie nicht vergleichen wollen, denn diese folgen anderen Technologien und bieten somit Jahreszeiten und (bessere) Nachttexturen. Aber das war nicht das Konzept von France VFR…

Fans von Luftbild-Szenerien sollten hier auf alle Fälle zugreifen! Ganz klare Kaufempfehlung!

Diese Szenerie hat übrigens nicht nur mich begeistert, sondern auch andere aus unserem Team. Wir haben uns entschlossen, die Szenerie mit der „Empfehlung der Redaktion“ auszuzeichnen. Es ist das erste Mal, dass wir mit dieser Auszeichnung eine Szenerie würdigen.

Über diese Auszeichnung: Die „Empfehlung der Redaktion“ ist das Gegenstück zu den simFlight Awards, bei denen normalerweise unsere Leserinnen und Leser die besten Produkte nach dem Mehrheitsprinzip wählen. Die „Empfehlung der Redaktion“ wird nur an Produkte vergeben, wenn mehrere fachkundige Redakteure der Meinung sind, dass das Produkt in vielerlei Hinsicht gegenüber vergleichbaren Produkten deutlich besser abschneidet und außerordentliches Design mit echten Innovationen verbindet. Die ausgezeichneten Produkte stellen also die Spitze des Machbaren dar.

Pro Contra
  • Extrem gute Autogenabdeckung
  • Autogen-Häuser entsprechen in ihren Formen
    den realen Vorbildern
  • Qualität der Luftbildtexturen
  • Auflösung der Luftbildtexturen
  • Hochauflösendes Mesh
  • Rudimentäre, aber ausreichende Anpassung
    der in der Szenerie enthaltenen Flugplätze
  • nichts
Informationen Testsystem
  • Intel i7 2600K
  • nVidia GeForce GTX 570
  • 8 GB RAM

Ben
28. März 2012 08:32

Hoi Holger!

Wow, ein echt sehr gelungenes Review, hat mir grose Freude gemacht es zu lesen! Und ja, ich werde am Wochenende zusgreifen, merci!
Ben

Werner
28. März 2012 09:32

Sehr gut gemacht Holger! Diese Szenerie habe ich seit eioniger zeit auf der Platte und bin ebenfalls rundweg begeistert!

Frank
28. März 2012 12:45

Moin Holger!

Leider kann ich die Euphorie zu dieser Szenerie nicht ganz teilen. Ich besitze sie nicht, aber anhand deiner Screenshots habe ich gesehen, dass die Positionen der FSX-Landebahnen nicht an das Luftbild angepasst wurden (vorletztes Katana-Bild). Dies ist meines Erachtens nicht nur ein marginaler Schönheitsfehler, sondern ein echtes Manko bzw. für mich sogar ein absolutes No-go! Ich gebe dir Recht, dass die landschaftliche Darstellung dieses Gebietes echt beeindruckend ist, aber solche Fehler verhageln mir den Spaß am Fliegen, wenn ich mich bei der Landung zwischen zwei Bahnen entscheiden kann/muss.
Dies ist leider bei FranceVFR kein Einzelfall, daher habe ich nach zahlreichen Versuchen im FS2004 mittlerweile dieser Design-Gruppe den Rücken zugekehrt.

Gruß
Frank

28. März 2012 13:05

Hallo,
das wird sich meines Erachtens nicht verhindern lassen, da Luftbilder nie wirklich aktuell sein können (außer natürlich mit erheblichem wirtschaftlichen Aufwand der sich für eine Flugsimulatorproduktion nicht lohnt) und sich daher die Positionen und vor allem Ausrichtungen der Bahnen ändern. Selbst ohne bauliche Veränderung (zwar in unseren Breiten nicht so stark) wandelt sich die Pistenbezeichnung aufgrund des Magnetfeldes der Erde. Ich denke unter anderem das ist die Hauptursache für die Problematik.

Danke für die tolle Review!

Chris
28. März 2012 13:49

Ich denke nicht, dass dermassen geringe Änderungen der Pistenachse wegen dem dynamischen Magnetfeld der Erde eine Erklärung sein dürfen, warum eine Piste schlicht 50m NEBEN der Fototapenpiste platziert wird. Die Richtung bleibt ja augenscheinlich die Gleiche, sprich absolut parallel. Nebenbei „könnte“ man auch diese minimalen Abweichungen im FS schlicht ignorieren, ich denke nicht, dass jemand nachmessen würde, ob die Piste exakt der Realität entsprechen würde, WENN sie präzise auf der Fototapete aufliegt. Da wurde einfach geschlampt, ob das jetzt bezogen auf die ansonsten tadellose Arbeit ein extremer Minuspunkt sein soll oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

Holger
28. März 2012 15:08

Hallo,

kannst beruhigt sein, Frank. Wie ich geschrieben habe, wurde dieser spezielle Flugplatz von France VFR nicht berücksichtigt. Alle anderen Flugplätze, die ich angeflogen habe, waren aber tadellos in die Luftbildtexturen eingepasst und haben auch eine rudimentäre Aufwertung gegenüber dem Standard erhalten. Es ist also keinesfalls ein Grund, deswegen diese Szenerie schlecht zu bewerten, zumal France VFR für 39,90€ hier ein bemerkenswertes Komplettpaket anbietet.

CU
Holger

John
28. März 2012 12:50

Danke für das tolle Review über diese Szenerie!
Ich denke du warst dann aber doch mit einer Tecnam p2002 (war zumindest der Flieger denn man auf den Fotos sehen konnte 😉 )unterwegs, und nicht mit einer p92.

Wolfgang
28. März 2012 14:07

Hallo Holger,
ich kann Dein positives Review(besten Dank dafür!)voll nachvollziehen – eine hervorragende Arbeit die hier abgeliefert wurde – auch wenn mal eine Piste etwas daneben liegt – Ihr seit ja teilweise drauf wie die bekannten „Nietenzähler“ bei den Modelleisenbahnern 🙂

Roland
28. März 2012 14:56

Frage: Wie groß ist die Szenerie? Die Megaszenerie SoCal hat, glaube Ich, etwas mehr als 20.000 Quadratkilometer. Ist die France CFR größer oder kleiner?

Oski
28. März 2012 18:21

@Roland
Also wenn du die MegaSceneryX Szenerie meinst, dann ist – trotz der wesentlich grösseren Fläche – der Unterschied frappant. Die MegaScenery hat ein äusserst bescheidenes Autogen, die Auflösung ist identisch (trotz der scheinbar höher aufgelösten Luftaufnahmen) und die Flugplätze sind keinesfalls so weit ausgestaltet wie in der FranceVFR. Alles in allem wirklich kein Vergleich – auch wenn jetzt EIN (in Worten EIN) Flugplatz aus welchen Gründen auch immer nicht umgesetzt ist. Ich stelle hier mal die – allerdings zugegebenermassen unbestätigte – Vermutung in den Raum, dass er inzwischen geschlossen ist… ? 😉

Roland
29. März 2012 14:21

Danke Oski. Hätte auch über die Dateigröße draufkommen können. Die ist bei der Megascenery ohne Nachttexturen um die 10 GB, also muss das abgedeckte Gebiet ungefähr doppelt so groß sein. Die Optik von der neuen VFR France Szenerie ist absolut spektakulär.

Lowpull
28. März 2012 16:35

Hallo und DANKE für das Review!
Auch wenn das mit der daneben liegenden Piste unschön ist, insgesamt gefallen mir die Screenshots wirklich sehr gut!
Ein Traum für die VFR-Fliegerei … umso stärker ärgert mich immer mehr die Qualität/Umsetzung der „VFR-Germany“ Reihe.
Schon „AerofyFS“ zeigt, wie so etwas aussehen kann, und jetzt noch so eine „Perle“ … und das für das „FSX“ !!! Dieser „Look“ für die BRD, das wäre einfach der Hammer!!
Ich träume und hoffe weiter …
Gruß, Lowpull!

Frank
28. März 2012 19:20

Na, wenn das denn eine Ausnahme ist bei diesem besagten Platz und alle anderen angepasst wurden, dann ist es ja ok.

Ob der Platz nun geschlossen ist oder nicht, völlig egal, aber die exakte Ausrichtung der Bahnen hätte sicherlich nicht allzu große Mühe gemacht. Nun will ich aber auch nicht das berühmte Haar in der Suppe hochpushen. Wie gesagt, ich kenne die Szenerie nicht, habe nur nach den Bildern geurteilt und das ist mir halt übel aufgestoßen…

Gruß
Frank

Immanuel
28. März 2012 19:54

Abbeville ist, genau wie z.B. Dünkirchen (Dunkirk) nicht gerade gerne gehört bei den ehemaligen Alliierten. Kann man wohl nix machen. Tobruk oder El Alamein währen ebensolche Namen. Witzig nur, dass es gerade durch dieses „weglassen“ politisch wird bzw. wirkt. Aber ich denke auch, wir sollten die Größe haben, ihnen (France-VFR) das nachzusehen… 😉

Hans-Christian
29. März 2012 09:43

@Immanuel

Zitat: „Aber ich denke auch, wir sollten die Größe haben, ihnen (France-VFR) das nachzusehen…“

Wie bitte?

1. stellst Du eine Vermutung zum Handeln von FranceVFR an und
2. bitte noch mal nachlesen, warum die von Dir genannten Orte schmerzhafte Erinnerungen wachrufen können.

Werner
29. März 2012 11:34

wegen des Platzes LFOI habe ich mal ein wenig im Netz geblättert. Den Platz gibt es immer noch, er wird auch genutzt. Eine spezifische Szeneriesoftware im FSX konnte ich in Walhalla nicht ausfindig machen.
Den Ort Abbeville übergehen die ehemals Alliierten wohl gerne, weil sie sich da nicht mit Ruhm bekleckert haben.
Ob diese Unterstellung auch für FranceVFR zutrifft, können die Leutchen wohl nur selbst beurteilen und kann uns egal sein.

chriskl
29. März 2012 18:23

🙂
… dann sollten wir uns doch besser etwas mehr Erfreulichem zuwenden und mitfeiern:

http://web426.andrea.webhoster.ag/wbb3.1.4/index.php?page=Thread&threadID=2674&pageNo=2

Es lebe EDDN!
Wo bleibt Dresden?

Manu
31. März 2012 03:08

Ich mache mir gar nicht die Mühe hier alles durchzulesen, da es so sein wird wie in jeder (in meinen Augen: sinnfreien) Diskussion hier in letzter Zeit… einer hat ein Problem mit irgendwas, woraufhin ihm 3 Leute ihre Meinung geigen, und dann kommt das große „Aber Aber Aber“ und irgendwer schmeißt mit der Sandschippe.

Die Screenshots sehen hervorragend aus!
Ich wünschte, so etwas tolles gäbe es auch für Deutschland. Das wäre sicher eine Investition wert.
Eigentlich müsste ich mich mal aufmachen und halb Europa mit Fotorealen Texturen abdecken… die müssen ja nicht gleich so hochauflösend sein… Freeware wäre da natürlich ideal und ich denke, da findet man auch großartige Projekte wie z.B. HAS oder Canarysim.
Danke für die Review! Und auch Danke, dass ihr so viele Bilder gemacht habt… nur so kriegt man einen Einblick in die Szenerie. Dies geht zwar zu Lasten der Ladezeit, aber das nehme ich gerne in Kauf!

4. April 2012 22:59

Hi,

I do not speack Deustch, but the google transalter is not really good for translating in French ! I want to explain that there’s absolutly no link to anything between the scenery and history events ! This is a „landscape“ scenery and nothing else 🙂

Thank you for your comments, and about the offset of the runway this is not in the scenery but maybe an „afcad“ problem in the reviewer fsx environment 🙂

we are looking for producing some german sceneries based on our 3D Automation technology, it depends on the simmer’s interest…

Laurent
France VFR

Werner
6. April 2012 08:42

Yes, of course, there will be a vast simmer’s interest!

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